Marlene Streeruwitz

Marlene Streeruwitz, geboren am 28. Juni 1950 in Baden bei Wien, studierte Slawistik und Kunstgeschichte in Wien. Die Tochter des langjährigen Schuldirektors und ÖVP-Bürgermeisters von Baden, Viktor Wallner, begann ihre berufliche Laufbahn als Autorin und Regisseurin von Theaterstücken und Hörspielen. Seit 1992 werden die Theaterstücke der vielfach ausgezeichneten Künstlerin an zahlreichen Bühnen aufgeführt.

Erste Erfolge feierte Marlene Streeruwitz 1996 mit ihrem Debütroman Verführungen. 3 Folge. Frauenjahre. Hierfür wurde sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet.

Seitdem schreibt die Österreicherin scheinbar unermüdlich Romane, Theaterstücke, Novellen und theoretische Schriften.

Marlene Streeruwitz gilt als feministisch orientierte Schriftstellerin, die es auch nicht scheut, sich auf politischer Bühne kritisch zu äußern. Mit ungewöhnlicher Schärfe kommentierte sie unter anderem die Machenschaften der ÖVP-FPÖ-Koalition (2000) in ihrem Heimatland Österreich.

Im November 2006 wehrte sich Streeruwitz öffentlich gegen die Inszenierung des Elfriede Jelinik-Stücks Ulrike Maria Stuart. Nicolas Stemann, der das Stück am Hamburger Thalia Theater in Szene setzte, stellt in einer Passage Streeruwitz als sprechende Vagina dar. »Ich will als handelndes und denkendes Subjekt nicht auf ein sprechendes Geschlechtsorgan reduziert werden«, beklagte sich Streeruwitz in einem Artikel des »Spiegel«-Magazins. Davon, dass die Inszenierung einen satirischen Hintergrund aufweise, wollte Streeruwitz nichts wissen. »Deutschsprachiger Humor war immer ein Mittel der Verächtlichmachung«, so die Autorin.

Für ihre Romane erhielt Marlene Streeruwitz zahlreiche weitere Auszeichnungen. Zuletzt den Droste-Preis und den Peter-Rosegger-Literaturpreis.

Die Autorin lebt in Wien und Berlin.

Romane und Erzählungen von Marlene Streeruwitz:

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