Das Regenmobil

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«Hallo, meine kleinen Vögelchen. Ich heiße Paul Chowder, und ich sitze hier im blendenden Mittagslicht neben dem Hühnerstall und erzähle euch von den Dingen, von denen erzählt werden muss. Ihr wisst schon: Liebe, Ruhm, das Nichts, versunkene Kathedralen und das selbstfahrende Regenmobil von Sears.» Paul ist Dichter (mäßig erfolgreich), und er vermisst seine Exfreundin Roz, die ihn verlassen hat. Die «Versunkenen Kathedralen» sind von seinem Lieblingskomponisten Debussy, er hat sie einst als Junge auf dem Fagott gespielt. Das, leider, hat er längst verkauft. Um seinem Leben wieder Sinn zu geben und seinen drohenden Fünfdundfünfzigsten zu vergessen, besorgt er sich eine akustische Gitarre und sattelt auf Pop- und, vor allem, Protestsongs um. Er weiß nicht, was ihm mehr zuwider ist: Amerikas Drohnenkrieg oder Roz' neuer Freund. Während er auf seinem alten Bauernhof in Maine darüber nachdenkt, erheitern allerlei tröstliche Alltagsvergnügen sein schwankendes Gemüt: sein Traum-Rasensprenger, die Saiten seines Eierschneiders, die einen fast perfekten Mollakkord ergeben, ein Workoutprogramm mit Pfiff sowie einige Experimente mit Tabak … «Das Regenmobil» ist ein bezaubernder Monolog, gespickt mit musikalischen Referenzen von Debussy über Tracy Chapman bis hin zu Paul selbst, vorgetragen mit dem typischen sanften Baker'schen Humor und gewürzt mit den dezenten Lehren jener praktischen Alltagsphilosophie, die Bakers großer menschlicher Weisheit entspringt.

Das Regenmobil

, Rowohlt

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