F. Scott Fitzgerald

Francis Scott Key Fitzgerald wurde am 24. September 1896 in St. Paul, Minnesota, geboren. Namenspate war sein Urgroßonkel – Francis Scott Key – Dichter der US-amerikanischen Nationalhymne.

Zunächst besuchte der US-amerikanische Schriftsteller Fitzgerald die St. Paul Academy, bis er im Jahre 1911 zur katholischen Newman School nach Lakewood (New Jersey) wechselte. Später schrieb er sich an der Princeton University ein, die er 1917 ohne akademisches Grad verließ, um zum Militär zu gehen.

Fitzgerald vernachlässigte in der Princeton University zwar seine Studien, widmetet sich dort aber zunehmend dem Schreiben. Edmund Wilson und John Peale Bishop wähnte er fortan zu seinen Freunden.

Der Scribners-Verlag zeigte großes Interesse am Roman-Manuskript The Romantic Egoist. Allerdings verlangten sie von Fitzgerald zahlreiche Änderungen.

Auch privat schwamm Fitzgerald im Glück. Verlobte er sich doch während seiner Zeit als Unterleutnant der Infanterie mit Zelda Sayre. Sein Roman This side of Paradise (Diesseits vom Paradies) erschien und wurde ein großer Erfolg.

Kurz darauf, im April 1920, heiratete er Zelda Sayre. Am 26. Oktober 1921 wurde die gemeinsame Tochter Frances Scott Fitzgerald geboren.

Familie Fitzgerald war es gewohnt, das Interesse auf sich zu ziehen. Sie wurden zum Inbegriff des so genannten Jazz-Age. Der Titel Flappers and Philosophers (1920) brachte eben dieses Leben auf den Punkt. Sein folgender Roman The Beautiful and Damned (»Die Schönen und Verdammten«), und die Geschichten aus der Jazz-Ära (Tales of the Jazz Age) erschienen 1922. Fitzgeralds Texte wurden zudem von renommierten Magazinen und Zeitungen – wie der Saturday Evening Post – gedruckt und überaus gut bezahlt.

Fitzgerald galt, neben Ernest Hemingway (den er 1925 kennen lernte), Gertrude Stein, John Dos Passos und William Faukner als Hauptvertreter der amerikanischen Moderne. Auch verkörperte er die »Verlorene Generation«, die in den 1920er Jahren – auf Grund des starken Dollars – gut in Europa leben konnte. Besonders im vom Krieg gebeutelten Frankreich.

1925 erscheint The Great Gatsby. Der Große Gatsby allerdings verkaufte sich zu Lebzeiten des Autors eher schlecht. Mehr Beachtung hingegen fand eine Bühnenfassung und eine erste Verfilmung. Der überaus strenge Kritiker T.S. Eliot lobte das Buch indes.

Nach den ersten Erfolgen des Schriftstellers wendete sich das Blatt. Fitzgerald war dem Alkohol verfallen und seine Frau Zelda litt zunehmend an psychischen Problemen. 1924 verliebte Zelda sich in einen französischen Offizier, was zu schweren Krisen in der Ehe führte. Nervenzusammenbrüche in den Jahren 1930 und 1932 besiegelten ihr Schicksal. Fortan war ihr Leben von zahlreichen Klinikaufenthalten geprägt. 1948 starb Zelda Sayre bei einem Brand im Highland Krankenhaus in Ashville.

Auch Fitzgeralds Leben änderte sich. Sein Roman Tender Is the Night (Zärtlich ist die Nacht, 1934) blieb erfolglos, was den Autor noch weiter in die Alkoholsucht trieb. Zudem war er völlig überschuldet und ans Schreiben war nicht mehr zu denken. Die Jahre 1936/37 bezeichnete er später als seine Crack-up-Phase.

Von 1937 bis Ende 1938 arbeitete er bei MGM in Hollywood. 1939 begann er seinen Hollywood-Roman The Last Tycoon. Er starb am 21. Dezember 1940 nach zwei Herzinfarkten.

Der letzte Taikun (verfilmt als Der letzte Tycoon) wurde von Edmund Wilson für die Veröffentlichung bearbeitet.

1974 wurde Fitzgerald durch die erfolgreiche Verfilmung von Der Große Gatsby wieder entdeckt. Der Film des Regisseurs Jack Clayton (mit Robert Redford, Mia Farrow und Bruce Dern in den Hauptrollen), sorgte dafür, das Der Große Gatsby zum weltweiten Bestseller wurde.

Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten von F. Scott Fitzgerald:

Deutsche Erzähl-Sammelbände:

  • (1983) Aus den tollen zwanziger Jahren
  • (1972) Ein Diamant so groß wie das Ritz
  • (1980) Die letzte Schöne des Südens
  • (1984) Das Liebesschiff
  • (1985) Der ungedeckte Scheck
  • (1989) Der Rest von Glück
  • (1991) Der gefangene Schatten
  • (1993) Manhattan, Baltimore, Paris
  • (2006) Drei Stunden zwischen zwei Flügen und andere Erzählungen
  • (2008) Junger Mann aus reichem Haus
  • (2009) Der letzte Kuss

Mehr über F. Scott Fitzgerald: