Fallers große Liebe

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • München; Zürich: Piper, 2010, Seiten: 199, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 2011, Seiten: 199, Originalsprache

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»Nehmen Sie auch eine ganze Bibliothek?« Eines Tages steht Faller bei ihm im Laden. Neugierig sieht sich der junge Antiquar Alexander Storz die Sammlung an, alles Kostbarkeiten, Erstdrucke. Sie kommen ins Gespräch – und spontan unterbreitet ihm Faller ein Angebot: »Begleiten Sie mich auf eine Reise. Sie fahren, ich bezahle Sie.« Schon am nächsten Tag gleiten die beiden in einem dunkelgrünen Jaguar dahin. Über das Ziel lässt ihn der unergründliche Faller im Dunkeln, und Storz versucht ein Muster, eine Idee hinter den Orten zu erkennen, die sie anfahren. Geht es hier um eine Schuld? Um Rache oder die Liebe? Je länger sie unterwegs sind, je länger sie über das Leben und die Liebe reden, desto klarer wird Alexander, dass er endlich Gewissheit über Agnes bekommen muss, seine eigene große Liebe.

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Letzte Kommentare:
01.09.2015 18:30:33
Bruno Walther

Das Buch ist unterhaltsam zu lesen mit einer überraschenden Wendung am Ende. Die geschäftlichen Überlegungen des jungen Antiquars fand ich sehr interessant sein ehrfürchtiges Staune in Fallers Bibliothek kann ich gut nachvollziehen. Auch die Befangenheiten im Umgang zwischen reichem bildungsbeflissenem Mann und mittellosem abhängigem Akademiker und Erinnerungen an 68er-WG sind amüsant dargestellt

Ansonsten hat mir das Buch nicht gefallen:
Zu viele Autofahrten in Nobelkarossen, zuviel Alkoholmissbrauchbar (veredelt durch hohe Flaschenpreise?), zuviel Blickkontakt mit unheimlich attraktiven Frauen, zuviel Bettgeräusche durch dünne Wände im Luxushotel, zu detailreicher Sex auf dem Zürichsee (zum Glück ist man beruhigt, dass die Hose nicht bekleckert wurde.)
Für mich ist der Herr Schaller ein unsympathischer Geldmensch, und seine in gutsherrlicher Willkür verstreuten Wohltaten ändern daran nichts. Ästhetik und Moral und selbst der eigene stilvoller Abgang, alles anscheinend bei voller Brieftasche bestens zu arrangieren. Ich finde das alles einfach unappetitlich.
Dass einem die Hauptfigur unsympathisch ist ja nun kein Grund, ein Buch nicht gut zu finden: Aber ich konnte keine ironische Distanz des Autors zu seinem Helden feststellen, keine Demontage seines Helden oder Kritik an den Verhältnissen, in denen solche Helden gedeihen – vielleicht habe ich das auch überlesen. Dass ein Mann mit unheilbarem Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium, sich so locker und ohne merkbare Beschwerden herumkutschieren lässt, ohne sich etwas anmerken zu lassen, erscheint mir auch ziemlich unglaubwürdig, für mich ist das jedenfalls keine angemessene Darstellung des nahenden Todes, eine Situation die doch auch mit Erschrecken und Verzweiflung verbunden ist.

03.03.2015 18:04:29
Fräulein Mia

Mit "Fallers große Liebe" zeigt sich Thommie Bayer in bekannter Qualität, ein bisschen reifer und ruhiger vielleicht.
Das Thema: Die Liebe. Auch das überrascht nicht. Wer Bayer kennt, weiß, dass es die Suche nach einer verlorenen Liebe ist, die die Protagonisten in seinen Büchern immer wieder herausfordert.
Kaum ein anderer deutschsprachiger Autor kann so über die Liebe schreiben - ehrlich und direkt und dabei nicht kitschig oder klebrig. Man sollte sich wünschen, dass mehr Männer den Mut hätten, so zu schreiben.Die Hauptfiguren - zwei Männer und ein Auto - fahren quer durch Deutschland und kommen sich und ihrer Geschichte und damit der unausweichlichen Konfrontation mit sich selbst immer näher. Die Spannung, die mit der Frage einhergeht, warum Faller ausgerechnet Alexander auf diese Fahrt mitnimmt, bleibt bis zur letzten Seite bestehen.Das Setting hat mir gut gefallen, die Reise durch Deutschlands schönste Universitätsstädte auch. Wer Bücher liebt kommt hier zudem voll auf seine Kosten, denn man kriegt en passant noch ein paar Leseempfehlungen zwischen die Zeilen gelegt. Man kann das als Namedropping abtun - ich für meinen Teil hab mir zwei Bücher bestellt, die Alexander von den diversen Buchhändlerinnen empfohlen bekommt und bin schon ganz gespannt.Ein bisschen mehr Zeit hätte ich mir und dem Buch allerdings gewünscht - manchmal hatte ich das Gefühl, mein eigenes Lese- und Mitfühltempo konnte mit dem des dunkelgrünen Jaguars nicht mithalten. Und plötzlich waren Faller und Alexander nur noch ein Blinken am Horizont.Fazit: Spannend, berührend, unterhaltsam - schön.

Film & Kino:
Emma

Im Frühjahr ist mit „Emma.“ eine neue Adaption eines der Spätwerke der bedeutenden englischen Schriftstellerin Jane Austen in Deutschland angelaufen. Setting der Handlung ist - wie stets bei Austen - das ländliche England mit den Vertretern der „Gentry“, der Schicht des Landadels. Titel-Motiv: © Box Hill Films / Focus Features

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