Der Sternenfänger

Erschienen: März 2021

Bibliographische Angaben

- OT: Un corazón lleno de estrellas

- aus dem Spanischen von Maria Hoffmann-Dartevelle

- HC, 128 Seiten

Couch-Wertung:

71
Wertung wird geladen
Monika Wenger
Ein Märchen für Erwachsene

Buch-Rezension von Monika Wenger Mai 2021

Selonsville, Frankreich, im Jahre 1946: Es ist Winter, und die Einwohner leiden nicht nur unter der Kälte, sondern auch unter den Folgen des Krieges. Viele Kinder sind Kriegswaisen und leben im Waisenhaus von Selonsville; so auch der neunjährige Michel. Als seine Freundin Eri - ihr Name bedeutet auf Japanisch «Mondlicht» - erkrankt und ins Koma fällt, versucht Michel alles, damit sie wieder gesund wird.

Die Bettlerin Herminia will Michel helfen, ein Mittel gegen Eris Leiden zu finden. Sie beauftragt ihn, verschiedene Arten von Liebe zu suchen und als Zeichen dafür jeweils einen Stoffstern aus den Kleidern der Person zu schneiden, bei der er diese bestimmte Art Liebe gefunden hat. Herminia wird die Sterne dann zu einem Herzen zusammennähen und Michel soll das Herz Eri bringen, damit sie wieder gesund werden kann …

«Oder anders gesagt: Wenn du dich nicht in das Leben verliebst, verliebt das Leben sich auch nicht in dich.»

Eine kleine und feine Geschichte über die verschiedenen Arten der Liebe. Zart und doch eindrücklich beschreibt der Autor mit einfachen Worten, was Liebe - und der Glaube an sie - zu bewirken vermag. Eine poetische Geschichte voller kleiner Glücksmomente.

Fazit

Auf nur vierundachtzig Seiten ein kleines Märchen für Erwachsene: Die Geschichte von der Suche nach den verschiedenen Arten der Liebe ist bezaubernd, berührend und sehr poetisch.  

Der Sternenfänger

Der Sternenfänger

Deine Meinung zu »Der Sternenfänger«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Loading
Loading
Letzte Kommentare:
Loading
Loading

Film & Kino:
The Crown - Staffel 3

Die Queen in ihrer vordergründig repräsentativen Rolle ist eine zeitgeschichtliche Ikone, sodass der Erfolg der seit 2016 bei Netflix laufenden Serie „The Crown“ nicht verwundert. Die dritte Staffel markiert allerdings einen Umbruch: Die Royal Family ist in den 60er-Jahren angekommen und viele Rollen werden neu besetzt, da auch die Blaublüter nicht vor dem Altern gefeit sind. Titel-Motiv: © Des Willie / Netflix

zur Film-Kritik