Der Junge, der das Universum verschlang

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

- OT: Boy Swallows Universe

- aus dem Englischen von Alexander Weber

- HC, 512 Seiten

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Brisbane, 1983: Wie wird man zu einem guten Menschen? Diese Frage treibt den 11-jährigen Eli Bell um. Auf den ersten Blick hat er nicht gerade die besten Vorbilder um sich herum: Die Mutter und der Stiefvater dealen mit Heroin, sein großer Bruder Gus spricht nicht mehr, sein Vater glänzt durch Abwesenheit und sein Babysitter ist ein hartgesottener Exhäftling. Doch zwischen den Drogen und dem Schmutz erfährt Eli zärtliche Liebe, aufrichtige Freundschaft und die Magie seiner Phantasie. Elis Welt gerät erst ins Wanken, als der Cartellboss Tytus Broz in sein Leben tritt und die Familie auseinanderreißt.

Während Eli heranwächst, wird er weiter mit der Frage kämpfen, ob aus einem schlechten Menschen doch noch ein guter werden kann; er wird in das berüchtigte Boggo Road Goal-Gefängnis einbrechen, um seine Mutter an Weihnachten zu besuchen; er wird durch seine Briefe ins Gefängnis einen wichtigen Freund gewinnen und aus Versehen mitten in einer Schießerei zwischen zwei Gangs landen; er wird einen Karriereweg finden, der nichts mit Drogen zu tun hat. Und er wird sich verlieben.

Der Junge, der das Universum verschlang

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Letzte Kommentare:
03.05.2021 19:53:27
annakatharina

Welches Leben will ich führen?

Wie kann man trotz einer Kindheit in schwierigen Verhältnissen zu einem guten Menschen werden? Was macht einen guten Menschen aus? Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman „Der Junge, der das Universum verschlang“ von Trent Dalton.
Eli und sein Bruder August haben denkbar schlechte Startbedingungen in ihrem Leben. Sie wachsen in Brisbane in Australien in einer von Kriminalität und brutaler Gewalt geprägten Umgebung auf. Ihre Mutter und ihr Lebensgefährte dealen mit Heroin, ihr Babysitter ist ein ehemaliger Gefängnisinsasse und ihr Vater ist alkoholabhängig und von Panikattacken gebeutelt. Eli träumt davon, aus dieser Umgebung und diesem Leben auszubrechen und ein Leben als guter Mensch zu führen. Seine brutale Realität holt ihn jedoch immer wieder ein.
Der Roman ist äußerst gut und sehr authentisch geschrieben, enthält jedoch einige Längen. Die Sicht des Protagonisten wird überzeugend dargestellt. Aufgrund der Gewaltszenen ist das Buch aber nichts für schwache Nerven und spiegelt die rohe Gewalt in dem beschriebenen kriminellen Milieu wider. Insbesondere zum Ende hin baut der Autor einen beachtlichen Spannungsbogen auf. Ich würde den Roman weiterempfehlen.

25.04.2021 20:17:16
malin19

Anfang der 1980er Jahre, Eli und August , der seit einem Unfall nicht mehr spricht, zwei Teenager , leben in einem schwierigen Umfeld. Ihr Aufpasser ist ein ehemaliger Sträfling, der als Ausbrecherkönig gilt. Mutter und Stiefvater kümmern sich zwar recht liebevoll um die Beiden, dealen aber in großen Mengen und begehen den Fehler , ihre Lieferanten zu betrügen und sich mit einem großen Drogenboss an zu legen . Es kommt zu einer schrecklichen Tat, ihr Stiefvater wird verschleppt und ihre Mutter muss eine Gefängnisstrafe absitzen .Die beiden Brüder halten weiterhin zusammen und wollen alles zum Guten ändern.
Ich hätte beinahe zu Beginn des Romans aufgegeben , und ihn nicht gelesen. Die ersten Kapitel haben mich recht verwirrt und mit einigen ausufernden Beschreibungen konnte ich nicht viel anfangen, der Schreibstil konnte mich nicht fesseln .Im Laufe der Geschichte wurde es besser und ab Mitte konnte mich die Story doch noch packen und ich konnte ihn zufrieden beenden. Trotzdem konnte ich die Begeisterung mancher Leser nicht ganz beipflichten. Die Grundstory findet bei mir Anklang, aber es kommen für mich zu viele störende Elemente hinzu , für mich hätte es keinen Ausflug in das Fantasy Genre geben sollen. Auch das Ende war mir einfach "zu viel", es ist unterhaltsam , aber auch sehr an den Haaren herbei gezogen . Manche Situationen werden nicht aufgeklärt und der Leser soll sich wahrscheinlich selber einen Reim darauf machen. Wem würde ich " Der Junge, der das Universum verschlang " empfehlen? Normalen Krimi und Thrillerlesern eher nicht, eher Lesern , die auch mal ein Buch fernab der gängigen Literatur lesen.

20.04.2021 15:26:25
leseratte1310

Der elfjährige Eli Bell wächst in Darra, einem wenig schönen Vorort von Brisbane, unter schwierigen Verhältnissen auf. Die Menschen um ihn herum können nicht als Vorbild dienen, aber Eli möchte ein guter Mensch werden. Doch wie schafft man das bloß?
Das wunderschön farbige Cover ist anziehend, die Geschichte ist aber eher düster und bedrückend. Man muss sich schon auf diese Geschichte einlassen.
Eli hat es wahrlich nicht leicht. Sein Vater ist verschwunden, seine Mutter und sein Stiefvater dealen, sein großer Bruder Gus ist traumatisiert und spricht nicht mehr und sein Babysitter ist ein Exhäftling. Überhaupt geht es in seinem Stadtteil sehr kriminell zu, Alkohol, Drogen und Gewalt gibt es überall um ihn herum. Trotz allem liebt Eli seine Familie, aber immer wieder flüchtet er in seine Fantasiewelt, um alles ertragen zu können. Aber auch später ist das Leben für Eli nicht einfach. Trotz Rückschlägen lässt sich Eli nicht unterkriegen. Doch es gibt auch Lichtblicke, denn Eli hat Menschen um sich, die einander lieben und er hat Freunde. Die Charaktere sind speziell und sehr gut dargestellt, aber ganz besonders mochte ich Eli und Gus, die sich ohne Worte verstehen.
Aber auch den lakonischen Schreibstil, der oft recht ausschweifend ist, finde ich passend.
Es ist kein Buch für zartbesaitete Personen, zu viele kleine und große Brutalitäten werden beschrieben. Doch mir hat das Buch gefallen.

20.04.2021 10:53:50
Me.Kristin

Mitreißend und vielseitig

In diesem Buch nimmt der Protagonist Eli Bell uns mit in seine Familien- und Lebensgeschichte. Durch die Ich-Erzählperspektive ist man als Leser direkt nah dran im Geschen sowie der Gefühls- und Gedankenwelt von Eli.
Seine Erzählungen beginnen im Alter von acht Jahren und werden im Laufe dieses Buches etwa zehn weitere Jahre umfassen.

In dieser Zeitspanne passiert sehr viel und das Leben von Eli ändert sich häufig- Das liegt vor allem auch an der bereits zu Beginn schwierigen Familiensituation. Seine Mutter und Stiefvater dealen mit Drogen und in dieser Zeit haben Eli und sein älterer Bruder zwar einen liebenden Babysitter, der jedoch auch eine kriminelle Vorgeschichte hat.
Dabei wird schnell deutlich, dass es zwischen den Brüdern eine ganz besondere Verbindung gibt. Obwohl sie sehr verschieden sind halten sie zusammen und schaffen es so gemeinsam auch durch schwierige Zeiten.

Die mittellangen Kapitel, die wiederum in verschiedene Absätze unterteilt sind, eigenen sich wunderbar dazu, dieses Buch wirklich mit Bedacht und der Aufmerksamkeit zu lesen, die es verdient hat. Meiner Meinung nach ist es kein Buch, welches man einfach mal so "wegliest", wenn man nichts anderes zu tun hat. Auf der anderen Seite ist der Schreibstil des Autors so ansprechend und mitreißend und die Handlung so vielseitig, dass man fast gar nicht drum herum kommt, Seite um Seite zu verschlingen.

18.04.2021 07:09:29
miss.mesmerized

Trent Dalton - Der Junge, der das Universum verschlang
Was für andere hochgradig seltsam erscheinen mag, ist für den 12-jährigen Eli Bell Anfang der 1980er Jahre im australischen Brisbane einfach das normale Leben. Sein Bruder Gus spricht nicht, seine Mutter und ihr Freund dealen mit Heroin und der berühmteste Verbrecher des Landes ist sein Babysitter. Eli träumt davon, eines Tages Reporter bei der Zeitung zu sein und unablässig hinterfragt er alles, was ihm in seinem Leben begegnet. Als sich jedoch sein Stiefvater Lyle mit dem Drogenkartell anlegt und versucht, lukrative Nebenschäfte an diesen vorbei zu organisieren, bricht für die ungewöhnliche Familie alles zusammen. Aber das hält den Jungen nicht davon ab, tapfer weiter seinen Weg zu gehen. Er weiß, dass die Wahrheit über das, was mit Lyle geschehen ist, irgendwann ans Licht kommen wird und auch wenn die Jahre vergehen, bleibt er an seiner ganz eigenen Story.

Der Autor Trent Dalton berichtete in einem Interview, dass es hinter dem Wandschrank seines Kinderzimmers eines geheimen Raum mit einem roten Telefon gab. Der Escape Room seiner Familie ist der Ausgangspunkt für sein Erstlingswerk, das noch mehr Parallelen zu seiner Vita aufweist und von Dalton selbst als halb Fiktion, halb Realität bezeichnet wird. Es ist eine coming-of-age Geschichte, ein Kriminalroman und eine Milieustudie, die ein Leben am unteren Ende der Gesellschaft nicht beschönigt. In seiner Heimat wurde Dalton mit allen vier großen literarischen Preisen ausgezeichnet und wurde auch beim Publikum zu einem Verkaufsschlager.

Es gibt quasi keine Facette des Lebens, die in dem Roman nicht eher oder später aufgegriffen wird. Drogen und Gewalt bilden den Hintergrund, vor dem die Geschichte erzählt wird. So drastisch das Milieu, in dem Eli und Gus aufwachsen, auch geschildert wird, so vielschichtiges ist dieses jedoch auch. Gerade an der Figur Arthur „Slim“ Halliday zeigt sich, dass ein notorischer Verbrecher nicht zwingend nur böse ist, von ihm lernt Eli die wichtigsten Lektionen in seinem Leben. Seine geradezu philosophischen Fragen nach dem Guten und Bösen durchziehen den Roman wie ein roter Faden. Auch Gus ist alles andere als gewöhnlich, sein Mutismus gekoppelt mit einer Savant-gleichen Vorsehungsgabe passt sich jedoch völlig natürlich in die Geschichte ein.

Ungläubig folgt man der Handlung, die in rasantem Tempo die Jugendjahre Elis durchläuft und unglaubliche Episoden schildert, die so fern jedes Durchschnittslebens sind, dass es mir bisweilen nicht ganz leicht fiel, sie nicht für gänzlich übertrieben und fragwürdig zu halten. Der Erzählton passte zwar hervorragend zu dem jungen Protagonisten, ist in seiner lakonischen Art auch unterhaltsam, aber so wirklich konnte mich der Roman nicht erreichen.

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