Ich bin da

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Mailand: Feltrinelli, 2001, Titel: 'Montedidio', Seiten: 142, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004, Seiten: 127, Übersetzt: Annette Kopetzki
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005, Seiten: 127

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"Ich bin da" erzählt vom Abschied von der Kindheit. Mit einer selten gewordenen Leichtigkeit und Eleganz zeichnet der Roman die ersten tastenden Schritte der Selbstvergewisserung eines 13-jährigen nach. Mit dem Eintritt in eine Lehre als Schreinergehilfe beginnt der Junge dazuzugehören zur großen Arbeits- und Männerwelt. Das macht ihn stolz, und es gibt ihm auf eine kindliche, ursprüngliche Art Kraft, die er auf einen ihm von seinem Vater geschenkten Bumerang überträgt. Mit ihm in der Hand meint er, selbst fliegen zu können.

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Letzte Kommentare:
09.03.2015 08:32:39
Romeo Schmid

Mit einer kindlich-naiven, der Erwachsenenwelt entgegentaumelnden Optik und in einer an schlichter Schönheit nicht zu übertreffenden Sprache lässt de Lucca die fragmentarischen Tagebuchaufzeichnungen eines Dreizehnjährigen lebendig werden. Da wächst - vom Ich-Erzähler selbst noch unbemerkt - eine Kraft heran, die nicht nur für den einen Bumeran-Wurf reichen wird, sondern Hoffnung entstehen lässt, das Elend von Montedidio wenn nicht verlassen, so doch bewältigen zu können.
Wenn der alte Jude im Scheine einer Kerze seine Zwiebel schält, so glaubt man auch, dass er am Schluss mit seinen eigenen Flügeln nach Jerusalem fliegen wird. Ein unglaublich poetisches Buch; unbedingt empfehlenswert.

17.01.2013 13:10:57
tedesca

Dieses Buch hat sowohl sprachlich als auch inhaltlich viel zu bieten. Die knappe Erzählweise in Form von Tagebuchaufzeichnungen eines 14-Jährigen beschränkt sich einerseits auf die unmittelbare Umgebung des Buben im Neapel der 60er-Jahre, lässt aber dann doch auch viele Rückschlüsse auf die Geschichte der Nebenfiguren zu, das ist wirklich faszinierend. Ich mag die Geschichte von Don Raffaniello, in dessen Buckel sich eigentlich Flügel befinden, die ihn von seinen Leiden wegtragen sollen ins Gelobte Land.
Wirklich atmosphärisch sind die sparsamen Beschreibungen der Stadt Neapel, der Weihnachtsbräuche, des Lebens der armen Leute. Und natürlich gibt es noch die Liebesgeschichte mit Maria, die beschließt, sich nicht länger von ihrem Vermieter missbrauchen zu lassen.
Ich verrate hier keine großen Geheimnisse, es geht in dem Buch nicht um Spannungsmomente, diese Themen kommen von Anfang an vor, entrollen aber ganz gemächlich ihre Details. Und das in einer poetischen Schlichtheit, die immer wieder genau das Wesentliche trifft.

Im Klappentext wird L'Express zitiert: "Ein Roman wie eine Skulptur, gemeißelt aus Schönheit und Schmerz."

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