Die Kaffeedynastie: Momente der Hoffnung

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

- TB, 368 Seiten

- Bd. 2 [Die Kaffeedynastie]

Couch-Wertung:

81
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Alexandra Hopf
Fortsetzung der Geschichte um die Familie Ahrensberg

Buch-Rezension von Alexandra Hopf Mai 2021

Für Corinne könnte es nicht besser laufen: Der Schritt, das große Familienunternehmen zu verlassen und sich den Traum einer kleinen eigenen Kaffeerösterei zu erfüllen, erweist sich als goldrichtig. Ihr "Öcher Böhnchen" macht sie glücklich und die Geschäfte laufen bestens. Sie muss sogar eine Verkäuferin einstellen, um die ganze Arbeit zu bewältigen. Zu ihrem Glück trägt auch die Beziehung zu Noah bei; alles läuft sehr harmonisch und sie sind bereits zusammengezogen. Ihr Vater, der Kaffeebaron, erholt sich langsam von seinem schweren Schlaganfall. Doch plötzlich ist ihr persönliches Glück in Gefahr und alles scheint zu zerbrechen ... Ihr Ladenvermieter verstirbt. Das erste Auftreten des neuen Besitzers lässt erahnen, dass einige Schwierigkeiten auf Corinne und ihre kleine Rösterei zukommen werden. Und als ob dies nicht schon genug wäre, erscheint zeitgleich auch noch die Exfreundin von Noah, die verkündet, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Nun heißt es: kühlen Kopf bewahren. Wird es Corinne gelingen, alles Ungemach abzuwenden, oder wird ihr Traum von der Selbstständigkeit oder gar ihre Beziehung in die Brüche gehen ..?

Geschichte auf zwei Zeitebenen interessant fortgesetzt

Susanne Oswald, die sich hinter dem Pseudonym Paula Stern verbirgt, enttäuscht ihre Leser nicht und liefert eine interessante Fortsetzung ihrer Kaffeedynastie. Wie bereits im ersten Band wechselt die Erzählung der Gegenwart mit manchen Kapiteln zurück in die Zeit ihres Großvaters Eberhard, diesmal ins Jahr 1946. Der Krieg ist vorbei und man erfährt, wie ihr Opa die ersten Grundsteine seines Traums, eine eigene Kaffeerösterei zu gründen, legt. Dabei beschreibt die Autorin die Nachkriegszeit sehr genau und schildert, welche Schwierigkeiten die Leute nach Kriegsende bewältigen mussten. Ab und zu wechselt die Erzählung auch in das Jahr 1945: Hier wird beschrieben, wie es der Familie Rosenbaum ergeht, nachdem sie das Konzentrationslager verlassen konnte. Alle drei Handlungsstränge liefern interessante Informationen und es entsteht keine Langeweile beim Lesen. Die Wechsel der Erzählstränge werden per Kapitelüberschrift angekündigt. Es bleibt übersichtlich und es entsteht keine Verwirrung.

Thema Kaffee stets präsent und spürbar

Wie ein roter Faden begleitet uns das Hauptthema Kaffee durch das gesamte Buch. Man erfährt einige sehr ausführliche Details rund um das Kaffeerösten. Das Thema ist intensiv und nicht aufdringlich. Bei den Beschreibungen meint man - wie auch schon beim ersten Teil -, den Duft des frischen Kaffees zu riechen und bekommt dabei Lust, beim Lesen selbst eine gute Tasse zu trinken.

Die Protagonisten sind dem Leser ja aus dem ersten Teil bekannt. Die Kenntnis des Vorgängers ist empfehlenswert, um die Zusammenhänge besser zu verstehen - vor allem auch, weil das Unternehmen Ahrensberg als großes Familienunternehmen dort besser erklärt ist.

Nette Unterhaltung

Der Schreibstil ist lebendig und leicht zu lesen. Somit stellt die Lektüre keine großen Ansprüche an den Leser und ist ein netter Zeitvertreib. Auch dieses Mal kann man den Verlauf und Ausgang mancher Ereignisse leicht vorhersehen. Trotzdem freut man sich auf den dritten Teil - allerdings wird der erst für den November 2022 angekündigt.

Fazit

Der Autorin gelingt mit der Fortsetzung, das Potential etwas anzuheben, trotzdem bleibt da noch Luft nach oben für den dritten Teil. Dennoch als kurzweilige Unterhaltung empfehlenswert.

Die Kaffeedynastie: Momente der Hoffnung

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