Die Einsamkeit der Primzahlen

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Mailand: Mondadori, 2008, Titel: 'La solitudine dei numeri primi', Seiten: 304, Originalsprache
  • Köln: Random House Audio, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Daniel Brühl
  • Köln: Random House Audio, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Daniel Brühl

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Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart. Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.

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Letzte Kommentare:
14.10.2011 09:05:23
tedesca

"Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano ist eine sehr tiefgehende Geschichte über zwei Menschen, die seit ihrer Kindheit zutiefst traumatisiert, ein Aussenseiterleben führen. Alice ist magersüchtig, Mattia verletzt sich selbst, um dem größeren Schmerz der Schuld und des Verlusts zu entgehen. Ihre Eltern resignieren, suhlen sich im Selbstmitleid oder einer übertriebenen Autorität, finden keinen Zugang zu ihren Kindern, die zunehmend vereinsamen. Bis sie als Teenager aufeinandertreffen und im anderen den einzig wahren Freund finden. Andere Beziehungen gehen die beiden nur schwer ein, und selbst diese wenigen Personen verschließen die Augen vor der offensichtlichen Realität. Ein Arzt, der Jahre braucht, um zu realisieren, dass seine Frau magersüchtig ist, lebt wohl auch mehr in der eigenen Wunschvorstellung, ohne sich rechtzeitig mit den komplexen Tatsachen zu konfrontieren, sich wirklich mit der Person an seiner Seite auseinanderzusetzen. Und wie er es dann letztendlich tut, sind seine Motive rein egoistischer Art, vermissen jegliches Einfühlungsvermögen.

Der junge Autor schafft Einblicke in zwei Leben, die für mich nur schwer nachvollziehbar sind. Den ganzen Schmerz, diesen selbstzerstörerischen Aspekt beschreibt er relativ trocken, aber nicht herzlos, sondern wertfrei wie eine gute Dokumentation, und trotzdem schwanken die Empfindungen zwischen Rührung, Traurigkeit und Ekel.

Ein Buch, das sehr gut geschrieben ist, das ich aber trotzdem nur sehr bedingt weiterempfehlen würde, weil es am Schluss einfach nur eine große Leere hinterlässt.

Gelesen wird es eigentlich ganz gut von Daniel Brühl, nur einmal mehr frage ich mich, ob sich da niemand drum kümmert, ob die Sprecher auch die Grundlegen der ursprünglichen Sprache beherrschen, in der ein Buch geschrieben wurde, sodass sie wenigstens die gängisten Namen richtig aussprechen können. Chiara zu Tschiara zu machen, finde ich krass und sehr störend, weil es doch immer wieder vorkommt. Abgesehen davon ist das Hörbuch durchaus brauchbar. Ob es jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, dass es gekürzt wurde, kann man schwer sagen, wenn man den Originaltext nicht kennt. Es gibt einige abrupte Abbrüche, von denen ich mir aber nicht sicher bin, ob die nicht eher Stilmittel als Kürzung sind.

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