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Nach dem internationalen Bestseller «Die Einsamkeit der Primzahlen» folgt nun der lange erwartete zweite Roman von Paolo Giordano. Es ist ein existenzielles Buch voll emotionaler Kraft, ein Meisterwerk über das Entstehen von Gefühlen. Eine Truppe junger Soldaten bricht nach Afghanistan auf. Sie chatten und telefonieren mit ihren Freundinnen und Frauen zu Hause, sehnen sich nach dem Vertrauten und sind doch auf der Suche nach neuen Thrills. Was geht in Menschen vor, die sich in einen Krieg begeben? Die Fremde, die lauernde Gefahr, der Alltag in extremen Verhältnissen verändert sie. Und plötzlich müssen sie Entscheidungen treffen, deren Folgen sie ihr Leben lang nicht mehr loslassen werden. Sie kehren zurück in eine ihnen fremd gewordene Welt. Wie können sie die, nach denen sie sich aus der Ferne sehnten, noch lieben? Mit der ihm eigenen Direktheit und Präzision entwirft Giordano in seinem grandiosen zweiten Roman einen durch die neuen Kriege unseres Jahrhunderts zutiefst erschütterten Gefühlskosmos, in dem Männer und Frauen sich neu wahrnehmen müssen, um wieder zueinander zu finden.

Der menschliche Körper

Der menschliche Körper

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Letzte Kommentare:
01.04.2015 17:19:52
deep read

Es ist ihr erster Militäreinsatz. Es riecht nach Abenteuern und Testosteron. An den Tod denkt niemand, schließlich kommt man in friedlicher Absicht. Doch dann entwickelt sich die Krisenintervention in Afghanistan für die italienischen Soldaten zum Alptraum. Einige von ihnen (oder Teile von ihnen) werden im Leichensack zurückkehren. In "Der menschliche Körper" beschreibt Paolo Giordano den Krieg mit so erschütternder Intensität, dass einem schlecht werden kann. Und das ist gut so!

Wer das Buch aber erstmals in die Hand nimmt, der könnte etwas missverstehen. Man kann zwar gerade noch erahnen, dass der junge Mann auf dem Cover ein Barett trägt, die innige Szene deutet aber eher auf ein Liebes- als auf ein Kriegsdrama hin. Vielleicht wollten Giordanos Verleger im In- und Ausland die Fans seines gefühlvollen Bestseller-Debüts “Die Einsamkeit der Primzahlen” nicht verschrecken. Die Frage ist, ob sie dem Zweitling mit dieser Trojanischen Pferd-Taktik wirklich einen Gefallen tun oder ob der ein oder andere Leser angesichts falscher Erwartungen nicht enttäuscht sein wird.

Die fiktive Handlung beschreibt die Erlebnisse des dritten Zuges der Kompanie Charlie, die im Distrikt Gulistan der Provinz Farah stationiert ist. Nervös flackert die personale Erzählperspektive dabei zwischen den Truppenmitgliedern hin und her. Gerade am Anfang ist das verwirrend. Wenn man aber erst einmal durchgestiegen ist, wer hier wer ist, entwickelt gerade diese komplexe Vielstimmigkeit eine unaufhaltsame Wucht. Es gibt Hauptfiguren, Nebencharaktere, gesichtslose Statisten, die nicht mehr als ein Name bleiben. Zusammen bilden sie einen kollektiven Körper, der schwitzt, rülpst, verdaut. “Unter ihnen herrscht vollkommene Freiheit, eine fast obszöne Freiheit, für sie alle ist der Körper der anderen nicht weniger vertraut als der eigene.” Und doch bleibt jeder über diese dinghafte Verbundenheit der Leiber hinaus allein und auf sich gestellt.

Wer Stanley Kubricks “Full Metal Jacket” gesehen hat, kennt das Gefühl: Man weiß, es ist großes Kino, aber man will den Film trotzdem kein zweites Mal sehen, weil er einen fertig macht. Auch Giordano gelingt es, den Leser etwas spüren zu lassen, was sich wie Hohlspitzgeschosse in den Eingeweiden anfühlt. Mein Unbehagen rührte vor allem daher, dass es keine wirklichen Sympathieträger im Roman gibt. Giordanos Soldaten muss man erst lernen zu lieben, denn sie sind Großkotze, Feiglinge, Verräter – weil sie jung sind, formbar, unerfahren. Das macht sie so unglaublich nahbar und authentisch. Der Krieg hat schon immer das Beste und das Schlechteste im Menschen hervorgebracht. Dieses Buch ist eine Waffe, die Wunden schlägt.

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