Very Bad Company
- C. Bertelsmann
- Erschienen: April 2026
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Teambuilding mit Todesfall.
Champagner, Pool und Teambuilding – das Tech Start-Up Aurora lädt zum diesjährigen Führungskräfte Retreat in ein Luxushotel in Miami ein. Auf dem Plan stehen neben Präsentationen auch Spa-Behandlungen, Jetskiing, und luxuriöse Abendessen. Was nicht geplant war: am ersten Abend verschwindet eine der Führungskräfte. Wer wollte die Kollegin aus dem Weg räumen und warum? Schnell wird klar, hinter der Fassade des erfolgreichen Start-Ups wimmelt es nur so vor Konflikten, Affären und Geheimnissen. Vor der sommerlichen Kulisse entsteht ein Spiel rund um Macht, Geld und Intrigen.
Viele Geheimnisse, eins endet tödlich
Caitlin Levy, frisch als neue Head of Events bei Aurora eingestellt, hat den Schock über ihr unfassbar hohes Gehalt geradeso überwunden, als sie auch schon zum Firmenretreat in ein Luxushotel nach Miami eingeladen wird. Dort trifft sie das erste Mal auf die anderen Führungskräfte des Starts-Ups.
Da ist zunächst John Shiller, der exzentrische und unberechenbare CEO mit seiner Faszination für Winston Churchill und seiner persönlichen Assistentin, die ihn in wirklich allen Lebensbereichen unterstützt – ihn sogar morgens aus dem Bett holt und dabei meist noch seine neuste Affäre nach Hause schickt. Dass John Caitlin nur vage und ausweichende Antworten darauf geben kann, was genau ihre Funktion bei Aurora sein soll, irritiert sie zwar etwas, doch seine schillernde Persönlichkeit zieht sie zunehmend in den Bann.
Zusammen mit seiner Jugendfreundesgruppe gründete er einst das Tech-Start-Up, das sich seitdem rasant entwickelt hat. Doch was steckt hinter diesem großen Erfolg, ist wirklich alles so, wie es scheint? Schnell wird klar, alle Beteiligten haben ganz eigene Motive und scheuen sich nicht vor Täuschung und Verrat – und als eine Führungskraft verschwindet, stellt sich die Frage, wer von ihnen auch vor Mord anscheinend nicht zurückschreckt, um ein Geheimnis zu wahren.
Viele Figuren, wenig Spannung
Zwar sorgt die Fülle an handelnden Figuren zumindest am Anfang des Romans für etwas Verwirrung, dennoch sind sie durch die wechselnden Perspektiven stimmig charakterisiert, jedoch teilweise etwas überzeichnet. Für den Verlauf der Handlung tut dies nur bedingt gutes - alle sind so mit ihren eigenen Problemen, Geheimnissen, Affären und Intrigen beschäftigt, dass das Verschwinden einer der Führungskräfte die meiste Zeit des Buches wie eine einfache Randerscheinung erscheint, die lange nicht untersucht und erst spät aufgeklärt wird. Das Buch liest sich so fast mehr wie eine Charakterstudie, statt einer Suche nach der Ursache des Verschwindens.
Andererseits entsteht dadurch eine Leichtigkeit, wie sie typisch für einen klassischen Beach Read ist. Auch Sommergefühle finden sich in der Kulisse der Superreichen am Hotelpool, auf Jetskis und mit Cocktails in der Hand reichlich. Wer allerdings nach einer spannenden Geschichte sucht, wird hier vielleicht enttäuscht werden.
Fazit
Ein eindrucksvoller Einblick in die Welt der Reichen und ihrer Machtspiele mit vielen Sommervibes, dem es allerdings etwas an Spannung fehlt.

Emma Rosenblum, C. Bertelsmann

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