Schnellübersicht der aktuellen Belletristik-Couch

Ein Tag im Dezember von Josie Silver

Aktuelle Empfehlung: Ein Tag im Dezember

Im vorweihnächtlichen London ist Laurie auf dem Weg nach Hause. Müde und in Gedanken bei der Bakterienflut, der sie ausgesetzt ist, beobachtet sie an einer Haltestelle einen lesenden Typen. Während die Fahrgäste aus- und zusteigen, nehmen die beiden Blickkontakt auf und kommunizieren in Gedanken. Die Schwingungen scheinen gegenseitig zu sein, denn der Typ steht auf ...und der Bus fährt ab!

Interview: Melanie Brandl

Interview: Melanie Brandl

Pünktlich zum Erscheinen ihres Roman-Debüts "Mittendrin ein neuer Anfang" traf Belletristik-Couch.de die Autorin Melanie Brandl zum Interview.

Lieblingsbuch: María Hesse: Fria Kahlo. Eine Biographie.

Lieblingsbuch: María Hesse: Fria Kahlo. Eine Biographie.

Emanzipiert, verrückt, traurig, verspielt, bunt, tragisch, ungewöhnlich, talentiert, unglücklich, geliebt und betrogen – man könnte die Liste ewig fortführen und würde die vielfältige Persönlichkeit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo doch nicht vollständig zu greifen bekommen. Sie war einzigartig, begeisterte durch ihr Auftreten und ihr Werk gleichermaßen. Damals wie heute hat sie viele Anhänger und stellt mitunter ihren Mann Diego Rivera, einen der drei großen Maler Mexikos, in den Schatten.

Weitere aktuelle Besprechungen auf der Belletristik-Couch:

Das Mädchen mit dem Edelweiß von Jillian Cantor

Das Mädchen mit dem Edelweiß (Jillian Cantor)

Für die meisten Menschen sind Briefmarken gleichförmige Papierquadrate. Für einige wenige sind sie so wertvoll wie Diamanten. Eine mysteriöse Marke führt auf die Spur eines lang zurückliegenden Geheimnisses. Von Lea Gerstenberger

Das Leben des Vernon Subutex 1 von Virginie Despentes

Das Leben des Vernon Subutex 1 (Virginie Despentes)

In Despentes Sozialkrimi >Apokalypse Baby< (2012) wird eine Spezialistin für Vermisstenfälle Hyäne genannt. Sie soll innerhalb von zwei Wochen eine verschwundene Fünfzehnjährige wiederfinden und nach Hause bringen. Die Hyäne taucht in >Das Leben des Vernon Subutex 1< wieder auf. Sie ist so versiert im Umgang mit sozialen Medien, dass sie ihr Geld verdient, indem sie online anonym Existenzen schreddert. Anfangs schrieb sie noch positive Auftragskritiken, stellte jedoch bald fest, dass es einfacher ist, jemanden „im Netz zu lynchen“. Von Almut Oetjen

Die Polizisten von Hugo Boris

Die Polizisten (Hugo Boris)

Was bedeutet es, in der heutigen Zeit Polizist zu sein? In den letzten Jahren haben sie immer mehr Respekt eingebüßt, doch dabei vergisst man leicht, unter wieviel Druck Ordnungshüter stehen. Hugo Boris’ kleiner Roman „Die Polizisten“ soll zur Raison bringen und einen Einblick darin geben, was es heißt, diesen Beruf in Zeiten von Flüchtlingskrisen und politischen Unsicherheiten auszuüben. Von Julian Hübecker

Das Mädchen im roten Kleid von Fiona McIntosh

Das Mädchen im roten Kleid (Fiona McIntosh)

Der erste Weltkrieg ist vorüber, es ist November 1918. In einem Militärspital in London liegt ein Soldat mit Gedächtnisverlust. Seine äusseren Verletzungen sind gut verheilt. Aber er kann sich nicht erinnern, wie und wo er verletzt worden ist. Eines Tages entschliesst sich Jonesy, wie er vom Pflegepersonal genannt wird, aus dem Hospital zu verschwinden und sich selber auf die Suche nach seiner Identität zu machen. Im Garten des Krankenhauses trifft er auf Eden Valentine. Die Tochter eines jüdischen Schneiders hat für ihren Vater Besorgungen im Hospital erledigt. Eden lässt sich von Jonesy überreden und hilft ihm, diesen Ort zu verlassen. Von Monika Wenger

Im Sommer von Karl Ove Knausgard

Im Sommer (Karl Ove Knausgard)

Ein lebensbejahendes Werk, das Karl Ove Knausgard aus Liebe zu seinen Kindern und der Einfachheit sowie der Komplexität des Lebens schrieb. Es beeindruckt vor allem durch seine Vielfalt an Eindrücken und Facetten von Dingen, die den Alltag betreffen. Von Julian Hübecker

Lincoln im Bardo von George Saunders

Lincoln im Bardo (George Saunders)

Wer die Erzählungen von George Saunders kennt, ist mit einem Höchstmaß an Kreativität und Stilsicherheit vertraut. Sie sind bis ins letzte Detail durchdacht, entführen den Leser in kürzester Zeit in eine kleine, abgeschlossene Welt und berichten von einer Unglaublichkeit im alltäglichen Zusammenleben, die unter die Haut geht. Dabei bauen sie ungezwungen und geradezu geräuschlos Spannung und Atmosphäre auf, schlingen ihre unsichtbaren Arme um den Geist des Lesers. Von Sebastian Riemann

Alligatoren von Deb Spera

Alligatoren (Deb Spera)

Die erfolgreiche TV-Produzentin Deb Spera nimmt uns mit ihrem Roman weit zurück in die 1920er Jahre in die heißen Südstaaten Amerikas. In eine Zeit, in der sich ein gesellschaftlicher Wandel bereits erahnen lässt, aber viele Traditionen unverbrüchlich Bestand haben. Von Stefanie Eckmann-Schmechta

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