Die Meerglas-Schwestern (Die Töchter von Skara 1)

Die Meerglas-Schwestern (Die Töchter von Skara 1)
Die Meerglas-Schwestern (Die Töchter von Skara 1)
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Monika Wenger
811001

Belletristik-Couch Rezension vonJul 2026

Ein tausend Jahre alter Fluch und seine Auswirkungen.

Der erste Band der mehrteiligen Reihe „Die Töchter von Skara“ beginnt mit einem Prolog, der ein Ereignis aus der Zeit um 2800 v. Chr. beschreibt. Der Ich-Erzähler berichtet darin von der Entführung seiner Töchter und beschwört einen Fluch herauf: Wenn die Steine je niedergerissen würden, würde die Familie desjenigen in alle Himmelsrichtungen zerstreut werden und nie mehr nach Hause finden.

Verbindungen

Skara im Jahr 1931: Iris, das älteste der vier Blackmore-Mädchen, sitzt auf einem der vier liegenden Steine auf der Landzunge Rubha Clachan. Sie denkt an die Sage der verschwundenen Töchter und ist traurig. Um ihren Onkel Ralph, den Bruder ihrer Mutter, zu finden, muss sie ihre Familie verlassen. Ihr Vater hat sich verspekuliert und sein ganzes Vermögen verloren. Der Tod seiner Ehefrau hat ihm dann gänzlich das Rückgrat gebrochen. Nun ist es an Iris, den verschollenen Onkel zu suchen und ihn um Unterstützung zu bitten. Alles was Iris bleibt, ist der Opal-Ring ihrer Mutter.

In der Gegenwart flüchtet Roz Chatton nach dem Tod ihrer Mutter vor ihrem gewalttätigen Stiefvater Richard nach London. Sie findet eine Anstellung als Kellnerin und versucht zur Ruhe zu kommen. Doch die Angst vor Richard lässt sie nicht los. Und tatsächlich verfolgt er sie. Er schickt ihr Mitteilungen auf ihr Handy, um sie daran zu erinnern, dass er weiß, wo sie ist. In einem Antiquariat entdeckt sie ein Landschaftsbild, das sie sich nicht leisten kann, das sie aber auch nicht vergessen kann. Immer wieder zieht es sie zu dem Bild. Dann erhält Roz die Möglichkeit, mehr über das Bild herauszufinden. Sie ergreift die Gelegenheit, auch um sich vor Richard zu verstecken.    

Eine ausgewogene Mischung

Der Auftakt zur „Töchter von Skara“-Reihe ist Eleanor Buchanan voll und ganz gelungen. Band eins der vierteiligen Serie ist sowohl spannend, als auch interessant und emotional. Iris‘ Reise führt von Schottland über Ceylon nach Australien. Roz‘ Reise führt von Australien über London nach Schottland. Die sich wechselnden Zeitebenen und Perspektiven sind abwechslungsreich und atmosphärisch erzählt. Außerdem sind die mystischen Stimmungen im Zusammenhang mit dem Fluch ein wesentliches Element der Geschichte. Nicht alles ist nachvollziehbar. Einige Stellen haben märchenhafte Züge, passen dennoch in das Geschehen. Mühelos kann sich der Leser in die unterschiedlichen Welten der beiden Protagonistinnen hineinversetzen.

Fazit

Die Geschichte von der Suche nach der eigenen Familiengeschichte überzeugt durch die Art und Weise, wie die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren hergestellt werden. Dafür sorgen auch die unterschiedlichen Zeitebenen. Der Fluch und seine Folgen sorgen für mystische Augenblicke. All dies ergibt beste Unterhaltung, bei der sich interessante Details rund um Kultur und Gesellschaft ergänzen und ausgezeichnet einfügen. Wer sich von zeitversetzten Familiengeschichten faszinieren lässt, wird hier reichlich belohnt.

Die Meerglas-Schwestern (Die Töchter von Skara 1)

Eleanor Buchanan, Blanvalet

Die Meerglas-Schwestern (Die Töchter von Skara 1)

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