Und dann war es Liebe

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

- OT: Uncoupling

- aus dem Englischen von Sonja Rebernik-Heidegger & Antonia Zauner

- TB, 336 Seiten

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Muss man sich manchmal verlaufen, um die Liebe zu finden?

Nach einem wunderschönen Urlaub mit ihrem Verlobten setzt sich Hannah im Nachtzug aus Versehen in den falschen Waggon und wacht am Morgen nicht wie geplant in Amsterdam, sondern in Paris auf. Der nächste Zug nach Amsterdam geht erst am Nachmittag. Wohl oder übel muss Hannah den Tag in Paris bleiben, aber was soll sie mit der Zeit anfangen, ganz allein? Léo ist das gleiche Missgeschick passiert. Auch er ist aus Versehen im falschen Waggon gelandet, auch er muss am gleichen Abend geschäftlich in Amsterdam sein. Aber anders als Hannah kennt Léo Paris wie seine Westentasche. Die beiden treffen sich am Ticketschalter und beschließen, den Tag zusammen zu verbringen ...

Und dann war es Liebe

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Letzte Kommentare:
06.05.2021 09:53:56
Michael_B_M

Festgefahrene Seele wird „wach geküsst“ und entdeckt sich wieder

Der wohl für das Genre etwas untypische Liebesroman „Und dann war es Liebe“ von Lorraine Brown beginnt mit einer nahezu alltäglichen Story. Die etwas tollpatschige Hannah und ihr selbstbewusster Freund Simon irren durch den überfüllten Bahnhof in Venedig, um den Nachtzug nach Amsterdam gerade noch zu erwischen. Dabei fehlen bei der detaillierten Beschreibung weder die mit Stadtplänen hantierenden Gruppen von Touristen, die den Weg versperren, noch das für solche Aktionen immer etwas zu unhandliche und sperrige Gepäck, das man mit sich führt. Kaum im Zug angelangt, müssen die beiden feststellen, dass das von Simon gebuchte, romantische Erste-Klasse-Schlafabteil doppelt vergeben wurde und sie sich neue Plätze im Zug suchen müssen, die sie schließlich auch finden. Während Simon, der innerhalb der Beziehung durch seine dominante Art stets fürs Organisieren zuständig ist, schläft, sucht sich Hannah einen bequemeren Platz einige Waggons weiter im Zug. Es kommt, wie es kommen muss: Unbemerkt wird der Zug unterwegs getrennt, Simon sitzt in dem Zugteil nach Amsterdam, Hannah in jenem nach Paris. Hierzu sowie zur Beschreibung der Entwicklung, die Hannah mit dem Gang der Geschichte durchlaufen wird, trifft meines Erachtens der englische Originaltitel „Uncoupling“ (zusammen mit seinem Cover) in seiner doppelten Bedeutung das Geschehen weitaus passender als sein deutsches Pendant.
Bereits im Zug, insbesondere aber auf den Bahnhöfen in Paris läuft Hannah dem anfangs etwas nervig wirkenden Léo immer wieder aufs neue über den Weg. Da die Weiterfahrt nach Amsterdam erst viele Stunden später möglich ist und Léo sich bestens in Paris auskennt, versucht er Hannah zu einer Besichtigungstour durch Paris zu überreden, was ihm dann schließlich auch gelingt. Der Leser darf die beiden beim Besuch diverser Sehenswürdigkeiten begleiten, mit ihnen zusammen verschiedene Pariser Köstlichkeiten genießen und bekommt einen realistischen Eindruck von der Atmosphäre und vom Lebensgefühl in Paris. Ob die beiden nun bei der Stadtrundfahrt tatsächlich zueinander finden und romantische Gefühle füreinander entwickeln oder ob Hannah durch die Gespräche zwischen den beiden wichtige Schlüsse zur Verbesserung ihrer Zukunft mit Simon gewinnt … ja, wer weiß das schon – eine Antwort darauf sollte an dieser Stelle natürlich offen bleiben.

Sehr flüssig und einfühlsam, wie auch mit einem leicht ironischen Humor lässt Lorraine Brown gekonnt ihre Charaktere sich durch den Roman bewegen, was den Leser an vielen Stellen des Buches sowohl zum emotionalen Mitfiebern als auch zum Schmunzeln verleitet. Nicht nur die Protagonisten Hannah, Léo und Simon, sondern auch die Nebencharaktere wie beispielsweise Hannahs Mutter oder Simons Schwester Catherine durchlaufen dabei eine wichtige und interessante Entwicklung. Die Geschichte entwickelt sich sehr geschickt aus einer Verknüpfung von alltäglichen Situationen, wie sie jeder Leser auf die eine oder andere Weise selbst schon erlebt hat und gibt ihm somit das Gefühl sich jederzeit in das Geschehen und die Charaktere unmittelbar hinein versetzen zu können. Sehr unaufdringlich vermittelt Lorraine Brown dem Leser aber darüber hinaus die Botschaft, über das Gelesene ein wenig zu reflektieren und sich darüber Gedanken zu machen, ob sich in der eigenen Beziehung fälschlicherweise vielleicht nicht einige Muster zu viel eingeschlichen und festgefahren haben, ob man sich gegenseitig immer auf Augenhöhe begegnet und an welcher Stelle möglicherweise Optimierungsbedarf bestehen könnte – sei es, dass wir uns manchmal zu kontrolliert und zu dominant verhalten oder andererseits zu wenig selbstbewusst sind, uns zu sehr anpassen, unser Leben vielleicht zu sehr aus der Hand geben oder dem Partner immer nur entsprechen wollen.

Das künstlerisch gestaltete Cover des Buches stellt ein sich küssendes Paar vor der Kulisse von Paris dar; gleichsam dem deutschen Titel des Buches, muss der Leser allerdings lange, genau genommen bis zum Ende des Romans ausharren, bis sich dem Leser die Implikationen von Cover und Titel erschließen. Hierdurch wird der Spannungsbogen der Geschichte aber durchaus zusätzlich noch einmal gesteigert. Einige wenige, kleinere Unstimmigkeiten in der Handlung mögen manch einem Leser missfallen, haben mir persönlich aber keinerlei Probleme bereitet.

Fazit: „Und dann war es Liebe“ mag vielleicht kein typischer Liebesroman sein, stellt aber eine wunderschöne, packende und sehr unterhaltsame Geschichte mit einem interessanten Showdown und einem romantischen Happyend dar, die durch die Entwicklung seiner Protagonisten den Leser ganz ungezwungen durchaus zum Nachdenken inspiriert. Dabei bleiben einige emotionale Fragen offen, die den Leser dazu verleiten, Antworten darauf sich im eigenen Kopfkino auszumalen und die den Wunsch nach einer Fortsetzung der Geschichte hegen. Für meinen Geschmack hat Lorraine Brown in ihrem überzeugenden Erstlingswerk wirklich alles richtig gemacht: Ein tolles Buch, welches seinen Leser vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann zieht.

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