Dort, wo es rau und windig ist, manchmal eisig kalt, und wo ein großer Himmel alles überwölbt, wird 1959 Greta geboren. Nicht in einer Klinik – der Weg ist zu weit –, sondern mit Hilfe der Dorfhebamme in dem Landarbeiterhäuschen ihrer Großeltern. In diesem Landstrich an der Grenze zu den Niederlanden wächst das Mädchen auf, eingefügt in das Dasein ihrer Vorfahren, und doch gibt es Veränderungen – langsam, aber stetig schreiten sie voran. Straßen werden geteert, Fernseher und Wäscheschleuder halten Einzug, man schafft sich ein Moped und schließlich ein Auto an, ja insbesondere das Leben der Frauen ändert sich: Geburten, Mutterschaft, Familie, alles unterliegt dem Wandel. Anschaulich und atmosphärisch dicht zeigt Katrin de Vries: Die kleine Welt eines ostfriesischen Dorfes war eine große.


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