Die chinesische Geliebte

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Taiwan: Erya Press, 1999, Titel: 'K', Seiten: 275, Originalsprache
  • Berlin: Aufbau-Verlag, 2004, Seiten: 270, Übersetzt: Martin Winter
  • Berlin: Aufbau-Verlag, 2005, Seiten: 269, Übersetzt: Martin Winter
  • Schwäbisch Hall: Steinbach, 2006, Seiten: 5, Übersetzt: Markus Hoffmann

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In China ein Skandal - bei uns ein Bestseller. "Die chinesische Geliebte" ist ein aufwühlender Roman um Liebe, Tod und Sinnlichkeit. Weltweit ganz oben auf den Bestsellerlisten, wurde er in China aufgrund seiner Freizügigkeit und seines authentischen Hintergrunds verboten. Voller Anmut und ohne Tabus erzählt Hong Ying von der Leidenschaft zwischen Julian Bell, dem Neffen Virginia Woolfs, und der unwiderstehlichen Schriftstellerin Lin. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs geraten beide in den Strudel der Geschichte und müssen um ihr Leben und um ihre Liebe kämpfen.

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Letzte Kommentare:
06.11.2014 06:50:13
Christina Schröder

Zwei Wünsche offenbart der junge Nachwuchsschriftsteller Julian Bell einer Krankenschwester auf dem Sterbebett: "Ich wollte eine wunderschöne Geliebte und in den Kampf ziehen. Beides war mir vergönnt. Ich sterbe zufrieden.", und erliegt kurze Zeit später seiner Kriegsverletzung. Zugegebenermaßen, wird damit das Ende des Romans und die Auffassung des Hauptprotagonisten bereits in Kapitel 1 vorweg genommen, zugleich wird jedoch der eigentliche Plot eingeleitet und in einem Strang bis zum Ende des Romans geführt.

1935 reist Julian Bell in die chinesische Stadt Wuhan, um dort als Professor Englische Literatur zu lehren. Er lernt die junge Chinesin Lin, die Frau des Dekans Cheng, kennen und aus dem anfänglichen intellektuellen Austausch zwischen Lin und Julian entwickelt sich schon bald eine intensive Liebesbeziehung, in der Julian eine gänzlich neue Kultur in der Praktizierung von Liebeskünsten und eigentümlichen Sichtweisen erschlossen wird. Zunächst beschränkt sich ihr Verhältnis auf die körperlichen Aktivitäten und das Erlernen sowie die Anwendung bestimmter Liebes- und Verführungstechniken. Im Verlauf der Handlung ändert sich jedoch das Bewusstsein beider Protagonisten und aus dem flüchtigen Verhältnis entsteht sowohl bei Julian als auch bei Lin ein Gefühl der gegenseitigen Zuneigung.

Im Verlauf der Handlung werden immer wieder Konflikte deutlich, die beide Liebenden aufgrund ihrer kulturellen Herkunft mit sich selbst austragen. Julian, der Schönling und Frauenheld, bei dem sich Frauen lediglich im Alphabet einreihen und Lin, die brave Ehefrau, die ihre Wünsche verschlossen hält und ihre einzigartige Stellung als Frau in einem von Männern dominierten Zweig als ausgesprochenes Privileg ansieht. Die Vorbehalte gegen das Individuum, das als Charakter in einer Kultur geformt und aus dieser hervorgeht, lassen sich sowohl bei Lin als auch bei Julian zu keiner Zeit gänzlich ausräumen und bleiben bis zum Ende des Romans bestehen.

Die chinesische Geliebte" ist ein sehr lesenswerter Roman, der Europäern Einblicke in eine andere Kultur gewährt und zwei gegensätzliche Welten in einer Liebesbeziehung miteinander vereint. Der Umgang mit der Sexualität erfolgt offen und direkt, wobei die gewählte Sprache zu keiner Zeit aufdringlich, obszön oder in anderer Weise unangemessen ist. Letztendlich versagt die Liebesbeziehung aufgrund bestehender kultureller und persönlicher Barrieren, was jedoch in Bezug auf die Handlung weder plötzlich noch unerwartet erfolgt.

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