Die Schwester

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Freiburg: Audiobuch, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Heikko Deutschmann, Bemerkung: Gekürzte Lesung
  • Budapest: Révai, 1946, Titel: 'A nővér', Seiten: 301, Originalsprache

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Birgit Borloni
Von Liebe, Leid und Schmerz

Buch-Rezension von Birgit Borloni Sep 2011

Von Liebe, Leid und Schmerz

Während des Zweiten Weltkriegs trifft der Ich-Erzähler an Weihnachten in einer kleinen Pension in den transsilvanischen Bergen den berühmten Komponisten Z, den er flüchtig kennt. Z. steht schon seit Jahren nicht mehr auf der Bühne, seit er sich von einer geheimnisvollen Krankheit erholt hat. Gerüchten zufolge war die Krankheit Folge seiner aussichtslosen Liebe zu der verheirateten E.

Der Selbstmord eines älteren Liebespaares in der Pension erschüttert den Ich-Erzähler zutiefst und so gerät er in ein erstes Gespräch mit Z. über die Liebe, Opfer und Religion. Monate später erhält er dann ein Manuskripts Z., das jener über seine Zeit der Krankheit verfasst hatte und das der Erzähler nun dem Leser zur Verfügung stellt. Somit wird der Rest der Geschichte aus der Sicht Z. erzählt.

Keine leichte Kost

Um eines gleich vorweg zu sagen: "Die Schwester" ist kein einfaches Buch, es kommt sehr sperrig daher und fordert einiges vom Leser, unter anderem Durchhaltevermögen. Man muss die Bereitschaft haben, sich auf die verschlungenen und manchmal auch verworrenen Gedankengänge des Pianisten Z. einzulassen, dami man Gefallen am Buch findet.

Es passiert wenig in diesem Roman. Nach den ersten ca. achtzig Seiten beginnt das Manuskripts Z.s und dieses spielt hauptsächlich in dem Krankenzimmer, in dem der Pianist während seiner Krankheit liegt. Dort ergeht sich Z. in ausschweifende Betrachtungen über das Wesen des Schmerzes, den von solchem wird er geplagt, über die Liebe, die Leidenschaft, die für alle Menschen ein Kreuz ist und setzt sich gezwungenermaßen mit seiner unglücklichen Liebe zu der verheirateten E. auseinander.

Über E. und ihren Mann erfährt man nicht viel und auch über die näheren Umstände ihrer Beziehung wird wenig gesagt. Ebenso bleibt etwas im Dunkeln, warum Z. so fasziniert von E. ist und warum er sich offenbar nicht von ihr lösen kann. So ist es manchmal durchaus schwierig, Verständnis für das Leiden Z.s aufzubringen. 

Wenig Personen – kaum Namen

Während des langen Heilungsprozesses stehen dem Patienten neben dem behandelnden Professors und eines Unterarztes besonders vier Krankenschwester zur Seite: Dolorissa, Charissima, Cherubina und Matutina. Diese vier Frauen sind übrigens die einzigen in dem Buch, die tatsächlich Namen haben, wenn auch klösterliche, da sie Nonnen sind, alle anderen Personen haben gar keine Namen, sondern werden mit ihrem Beruf oder anderen Charakteristika bezeichnet. Lediglich Z. und E. haben immerhin noch Buchstaben als Name.

Die Krankenschwestern werden im Laufe des Buchs immer wichtiger für Z., nicht nur, weil sie ihm nachts die schmerzlindernde Spritze verpassen. Als er nach langen Monaten der Behandlung schließlich auf dem Weg der Besserung ist, aber wieder droht einen Rückfall zu erleiden, ist es eine dieser Schwester, die ihm zeigt, wie er endgültig gesunden kann, wenn er möchte.

Wie bereits oben angemerkt, muss der Leser die Bereitschaft mitbringen, sich auf zunächst fremde und verschlungene Gedankengänge einzulassen, damit dieses Buch nicht zur Qual wird. Außerdem sollte man eine Neigung zu Philosophie oder zumindest zu philosophisch beeinflussten Texten haben, sonst wird man mit dem Text auch nicht viel anfangen können.

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