Der Pfau weint

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Peking: -, 2003, Titel: 'Kongque de jiaohan', Seiten: 267, Originalsprache
  • Berlin: Aufbau-Verlag, 2005, Seiten: 247, Übersetzt: Karin Hasselblatt
  • Berlin: Aufbau-Verlag, 2007, Seiten: 247, Übersetzt: Karin Hasselblatt

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Die Schicksale von vier außergewöhnlichen Frauen und ein gigantisches Staudammprojekt. Mit "Der Pfau weint" erweist sich Chinas Bestsellerautorin als große Erzählerin wie unbestechliche Chronistin ihres Heimatlandes. Sie zeigt uns Menschen, die für die Anmut des Lebens kämpfen. Sie zeigt uns Frauen, die bereit sind, für ihre Würde zu sterben.

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Letzte Kommentare:
07.09.2014 07:03:22
Anne Zegelman

Vor gut einer Woche habe ich auf einem Flohmarkt dieses Buch entdeckt. Gekauft habe ich es, weil ich den Titel schön fand: "Der Pfau weint", das hat etwas Lyrisches. Ich habe kaum erwartet, dass die Erzählung mithalten kann mit dem Bild, das beim Lesen des Titels in meinem Kopf entstand. Doch sie konnte es.
Autorin Hong Ying zeichnet den Weg der Naturwissenschaftlerin Liu Cui nach, die sich auf die Suche nach ihren Wurzeln macht. Eigentlich will Liu nur ihren Ehemann, den Direktor eines großen Stauseeprojekts, besuchen. Doch als es zum Streit kommt, beschließt die junge Chinesin, in ihren Geburtsort, den Kreis Liang, weiterzureisen. Auch er soll bald in den Fluten versinken und ist bereits verwahrlost und verfallen. Hier begegnet sie Tante Chen, der früheren Freundin ihrer Mutter. Beide Frauen waren zeitgleich schwanger, das Band zwischen ihnen ist jedoch schon vor langer Zeit zerrissen - ausgerechnet in der Nacht, als Liu Cui und Tante Chens Sohn Yueming geboren wurden. Während Liu nach und nach ihre eigene Geschichte entrollt und alte Wunden aufbrechen, verstrickt sie sich zugleich immer tiefer in die dunklen Geheimnisse der Regierung. Bald weiß sie nicht mehr, wem sie vertrauen kann.
Autorin Hong Ying nimmt den Leser an der Hand und führt ihn mitten hinein ins farbenfrohe, laute Straßenchina:
"Sie bogen aus der Gasse in eine größere Straße ein und gingen Richtung Westen. Vorbei an Verkaufsständen, die dunklen, alten Schinken dort hängen hatten, bündelweise feuerroten Chili und Schnüre mit Knoblauch, wie man sie im Westen zum Schutz vor Vampiren aufhängen würde. In der Alten Stadt gab es an jeder Ecke einen Friseur, der Meister stand oft auf der Straße. Die Passanten begutachteten die Frisuren anderer, fassten aber kein Vertrauen zu den Friseuren, wenn sie zu billig waren; acht Mao für einfaches Kürzen, drei Kuai für eine Frisur." (51f)
Hong Ying ist eine von Chinas Bestseller-Autorinnen. Ihre Sprache ist sinnlich, klar und stark. Und ihre Wortbilder sind wunderschön subtil. Ganz leise schildert Ying die Gefühle zwischen Liu Cui und Yueming, ohne jemals das Wort "Liebe" zu benutzen. Das Buch hat eine ganz eigene Klangfarbe, die sich durch die gesamte Erzählung zieht und die von dem Farbton des Umschlags nahezu perfekt getroffen wird. So resümiert Liu Cui: "Alles wurde leer, und dann wurde die Leere voll." (194) Für mich ist Hong Ying kurz vor dem Jahreswechsel eine kleine Entdeckung.

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