Schnellübersicht der aktuellen Belletristik-Couch

Gott der Barbaren von Stefan Thome

Aktuelle Empfehlung: Gott der Barbaren

China in den 1850ern. Im Reich der Mitte spitzen sich verschiedene Konflikte zu. Der Zweite Opiumkrieg, mit dem sich die Engländer und Franzosen Handelsvorteile sichern wollen, aber auch der Taiping-Aufstand, ein Bürgerkrieg, den ein vom Christentum inspirierter Fanatiker ins Leben ruft, um die kaiserliche Dynastie zu stürzen.

Interview: Melanie Brandl

Interview: Melanie Brandl

Pünktlich zum Erscheinen ihres Roman-Debüts "Mittendrin ein neuer Anfang" traf Belletristik-Couch.de die Autorin Melanie Brandl zum Interview.

Lieblingsbuch: María Hesse: Fria Kahlo. Eine Biographie.

Lieblingsbuch: María Hesse: Fria Kahlo. Eine Biographie.

Emanzipiert, verrückt, traurig, verspielt, bunt, tragisch, ungewöhnlich, talentiert, unglücklich, geliebt und betrogen – man könnte die Liste ewig fortführen und würde die vielfältige Persönlichkeit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo doch nicht vollständig zu greifen bekommen. Sie war einzigartig, begeisterte durch ihr Auftreten und ihr Werk gleichermaßen. Damals wie heute hat sie viele Anhänger und stellt mitunter ihren Mann Diego Rivera, einen der drei großen Maler Mexikos, in den Schatten.

Weitere aktuelle Besprechungen auf der Belletristik-Couch:

Sechs Koffer von Maxim Biller

Sechs Koffer (Maxim Biller)

Wer hat den Großvater an die Russen verraten? Wer hat ihn auf dem Gewissen und macht dem Rest der Familie etwas vor, als wäre die Welt noch in Ordnung? Wahrscheinlich war es einer von seinen vier Söhnen, aber sicher ist die Sache nicht. Es könnte auch Natalia gewesen sein, die mit Dima verheiratet, aber eigentlich in seinen Bruder verliebt war. Nicht in den Bruder, der den Kontakt zum Rest der Familie abgebrochen hatte, sondern in den Bruder, der noch mit der Familie in Prag lebte und als Übersetzer arbeitete. Der zwei Kinder hatte, die ihn immer bei der Arbeit an der Schreibmaschine hörten und später Schriftsteller wurden. Von Sebastian Riemann

Dein Leben und meins von Majgull Axelsson

Dein Leben und meins (Majgull Axelsson)

Märit kehrt für die Feier ihres 70. Geburtstages nach Norrköping zurück. Ein Ort, den sie lange hinter sich gelassen hatte und an den sie nie wieder zurückkehren wollte. Denn Märit plagt die Vergangenheit, in der ihr geistig behinderter Bruder von der Familie verstoßen und in einer Anstalt weggesperrt und vergessen wurde. Ein Umstand, den die Familie totschweigt, war Lars doch nur ein lästiges Anhängsel. Von Lisa Reim

Die letzten Stunden des Sommers von Beatriz Williams

Die letzten Stunden des Sommers (Beatriz Williams)

Ein Mercedes Special Roadster, Baujahr 1936, spielt eine grosse Rolle in diesem Roman von Beatriz Williams. Pepper Schuyler hat den Oldtimer in einer Scheune auf Cape Cod gefunden und hat ihn eigenhändig restauriert. Sie verkauft ihn für einen aussergewöhnlich hohen Preis an Annabelle Dommerich. Für Pepper ein lohnendes Geschäft, denn sie ist schwanger und will mit dem Erlös aus dem Verkauf des Wagens ihre Zukunft für sich und ihr Kind sichern. Pepper interessiert sich ausserdem sehr für die Person, welche bereit ist, eine solche Summe für ein Automobil zu bezahlen. Von Monika Wenger

Die Hauptstadt von Robert Menasse

Die Hauptstadt (Robert Menasse)

Brüssel: Hauptstadt Belgiens und Hauptstadt Europas. Bislang war diese spannende Metropole nicht gerade als aufregender Schauplatz zeitgenössischer Literatur bekannt. Dies hat sich jedoch grundlegend geändert, seit der österreichische Autor Robert Menasse mit »Die Hauptstadt« einen Roman vorgelegt hat, der zu großen Teilen in Brüssel spielt und dabei vor allem einen genaueren Blick auf die Institutionen der Europäischen Union wirft. Von Tobias Bollmeyer

Willow in Deutschland von Stefan Rensch

Willow in Deutschland (Stefan Rensch)

Viel gibt es über Willow nicht zu sagen: er ist ein Außerirdischer, nach eigenen Angaben klug, schön, gewissenhaft und wagemutig, steckt aber nun im Körper eines äußerst durchschnittlichen Menschen – eines Mängelexemplars. In diesem Zustand tritt er für ein Jahr seine Mission an: die Menschheit in Deutschland zu beobachten und zu studieren. Von Julian Hübecker

Das Leben des Vernon Subutex 2 von Virginie Despentes

Das Leben des Vernon Subutex 2 (Virginie Despentes)

>Das Leben des Vernon Subutex 2< schließt unmittelbar an den ersten Band, >Das Leben des Vernon Subutex 1<, an, beginnt, als würde man in diesem lediglich eine Seite weiterblättern. Der Protagonist Vernon Subutex ist auf dem Pfad seines sozialen Abstiegs unten angekommen. Band 1 erzählt davon, wie Vernon nach Schließung seines Schallplattengeschäfts Revolver und dem Tod seines Freundes und finanziellen Unterstützers Alexandre Bleach seine Unterkunft verliert und nach einer Odyssee durch die Wohnungen und gelegentlich auch Betten seiner Freunde und Bekannten als Obdachloser endet. Von Almut Oetjen

Hier ist noch alles möglich von Gianna Molinari

Hier ist noch alles möglich (Gianna Molinari)

Eine namenlose Fabrik in einem namenlosen Ort mit einer namenloser Protagonistin, die auf der Suche nach sich selbst ist: Gianna Molinari, Gewinnerin des 3sat-Preises des Ingeborg Bachmann Wettbewerbs, schließt sich mit ihrem Debüt dem aktuellen Trend der Selbstfindungs-Romane an. In diesem Fall begleiten die Leser eine junge Ich-Erzählerin, die einen Job als Nachtwächterin einer Fabrik antritt. Von Lisa Reim

Außerdem neu rezensiert:

Stöbern auf Belletristik-Couch.de

Weitere Informationen

Diesen Monat neu in den Regalen Ihrer Buchhandlung: