Friedrich Dürrenmatt

von Kirsten Kohlbrei (01.2021)

Bilder, Bücher und die Bühne

Betrachtungen des Schriftstellers zu seinem 100. Geburtstag. (*5. Januar 1921)

„Herr Dürrenmatt, zu Ihrem Geburtstag stehen wir am Beginn eines neuen Jahres. Die Katastrophe ist Ihr Metier, wie blicken Sie auf das Coronajahr 2020 zurück?“

Vielleicht hätte Friedrich Dürrenmatt, der in der Realität 1990 starb, mit weißem, etwas wirrem Haar und schwarzer Brille, wie ihn Fotos schon in jungen Jahren zeigen, der Journalisten grundsätzlich und Literaturkritiker insbesondere nicht sehr schätzte, in seinem breiten Bernerdeutsch angesetzt und auf die fiktive Frage, wie sie ähnlich in den Feuilletons zum Jubiläum im Moment zu lesen ist, mit einem seiner über die Jahre berühmt gewordenen,aphoristischen Zitate geantwortet. „Der Mensch lernt in der Katastrophe menschlich zu leben, was er im Frieden nicht kann.“

Katastrophen und Komödien

In der Tat wäre Dürrenmatt ein idealer Gesprächspartner gewesen. Die Katastrophe trieb ihn um - nicht unbedingt das singuläre Ereignis einer Pandemie, sondern vielmehr der desaströse Gesamtzustand der Welt mit einem regelrecht apokalyptischen Ausmaß. Ihm ging es um die Situation eines Planeten, der mit zerstörter Umwelt und sozialer Ungleichheit, angetrieben vom Fehlverhalten seiner Bewohner, unaufhaltsam auf den eigenen Untergang zusteuert: „Die Welt ist eine Pulverfabrik, in der das Rauchen nicht verboten ist.“

Dürrenmatts Texte sind der Versuch, das Irrationale im menschlichen Tun, das destruktive Handeln wider besseren Wissens abzubilden. Aus diesem Anspruch resultieren Konstanten in seinem Werk – z.B. die feste Überzeugung, dass das wirre Treiben des Weltgeschehens nur durch die Komödie dargestellt werden kann. In einer modernen, unübersichtlichen Welt, in der Schuld und Verantwortung verwischen, ist eine Mischung aus Tragödie und Komödie für ihn „die einzig möglich dramatische Form, heute das Tragische auszusagen.“ Nur die Groteske kann die Verrücktheit der menschlichen Existenz überhaupt noch adäquat einfangen, nur die Komik die Unmöglichkeit der Geschehnisse darstellen.

Eine Anekdote macht Friedrich Dürrenmatts Begriff von Humor amüsant nachvollziehbar: So berichtete er, dass er das Gesicht eines Gärtners nicht vergessen werde, der ihm beim Betreten und Verlassen eines Universitätsgebäudes bemerkt und gesehen habe, dass er zweimal auf genau demselben Hundehaufen ausgerutscht und auf seinem Hinterteil gelandet sei.

Dürrenmatt, der Beobachter, Denker und Gestalter aus der Schweiz

Dürrenmatt stellt Diagnosen, aber Behandlungsansätze oder Lösungen bietet er nicht - oder schlimmer noch, es gibt sie für ihn nicht. Wenn in der kurzen Erzählung Der Tunnel der Zug in den Abgrund stürzt, kann schlichtweg „Nichts“ getan werden. Die Zuflucht im Glauben ist für den Sohn eines Pfarrers keine Alternative. Die Religion lässt ihn zeitlebens nicht los, aber den logischen Gottesbeweis bleibt sie ihm schuldig. Anders als Bertolt Brecht will er auch keine Veränderung erzielen; seine Verfremdung hat keine politische Orientierung als Antwort parat. Das heißt nicht, dass Dürrenmatt kein politischer Autor war - nur agierte er nicht so tagesaktuell und Stellung beziehend wie sein vertrauter Schriftstellerkollege Max Frisch. Die beiden Autoren, die nach Brechts Wechsel in die DDR die entstandene Lücke an BRD-Bühnen füllten, werden gerne als Schweizer Dioskuren gesehen, obwohl ihr Schreiben sich diametral unterscheidet: Dürrenmatt der distanzierte Denker und Gestalter, mit großer Scheu vor Intimität und Max Frisch, der selbstreflektierende Dichter.

Dürrenmatt beschreibt die Dynamik von Abläufen. Was als Provokation verstanden wird, sieht er als die Notwendigkeit, dem Menschen die Gefährlichkeit von Erkenntnis vor Augen zu führen, ihn vor die Entscheidung zu stellen, ob er mit seinem Wissen moralisch umgehen kann.

Dieses Vorgehen kulminiert in Die Physiker als einem seiner Hauptwerke: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ Die von einem Wissenschaftler entwickelte Weltformel zur Vernichtung der Menschheit gelangt im Widerstreit gegnerischer politischer Mächte in skrupellose Hände: „Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat.“

Zwiespalt des Künstlerdaseins

Die Frage nach der moralischen Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft, das alles bestimmende Leitthema im Werk von Friedrich Dürrenmatt, findet sich schon zu Beginn seines Schriftstellerdaseins. Eigentlich war das Schreiben als Ausdrucksform gar nicht die erste Wahl; ursprünglich wollte er Kunst studieren, doch die Ablehnung seiner fantastischen Bilder durch einen postimpressionistisch orientierten Trend ließen ihn enttäuscht zur Philosophie wechseln. Zeuge seiner wilden, grellen Kunst dieser Tage sind die Wandgemälde seiner Berner Studentenmansarde. Das Dilemma „Soll ich malen oder schreiben? Es drängt mich zu beidem“ beschäftigte Dürrenmatt lange und er malte noch weiter, nachdem die Entscheidung längst gefallen war.

Frühe Texte blieben ohne nennenswerten Erfolg. Doch dann ging es rasant: Der Kriminalroman Der Richter und seinHenker, den der mittlerweile verheiratete Familienvater aus Geldnot schrieb, brachte 1950 Ruhm und finanzielle Sicherheit - eine intelligent konzipierte, verstörende Geschichte über Gut und Böse und das Bemühen des Kommissar Bärlach, Recht und Gerechtigkeit in einer zutiefst unmoralischen Welt herzustellen. Mit Der Besuch der alten Dame kam 1956 auch ein Welterfolg auf der Bühne: Die ehemals von ihrem Dorf verratene Claire Zachanassian kehrt als reiche Frau zurück und reüssiert mit ihrer Rache dank der manipulativen Wirkung ihres Geldes auf schlechte Menschen in einer schlechten Welt.

Moralische Verantwortung des Individuums in einer unmenschlichen Welt

Die Frage „Was macht den Menschen human?“ - Friedrich Dürrenmatt beantwortet sie mit dem Gegenentwurf, lässt seine Figuren Unmenschliches tun, morden, zerstören, schuldig werden.

Seine Schauplätze sind Orte wie das Irrenhaus als Gleichnis für eine Welt, die irr geworden ist und in der nicht mehr deutlich wird, wer normal ist und wer verrückt. In seinen Stücken, in seiner Prosa erschafft er Gegenwelten, Labyrinthe, seinen eigenen Kosmos, der allzu oft der Verdammnis preisgegeben wird. Unerbittlich bedient er sich dabei der Macht des Zufälligen, denn „Je planmäßiger der Menschvorgeht, umso wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.“

In seinem Arbeitszimmer in Neuchâtel entstehen Dürrenmatts Texte in akribischer Arbeit: Schreiben, korrigieren, Seiten zerschneiden, neu zusammensetzen, kopieren. Ein fertiger Abschnitt bedarf bis zu zehn Versionen. Von fertigen Werken erstellt er oft unterschiedliche Fassungen. Trotzdem sind da die Selbstzweifel beim Schreiben. Bei der Auseinandersetzung mit seinem Schaffen entsteht sein rückhaltlos offenstes Buch, die Stoffe, als Resultate seines Denkens.

„Ich gehe auf keine Demonstration. Ich bin selber eine.“ So polterig Dürrenmatt auch auftrat, ins Rampenlicht drängte der im Umgang mit Persönlichem zurückhaltende Autor nicht. Sein sinnlicher Lebensstil allerdings, der wirkt, zucker- und herzkrank wie er ist, wie das groteske Verhalten seiner eigenen Figuren.

Heute gelten seine Stücke dramaturgisch oft nicht mehr zeitgemäß, aber die visionäre Tiefe seiner Texte wirkt bis heute nach.

Und diese Schlagkraft seines Denkens macht Friedrich Dürrenmatt für seine heutigen Leser immer noch so aktuell: Er ist der Schriftsteller, der wie ein Meteor, als flüchtige Erscheinung, bleibende Spuren hinterlässt.

„Das Schlimmste, das ich mir vorstellen kann, ist, dass ich an einer Buchhandlung vorübergehe und dort im Fenster ein Büchlein sehe mit dem Titel ‚Trost bei Dürrenmatt‘. Dann muss ich sagen: Jetzt bin ich fertig“.

Dürrenmatts Schreckensbild hat sich bisher nicht bewahrheitet. Sein Werk fordert ungemindert die Ethik des Einzelnen im Gegensatz von allgemeiner Gerechtigkeit und der Freiheit des Individuums heraus.

Lebenslauf

  • 1921
    Friedrich Reinhold Dürrenmatt wird am 5. Januar in Konolfingen, Kanton Bern geboren.
    Sein Vater ist evangelisch-reformierter Pfarrer in der Heimatgemeinde.
  • 1935
    Umzug der Familie nach Bern.
    Besuch des Freien Gymnasiums Berns, dann des Humboldtianums.
  • 1941
    Studium der Literatur und Philosophie in Bern und Zürich bis 1946.
    Parallel erste schriftstellerische Versuche und Publikationen.
  • 1946
    Friedrich Dürrenmatt heiratet am 12. Oktober die Schauspielerin Lotti Geißler.
    Zwischen 1947 und 1951 kommen Sohn Peter und die Töchter Barbara und Ruth zur Welt.
  • ab 1947
    Uraufführungen früher Theaterstücke in Zürich und Basel. Dürrenmatt selbst verfasst Theaterkritiken für Zeitungen.
  • ab 1950
    Verschiedene Hörspiele Dürrenmatts laufen in deutschen Rundfunksendern. Die ersten Kriminalromaneerscheinen als Fortsetzungsgeschichte in einer Schweizer Zeitschrift.
  • 1952
    Bezug des eigenen Hauses in Neuchâtel.
  • 1956
    Am 29. Januar wird  Der Besuch der alten Dame am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt.
    Dürrenmatt erreicht damit als Dramatiker Weltruhm. Zahlreiche weitere Stücke entstehen in den nächsten Jahren, darunter 1962 mit Die Physiker noch ein Hauptwerk.
  • 1958
    Der nach dem Drehbuch Dürrenmatts entstandene Film Es geschah am hellichtenTag mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe startet in den deutschen Kinos.
  • ab 1967
    Dürrenmatt inszeniert Ur- und Wiederaufführungen seiner Stücke.
  • 1976
    Erste Ausstellung von Bildern und Zeichnungen Dürrenmatts in Neuchâtel.
  • ab 1980
    Dürrenmatts Auseinandersetzung mit seinem Schreiben und Denken beginnt, das Stoffe-Projektals Spätwerk entsteht. Weitere Prosa.
  • 1983
    Dürrenmatts Ehefrau Lotti stirbt am 16. Januar.
  • 1984
    Dürrenmatt heiratet am 8. Mai die Schauspielerin und Filmemacherin Charlotte Kerr.
  • 1986
    Verleihung des Georg-Büchner-Preises.
  • 1990
    Friedrich Dürrenmatt stirbt am 14. Dezember 1990 in Neuchâtel.

Werke (Auswahl)

Prosa und mehr

  • 1943 Weihnacht. Erzählung.
  • 1950 Der Richter und sein Henker. Kriminalroman.
  • 1951 Der Verdacht. Kriminalroman.
  • 1952 Die Stadt. Prosa I-IV (enthält Der Tunnel, entstanden zwischen 1942 und 1946).
  • 1955 Grieche sucht Griechin. Eine Prosakomödie.
  • 1956 Die Panne. Eine noch mögliche Geschichte.
  • 1958 Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. Nach dem Drehbuch zu Es geschah
  •         am hellichten Tag.
  • 1970 Sätze aus Amerika.
  • 1976 Zusammenhänge. Ein Essay über Israel.
  • 1981 Stoffe.
  • 1985 Minotaurus. Eine Ballade; ebenfalls: Justiz. Roman.
  • 1986 Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter. Novelle in 24 Sätzen.
  • 1989 Durcheinandertal. Roman.
  • 1990 Turmbau. Stoffe IV-IX, Labyrinth. Stoffe I-III (Neuauflage).
  • 1992 Gedankenfuge. Fortführung der Stoffe.
  • 1995 Der Pensionierte. Fragment eines Kriminalromans;
  • 1997 mit einem möglichen Schluss von Urs Widmer.    

Theaterstücke

  • 1947 Es steht geschrieben. Ein Drama.
  • 1949 Romulus der Große. Eine ungeschichtliche historische Komödie in 4 Akten.
  • 1952 Die Ehe des Herrn Mississippi. Eine Komödie in 2 Teilen.
  • 1953 Ein Engel kommt nach Babylon. Eine Komödie in 3 Akten.
  • 1956 Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie.
  • 1959 Frank der Fünfte. Oper einer Privatbank
  • 1962 Die Physiker. Eine Komödie in 2 Akten.       
  • 1966 Der Meteor.Eine Komödie in 2 Akten.    
  • 1970 Titus Andronicus. Eine Komödie nach Shakespeare.
  • 1983 Achterloo. Eine Komödie.

Hörspiele

  • 1950 Der Prozeß um des Esels Schatten.
  • 1956 Die Panne.
  • 1957 Abendstunde im Spätherbst.

Dürrenmatt im Jubiläumsjahr 2021

Den 70. Geburtstag im Januar 1991 wollte Friedrich Dürrenmatt auf einer Weltreise erleben, fernab von der Schweiz, um Medienrummel und Festivitäten möglichst aus dem Weg zu gehen. Sein Tod nur einige Wochen zuvor ließ es anders kommen.

Wie er nun, dreißig Jahre später, den Feierlichkeiten zu seinem 100. Geburtstag begegnen würde, lässt sich nur erahnen. Dass viele Veranstaltungen coronabedingt ausfallen müssen, verleiht dem Festprogramm allerdings eine makabere Nähe zu Dürrenmatts groteskem Humor.

Unter dem Motto Friedrich Dürrenmatt: 100 Jahre Ans Anni Onns findet das Gros der Events in Friedrich Dürrenmatts Heimatland, der Schweiz, statt. Auf der Website der Schweizerischen Nationalbibliothek zum Jubiläum und auf der Verlagshomepage des Diogenes-Verlags erhält man eine Übersicht des mit Ausstellungen, Aufführungen, Lesungen und Diskussionen breitgefächerten Angebots. Auch Termine in Deutschland werden berücksichtigt. Generell können Covid-19 geschuldet zurzeit aufgrund Reise-, Sicherheitsbeschränkungen und Lockdown nur bedingt verlässliche Angaben gemacht werden.

Der Nachlass Friedrich Dürrenmatts, den er 1990 der Schweizerischen Eidgenossenschaft geschenkt hat, wird durch zwei Institutionen der Schweizer Nationalbibliothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Schweizerische Literaturarchiv SLA beherbergt den literarischen Nachlass des Schriftstellers. Im Centre Dürrenmatt Neuchâtel CDN werden seine Bilder aufbewahrt und im Dialog mit seinen Texten ausgestellt. Das CDN wurde 2000 eröffnet und integriert als moderner Museumskomplex das ehemalige Wohnhaus Friedrich Dürrenmatts. Seit August 2020 ist das Centre Dürrenmatt für Renovierungsarbeiten geschlossen. Nach der geplanten Wiedereröffnung am 24. Januar 2021 bietet die Dauerausstellung Friedrich Dürrenmatt - Schriftsteller und Maler mit vielen multimedialen und interaktiven Elementen den Besuchern auf ganz neue Weise die Möglichkeit, die Vielseitigkeit des verstorbenen Hausherrn, sein Leben und Werk eigenständig zu entdecken. Mit Dürrenmatts Bibliothek und seinem Büro werden zudem weitere frühere Wohnbereiche begehbar. Im Laufe des Jubiläumsjahres finden darüber hinaus zahlreiche Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen statt.

Eine sehr persönliche Begegnung mit dem Maler Dürrenmatt ermöglicht der Besuch der Dürrenmatt-Mansarde in Bern: Der Dachgeschossbereich mit den von Friedrich Dürrenmatt in seiner Studentenzeit bemalten Wänden kann nach Terminabsprache (Verein Dürrenmatt-Mansarde) bei Führungen besichtigt und sogar für Übernachtungen gemietet werden.

Auch die Medien schenken dem Jubiläum Beachtung: Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) beteiligt sich mit dem multimedialen Themen-Schwerpunkt Ein Jahrhundert Friedrich Dürrenmatt vom 11.12.2020 bis 08.01.2021; dabei erinnern Online-Sondersendungen, Beiträge, Hörspiele und Verfilmungen an den Autor. Im Deutschlandfunk läuft am 9.1.2021 die Lange Nacht über Dürrenmatt. Die Ausgabe von DU-Die Zeitschrift der Kultur widmete sich unter dem Titel Kosmos Dürrenmatt im Oktober ebenfalls dem Schriftsteller. Die aktuelle Sondernummer von Passim, dem Bulletin des Schweizerischen Literaturarchivs, 100 Jahre Friedrich Dürrenmatt,vermittelt literaturwissenschaftliche Aspekte aus der Dürrenmatt-Forschung. In Buchform macht das ebenso das bei Metzler erschienene Dürrenmatt Handbuch Leben-Werk-Wirkung.

Schließlich und vor allem liefert der 100. Geburtstag Friedrich Dürrenmatts den Anlass, ihn mit seinem Werk neu- oder wiederzuentdecken; dazu bietet Dürrenmatts Verlag Diogenes mit interessanten Publikationen gleich mehrfach die Gelegenheit - allumfassend mit der revidierten und im neuen Design erscheinenden Werkausgabe in 37 Bänden; persönlich, durch Friedrich Dürrenmatt. Eine Biographie von Ulrich Weber, dem Kurator des Nachlasses von Dürrenmatt im SLA, der erstmalig das ganze Leben und Werk darstellt; intensiv, durch das Stoffe-Projekt, Dürrenmatts intime Auseinandersetzung mit seinem eigenen Schaffen und Denken.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Steidl erscheint Wege und Umwege mitFriedrich Dürrenmatt. Das bildnerische und literarische Werk im Dialog,eine Veröffentlichung des CDN.

Im März kommt als besondere Form der Ehrung die Sonderbriefmarke 100 Jahre Dürrenmatt heraus.

von Kirsten Kohlbrei (01.2021)
Foto Friedrich Dürrenmatt: © Kurt Strumpf /AP Photo / Keystone
Foto Neuchâtel: istock.com / Bogdan Lazarem

Film & Kino:
The Crown - Staffel 3

Die Queen in ihrer vordergründig repräsentativen Rolle ist eine zeitgeschichtliche Ikone, sodass der Erfolg der seit 2016 bei Netflix laufenden Serie „The Crown“ nicht verwundert. Die dritte Staffel markiert allerdings einen Umbruch: Die Royal Family ist in den 60er-Jahren angekommen und viele Rollen werden neu besetzt, da auch die Blaublüter nicht vor dem Altern gefeit sind. Titel-Motiv: © Des Willie / Netflix

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