Schnellübersicht der aktuellen Belletristik-Couch

Belletristisches Buch des Monats Mai: Garp und wie er die Welt sah

Garp und wie er die Welt sah von John Irving

Der am 2. März 1942 in Exeter, New Hampshire, geborene John Irving hat der Literatur nicht nur gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit Bären und Ringen zu beschäftigen, und dass Familien vor allem aus jenen Mitgliedern bestehen, die einen verlassen haben, er ist auch der Autor des "Garp und wie er die Welt sah". Mit dem er unter Beweis stellte, dass politische wie gesellschaftliche Zeitströmungen sich in Geschichten bündeln und durch skurrile Figuren und bizarre Szenen hinterfragen lassen.

Interview mit Klaus Pohl

Interview mit Klaus Pohl

Der zwischen New York, Wien, Hamburg und den Bühnen der Welt wandernde Schauspieler, Dramatiker und Autor Klaus Pohl sprach mit Wolfgang Franßen über seinen neuen Roman "Die Kinder der preußischen Wüste", über Genialität und Drogen, kulturelle Grabenkämpfe zwischen DDR und BRD und dass der Schriftsteller Thomas Brasch sein Leben lang auf der Flucht vor seinem Vater und sich selbst war.

Der kleine König von Bombay

Weitere aktuelle Besprechungen im Mai auf der Belletristik-Couch:

K (Tom McCarthy)

K von Tom McCarthy

"K" beginnt wie ein Bildungsroman des 19. Jahrhunderts, aber das entpuppt sich als Falle. "K" ist historischer Roman, futuristisches Manifest, Detektivroman, Comic. Er spielt bravourös mit literarischen Vorlagen und Genres. Kunst ist Wiederholung und schon Shakespeare war ein Remixer. K wie Kappe, K wie Krieg, K wie Kollision und K wie Kammer heißen die vier Kapitel des Buches – und der Protagonist Serge Karrefax. Von Christine Ammann

Mein kleiner Krieg (Louis Paul Boon)

Mein kleiner Krieg von Louis Paul Boon

Belgischer Alltag unter Kriegsrecht und Faschismus. Louis Paul Boon ist in seinem Roman der Chronist der Kartoffeldiebe, Kriegsgewinnler, Kollaborateure, er zeichnet das Bild der Opportunisten ebenso auf wie das der Deserteure. Ein Buch, das geschrieben werden musste, um dem dumpfen Schmerz, der Angst vor dem eigenen Wahnsinn zu entkommen. Von Jochen König

Gutgeschriebene Verluste (Cailloux, Bernd)

Gutgeschriebene Verluste von Cailloux, Bernd

Wie fühlten sich die wilden Jahre Ende der 60er, Anfang 70er an? Bestechend ehrlich, ohne jede Verklärung im Blick und doch mit der Achtung gegenüber dem revolutionären Lebensentwurf dieser Generation schildert Bernd Cailloux Begegnungen mit Menschen und deren Ideen, er skizziert Hoffnung und Scheitern und bringt ans Licht, wie sich die Generation in ihrem Lebensrausch selber feierte. Von Rita Kohn

Die Kinder der preußischen Wüste (Klaus Pohl)

Die Kinder der preußischen Wüste von Klaus Pohl

"Die Kinder der preußischen Wüste" ist die Geschichte vieler Menschen, die auf ihrem Weg auf der Strecke bleiben. Vor allem jene des Robert Papsts, alias Thomas Brasch. Er wird Gedichtbände veröffentlichen, Stücke schreiben und übersetzen, er wird Filme drehen. Er wird der DDR-Autor schlechthin und in Cannes gefeiert werden. Klaus Pohls Roman ist der Versuch, einem Freund nahe zu kommen. Von Wolfgang Franßen

Außerdem neu rezensiert im Mai:

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