Stationen vergessenen Glücks

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An einem »sonnenüberstrahlten Tag im Juni« bricht Jakob Vrell von zu Hause auf und steuert das Café eines Freundes an. Jeden Schritt, jedes Wort, das er sagen möchte, hat er sich genau zurechtgelegt. Doch immer wieder lässt ihn etwas innehalten, Umwege einschlagen, in Gedanken abschweifen. Am Ende hat er das Café erreicht, ebenso wie die anderen Stationen vergessenen Glücks, aber auch die Erkenntnis gewonnen, dass Pläne nichts gelten, wenn das Leben dazwischenkommt.

Das Studium an der Kunstakademie brach Jakob Vrell ab, als das Familienerbe rief. Er übernahm das Lokal der Eltern und führte es erfolgreich, bis die Krise ihn aus der Bahn warf. Jetzt macht er sich auf den Weg durch München, besucht alte Weggefährten und zieht Bilanz. Was bleibt vom Leben, wenn die scheinbar vernünftige Entscheidung sich als ebenso brüchig erweist wie der einstige Traum vom Künstlerdasein? Was bleibt von Liebe und Freundschaft? Und was veranlasst einen, an genau diesem Leben festzuhalten?

Einen Vormittag, mehr braucht Friedrich Ani in dieser Erzählung nicht, um in seiner unnachahmlichen Art ein Leben, ein Milieu und die Verwicklungen der Seele aufscheinen zu lassen und miteinander zu verweben.

Stationen vergessenen Glücks

, Suhrkamp

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