Kleines Herz, großes Glück

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2016, Seiten: 400, Übersetzt: Katharina Naumann

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Kathrin Plett
Ist Karriere wirklich alles?

Buch-Rezension von Kathrin Plett Mai 2016

Für manche Menschen gibt es nichts erfüllenderes als im Job weiterzukommen und Stufe um Stufe die Karriereleiter hinaufzuklettern. Was kann es schöneres geben als zunächst die Anerkennung der Chefs zu bekommen, später vielleicht selbst Chef zu sein und dann irgendwann ganz oben mit an der Spitze zu stehen. Dass man da in anderen Bereichen wie etwa der Familie oder der Beziehung zu Freunden und Bekannten zurückstecken muss, ist da nur ein kleiner Preis, den man für den großen Erfolg zahlen muss. So denkt auch Charlie, der kurz davor steht in der Anwaltskanzlei, in die er jede Sekunde seiner Zeit investiert, zum Partner befördert zu werden. Das sein kleiner Sohn zuhause auf ihn wartet und er ihn nur selten sieht, stört ihn wenig. Um zu merken, dass es auch anders geht, muss erst die schlimmste Katastrophe eintreten, die es für Charlie geben kann...

Seit zwei Jahren ist Charlie Witwer. Seine Frau Mira starb bei einem tragischen Flugzeugabsturz, seitdem ist er mit seinem fünfjährigen Sohn Caleb alleine. Seine Trauer versucht der Anwalt mit Arbeit zu betäuben. Dass er einen Sohn hat, der ihn nach dem Tod der Mutter mehr denn je braucht, bemerkt er gar nicht. Schließlich gibt es da ja Zadie, seine Zwillingsschwester, der er gerne die Erziehung seines Sohnes überlässt.

Erst als er seinen Job verliert, ist er gezwungen, endlich die Verantwortung für seinen Sohn zu übernehmen. Aber das ist nicht so einfach: Caleb trägt am liebsten pink und rosa, hat ein morbides Interesse an Naturkatastrophen und würde am liebsten jeden Tag ein rosa Tutu tragen. Das nur er eine besten Freunde sehen kann, macht die Sache auch nicht einfacher. Erst nach und nach erkennt Charlie, welch große Chance sich ihm bietet und dass er von Caleb viel mehr lernen kann, als er je vermutet hat.

Cristina Alger studierte Jura in Harvard und an der New York University. Sie war als Anwältin tätig, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt mit ihrer Familie in New York.

In ihrem Roman Kleines Herz, großes Glück schreibt Christina Alger die Geschichte vom Karrieremenschen Charlie, der erst seinen Job verlieren muss um zu bemerken, wie viel das Leben zu bieten hat und was es heißt, einen fünfjährigen Sohn zu haben. Doch das ist noch längst nicht alles, denn Charlie muss sich auch mit der anstehenden Heirat seiner Schwester Zadie arrangieren, die dann als Babysitter und Haushaltshilfe wegfällt. Wovon Charlie zunächst nichts ahnt: Für die anstehende Hochzeit hat sich Zadie in den Kopf gesetzt, dass er Kontakt zum gemeinsamen Vater aufnehmen soll, den er bisher eisern verweigert. Geschickt lotst sie ihn in das teure Anwesen, wo Charlie schließlich feststellen muss, dass seine Meinung über seinen Vater vielleicht doch nicht ganz begründet ist. Dass er dort zusätzlich auf eine seiner früheren Freundinnen trifft, die gleichzeitig die Tochter der neuen Lebensgefährtin seines Vaters ist, macht die Sache nicht unbedingt einfacher.

Gefühlvoll und mit viel Humor beschreibt Alger die Entwicklung Charlies vom Workaholic zum liebevollen und fürsorglichen Vater. Aus der Perspektive ihres Protagonisten erzählt fällt es nicht schwer, sich in die Figuren hineinzuversetzen und ganz in die Geschichte einzutauchen. Auch wenn die Handlung jetzt nicht neu und das Ende sehr vorhersehbar ist, macht es dennoch Spaß, die Geschichte zu lesen und Charlie bei seinem Prozess vom knallharten Anwalt zum Supervater zu begleiten.

Alles in allem ein gelungener Roman, der sich gut als Abendlektüre oder zum Entspannen zwischendurch eignet.

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