Die Wahrheit der Dinge

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

- HC, 240 Seiten

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Wo beginnt Schuld, wo endet Gerechtigkeit?

Frank Petersen, Strafrichter aus Leidenschaft, ist überzeugt von der Unfehlbarkeit des Rechts. Seine Urteile, so sein Selbstverständnis, sind objektiv und gerecht. Bis eines Tages sein Leben völlig aus den Fugen gerät. Und er plötzlich über sich selbst richten muss.

Ein umstrittenes Urteil löst heftige Kritik an Petersen aus, selbst seine Familie wendet sich von ihm ab. Der Vorwurf seiner Frau, er sei selbstherrlich, voreingenommen und lasse sich von Vorurteilen leiten, ist ein vernichtender Schlag für ihn, der ein altes Trauma aufreißt: Corinna Maier, die in seinem Gerichtssaal den rechtsradikalen Mörder ihres Sohnes erschossen hat, bevor Petersen sein Urteil verkünden konnte. Mit einem Mal steht alles in Frage: seine Integrität als Richter, als Ehemann, als Vater. Aus seiner Sicht gibt es nur einen Ausweg: Er muss sich selbst mit Fragen konfrontieren, die er sich nie zu stellen getraut hat ...

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Letzte Kommentare:
22.04.2021 10:49:40
Leselottchen

Sehr interessant und nachwirkend

Der Hamburger Strafrichter Frank Petersen nimmt seinen längst fälligen Urlaub. Doch anstatt sich zu erholen, beginnt er das Haus zu renovieren und grübelt über sein Leben nach.
Seine Frau hat ihn mitsamt dem erwachsenem Sohn verlassen.
Sie brauchen Abstand vom ihm, nehmen ihm eine berufliche Entscheidung, die auch das Privatleben der Familie streift, sehr übel. Er zweifelt an sich selber und an seiner Arbeit als Strafrichter, überlegt sogar seinen Beruf aufzugeben.
Alles wächst ihm über den Kopf.
Genau zu diesem Zeitpunkt wird Corinna Maier aus dem Gefängnis entlassen.
Die Frau saß jahrelag wegen Totschlags in Haft. Sie erschoss kurz vor der Urteilsverkündung des Strafrichters Petersen den rechtsradikalen Mörder ihres Sohnes im Gerichtssaal.
Auch der Vater ihres Sohnes, ein schwarzer Doktorand aus Südafrika, in den sich die Medizinstudentin Corinna 1989 verliebte, bekam bereits den Rassismus zu spüren und wurde vor der Geburt des Sohnes Opfer einer Gewalttat.
Die Vergangenheit holt den bisher recht nüchtern denkenden Juristen ein.
Er will sich ihr stellen und genau das macht diesen Roman so interessant.

Der Roman nimmt während des Lesens ziemlich an Fahrt auf. Beim Lesen setzt sich die Geschichte wie einzelne Puzzleteile, bedingt auch durch die Erzählung in mehreren Zeitzonen, zusammen und irgendwann wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Empfindet man den Hauptprotagonisten am Anfang als unnahbar und kühl, so zeigt es sich mit der Zeit, dass durchaus ein feinfühliger und mitfühlender Mensch in ihm steckt.
Der Autor verbindet wahre Geschichten mit den fiktiven Handlungssträngen, wobei dann doch alles anders verbunden wird und sie somit für mich nur am Rande einstrahlen . Die kritische Betrachtung auf die Gesellschaft gibt einem sehr zu denken.
Ein anspruchsvolles Buch mit einer hochbrisanten Geschichte, die bei mir sicher noch Tage nachwirkt.
Der klare Schreibstil von Markus Thiele gefällt mir außergewöhnlich gut. Er schafft es ein nicht gerade einfaches Thema überaus gekonnt und doch sehr sensibel darzustellen. Ich spürte sehr die Nähe des Hauptprotagonisten und hoffte immer mehr, dass er gut durch diese für ihn schwierige Zeit kommt.
Es war mir eine Freude das Buch zu lesen und mit ihm interessante und auch lehrreiche Stunden im Justizmilieu verbracht zu haben.

Das Cover ist einfach perfekt. Ein absoluter Hingucker, ob mit oder ohne Umschlag. Auch der Titel passt so wunderbar. Besser geht es wirklich nicht.

Alles in allem ein sehr zu empfehlendes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
Meine Bewertung liegt bei 90 auf der Skala.

10.04.2021 14:56:24
leseratte1310

Der Strafrichter Frank Petersen ist aus der Bahn geworfen. Er ist davon überzeugt, dass es an seinen Urteilen nichts zu bemängeln gibt. Doch plötzlich gibt es Kritik und er bekommt Zweifel. Selbst seine Frau macht ihm Vorwürfe. Als Corinna Maier nach verbüßter Haft entlassen wird, setzt er sich mit ihr in Verbindung. Sie hat vor Jahren den Mörder ihres Sohnes am letzten Prozesstag, kurz vor der Urteilsverkündung, erschossen. Er stellt alles in Frage.
Wie schon bei dem Roman „Echo des Schweigens“ hat sich der Autor Markus Thiele von spektakulären realen Fällen inspirieren lassen. Dabei geht es aber weniger um diese Fälle selbst, sondern vielmehr um die Überzeugungen, Einstellung und dann auch Zweifel.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Petersen Ist ein Strafrichter aus Leidenschaft. Er ist überzeugt, dass er seine Urteile gar nicht anders hätte fällen können. Doch nun gibt es Kritik und zum wiederholten Mal wird ein Urteil in der höheren Kammer überprüft. Schon das kratzt an seinem Ego, schlimmer aber ist, dass seine Frau ihm vorwirft, rechthaberisch zu sein und voller Vorurteile, und ihn verlässt. Sein Leben gerät aus den Fugen. Er redet mit Freunden und mit Corinna Maier, die es ihm nicht leicht macht. Dabei gewinnt er neue Erkenntnisse. Die Aktenlage ist eine Sache, die Geschichte dahinter ist menschlicher und voller Emotionen.
Es ist eine komplexe Geschichte um Schuld, Recht und Gerechtigkeit. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen.

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