Der Verdacht

Erschienen: März 2021

Bibliographische Angaben

- OT: The Push

- aus dem Englischen von Klaus Timmermann & Ulrike Wasel

- HC, 320 Seiten

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Wenn auf das größte Glück sofort die Angst folgt ...

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung, und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages das größtmögliche Unglück über die Familie hereinbricht - und Blythe sich ihrer Wahrheit stellen muss.

Wenn man sein Kind bedingungslos lieben möchte, aber die Angst das überwältigendere Gefühl ist. »Der Verdacht« erzählt von schicksalhaften Familienbanden, von Obsession und der Zerbrechlichkeit von Glück - ein zutiefst aufwühlender Roman von großer Sogkraft, erschütternder Klarheit und stilistischerBrillanz.

Der Verdacht

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Letzte Kommentare:
23.04.2021 21:43:58
Gaby2707

Eine Familiengeschichte, die mich nachdenklich zurücklässt

Blythe ist gerade mal 11 Jahre alt, als ihre Mutter Cecilie sie verlässt. Nun ist sie erwachsen, verheiratet mit Fox Connor und bekommt eine kleine Tochter – Violet. Sie nimmt sich vor, für ihre Kleine die Mutter zu sein, die sie nie hatte. Aber im Alltag angekommen, schafft Blythe es nicht, eine innige, tiefe und liebevolle Bindung zu ihrem Mädchen aufzubauen. Was Violet instinktiv zu spüren scheint und sie ihre Mutter ebenfalls ablehnt. Der einzige, der einen engen Draht zu ihr hat ist Vater Fox. Im Kindergarten beginnen die ersten Probleme. Violet reagiert aggressiv, feindselig und böse und verletzt Kinder sogar willentlich. Dann kommt ihr Bruder Sam zur Welt. Mit ihm ist alles anders. Ihm kann Blythe die Liebe und Zuwendung geben, die ihr bei Violet nie möglich war. Sie überschüttet ihren Kleinen mit Liebe. Doch dieses Glück wird durch ein Unglück zerstört. Kann der Verdacht, den Blythe hegt wirklich wahr sein?

Die Geschichte wird von Blythe erzählt und liest sich fast wie ein Tagebuch. Durch Rückblicke in die Vergangenheit lerne ich auch ihre Großeltern Etta und Louis und ihre Eltern kennen. Die Frauen in der Familie haben alle kein gutes Verhältnis zu ihren Kindern, was sich von Generation zu Generation zu übertragen scheint.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin. Aber dann hat sie mich richtig gepackt, schockiert und auch zweifeln lassen. Zweifeln an dem, wie Blythe ihre Tochter sieht. Hat ihr Mann Fox recht, wenn er meint, sie, Blythe, brauche eine Therapie? Oder doch eher Violet? Aber diese Frage stellt er sich nie.
Mir gefällt die Geschichte aus zweierlei Gesichtspunkten. Blythe wird in ihrer Geschichte zu einer Frau, derer es bestimmt viele gibt. Nur wird das nicht thematisiert. Welche Frau gibt schon gerne zu, keine Muttergefühle, keine Bindung zu ihrem Kind aufbauen zu können. Für mich ist dies das erste Buch, das ich gelesen habe, wo das Thema durch Blythe und ihr Leben sehr gut dargestellt wird.
In den meisten Büchern, die ich gelesen habe, gab es fast immer mehr Menschen, die ich sympathisch fand; nur wenige waren mir unsympathisch. Hier ist das anders herum. Es gibt nur sehr wenige Protagonisten und bis auf zwei Frauen, Mrs. Ellington eine Bekannte von Blythe, und Gemma, die neue Frau von Fox, haben sich die anderen, allen voran Fox und Blythe, nicht in mein Herz geschlichen. Das hat mich aber nicht weiter gestört, passt es doch ideal zur Geschichte. Besonders Blythe kommt durchgehend sehr authentisch rüber und ich konnte gut mit ihr mit fühlen.
Die einzelnen Kapitel sind kurz und knackig, so dass die Geschichte sehr an Fahrt gewinnt und eine hohe Spannung hält. Es passiert andauernd irgendetwas und ich frage mich, ob ich bzw. Blythe das auch richtig aufnehmen. Hier und da haben mich die Geschehnisse an einen Thriller erinnert.

Ashley Audrain konnte mich mit ihrem Debüt „Der Verdacht“ absolut überzeugen. Ein Tabuthema, das exzellent in eine Familiengeschichte eingewoben ist. Das mich schockiert, erschüttert, gefesselt und mitgenommen, aber auch sehr gut unterhalten hat. Ein Blick in die menschliche Psyche, der mich hat nachdenklich werden lassen. Eine Geschichte, die zeigt, was Verfehlungen in der Kindheit alles anrichten können. Eines meiner Lesehighlights. Absolut lesenswert!

19.04.2021 17:53:16
Gabriele P.

Der Verdacht, Debütroman von Ashley Audrain, 320 Seiten, erschienen im Penguin-Verlag.
Ein hervorragender Spannungsroman.
Blythe möchte ihrer Tochter Violet eine wundervolle Mutter sein, etwas was sie als Kind von ihrer Mutter nie erfahren durfte. Nach einer schweren Geburt, leidet sie an pränatalen Depressionen. Je älter Violet wird desto schwieriger wird das Verhältnis zwischen den beiden. Das Mädchen lehnt ihre Mutter komplett ab. Bildet sich Blythe das nur ein, oder hasst Violet sie? Eines Tages geschieht ein unfassbares Unglück und Blythe ist sich sicher, dass Violet schuld daran ist.
85 kurze knackige Kapitel umfasst der Debütroman der Autorin. Bildhaft, schockierend, traurig, fröhlich und sehr flüssig erzählt. Aus der Perspektive von Blythe geschrieben, an ihren Mann Fox gerichtet und im Präterium. Das hat mir beim Lesen schon einiges abverlangt, eine ganze Weile konnte ich mich an derart gestelzte Sätze wie: Später am Nachmittag begleitetest du mich…., oder ….du botst mir etwas anderes…., und ... ich wollte nicht die Achse sein um die ihr beide kreistet…mit der Zeit habe ich mich daran nicht mehr gestört. Zwischen den Kapitel immer wieder Zeitrückblicke, wobei ich immer aufpassen musste, ob es sich dabei um Blythes Großmutter und ihre Mutter, oder um ihre Mutter und sie selbst handelt.
Ein so unfassbar spannendes Buch, immer wieder musste ich es sinken lassen und über das Gelesene nachdenken. Lange habe ich es jedoch nicht ausgehalten und habe das Buch regelrecht verschlungen. Trotzdem konnte ich dem Plot gut folgen, manchmal glaubte ich jedoch meinen Augen nicht trauen zu können, was ich zu lesen bekommen habe. Der Autorin ist mit ihrem Debütroman wirklich der ganz große Wurf gelungen, mir standen bei der Lektüre regelrecht die Haare zu Berge und Gänsehaut lief mir den Rücken hinunter. Handelt es sich um die Auswüchse der Depression der Protagonistin, oder geschieht das wirklich was im Buch angedeutet wird. Woran liegt es, dass das Verhältnis zu ihrer Tochter so gestört ist? Weil die Protagonistin wirklich nie Mutterliebe erfahren durfte? Fällt Fox gutgläubig auf seine manipulative Tochter herein? Oder ist Violet wirklich so ein abgrundböses Früchtchen? Das muss der Leser wohl für sich selbst entscheiden. Ich habe mein Urteil gefällt.
Ich fühlte mich grandios gut unterhalten, ein Buch welches ich atemanhaltend gelesen habe. Ich kann dieses Buch nur von ganzem Herzen empfehlen. Ich freue mich schon auf ein weiteres Buch von A. Audrain. Von mir dafür 5 Sterne.

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