Fritz und Emma

Erschienen: März 2021

Bibliographische Angaben

- TB, 400 Seiten

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Die Geschichte einer ungelebten Liebe - herzzerreißend und tröstlich zugleich

1947: Emma ist überglücklich, dass ihr geliebter Fritz doch noch aus dem Krieg in ihr Heimatdorf zurückgekehrt ist. Schon lange sind sie ein Paar, nun fiebert Emma der Heirat entgegen. Doch der Krieg hat einen Schatten auf Fritz' Seele gelegt, gegen den nicht einmal Emma mit all ihrer Liebe ankommt. Und dann, in der Nacht, die eigentlich die glücklichste ihres Lebens sein sollte, geschieht etwas Schreckliches, das alles verändert.

2018: Marie ist mit ihrem Mann neu nach Oberkirchbach gezogen und lernt nach und nach die Einwohner des Dörfchens kennen. Auch den 92-jährigen griesgrämigen Fritz Draudt und die ebenso alte Emma Jung, die am entgegengesetzten Ende des Dorfes lebt. Marie erfährt, dass die beiden seit fast siebzig Jahren nicht miteinander gesprochen haben. Dabei wollten sie einst heiraten. Marie nimmt sich vor, Fritz und Emma wieder miteinander zu versöhnen, bevor es zu spät ist ...

Fritz und Emma

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Letzte Kommentare:
11.04.2021 17:08:07
Nini

Der Roman "Fritz und Emma" spielt in zwei Zeiten- der Nachkriegszeit und der Gegenwart. In der Vergangenheit treffen wir auf Emma, die auf ihre Liebe Fritz wartet, der nach dem Krieg in Gefangenschaft ist. Er kommt zurück und beide Liebenden erleben einige wenige Jahre im Glück, bevor ein Schicksalsschlag alles ändert und die beiden auseinander bringt.
In der Gegenwart begegnet Marie, die mit ihrem Mann, dem Pfarrer, neu in das Dorf Oberkirchbach gezogen ist, beiden ehemals Liebenden, die sich aber seit dem verheerenden Ereignis spinnefeind sind.
Marie kann sich in dem Dorf, dem langsam aber sicher das Leben ausgeht, nicht zurechtfinden. Sie ist schrecklich unglücklich und es braucht erst eine wichtige Aufgabe, die sie übernimmt, um mit den Bewohnern und dem Dorf warm zu werden.
Der Charakter von Marie konnte mich leider nicht überzeugen. Ihre naive, unemanzipierte und lethargische Art lies mich immer wieder wütend werden. In der ersten Hälfte des Buches schwingt eine Depressivität mit, die sowohl Marie als auch die Beschreibungen des Dorfes auslösen. Die Sprünge zwischen den Zeiten lockerten die deprimierende Atmosphäre in Maries Gegenwart auf und sorgten für einen guten Spannungsbogen.
Die Autorin macht eindrucksvoll das Sterben kleiner Dörfer in strukturschwachen Gegenden zum Thema und lässt in ihrem Buch Oberkirchbach wieder aufblühen. Zusammenhalt und soziales Engagement, aufeinander zu achten und sich zu unterstützen sind ihr Lösungsansatz im Buch.
Leider ist die Geschichte für meinen Geschmack zu oberflächlich geblieben.

10.04.2021 19:21:06
Ele

Fritz und Emma, Roman von Barbara Leciejewski, EBook 400 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag.
Die bewegende Geschichte einer großen Liebe, die siebzig Jahre Schweigen überdauert.
1947: Fritz und Emma sind ein Paar, und sie lieben sich sehr, erst ist Emma überglücklich, dass ihr geliebter Fritz unversehrt aus dem Krieg heimkehrt. Doch etwas Schreckliches passiert und die beiden reden 70 Jahre kein Wort mehr miteinander.
2019: Zusammen mit ihrem Mann Jakob, kommt Marie Eichendorf nach Oberkirchbach. Dort ist der sprichwörtliche Hund begraben. Während Jakob in seiner Anstellung als Ortspfarrer mehr die Berufung, denn den Beruf sieht und in der Seelsorge völlig aufgeht, findet es Marie langweilig und öde. Es steht die 750-Jahrfeier des verschlafenen Dorfes an. Marie engagiert sich und beginnt langsam die Menschen und das Dorf liebzugewinnen. Reicht es aus um sich in Oberkirchbach zuhause zu fühlen?
Eine wundervolle und zu Herzen gehende Geschichte in zwei Erzählsträngen. Die Autorin hat die auktoriale Erzählweise gewählt, bildhaft und flüssig, deshalb ist es dem Leser möglich, zu jeder Zeit den Überblick über das Geschehen und auch über die Gedanken und Handlung der Agierenden zu bewahren. Zum besseren Überblick sind alle Kapitel mit Datum versehen. Oft gefallen mir die historischen Stränge in Büchern besser, doch hier hat jede Ebene ihren Reiz und endet oft in einem Cliffhanger, mit ein Grund warum es so schwer war, das Buch aus der Hand zu legen. Leciejewski erzählt den Roman in zwei Zeitebenen. Zum einen der Teil der Fritz und Emma betrifft, beginnend kurz nach dem zweiten Weltkrieg und durch die Jahre hindurch bis in die Gegenwart. Zum anderen der Teil, der die Erlebnisse des neuen Pfarrers Jakob Eichendorf und seiner Gattin Marie erzählt. Beide Erzählstränge begegnen sich am Ende und vervollständigen die gefühlvolle Geschichte.
Ich bin von diesem Roman restlos begeistert. Da ich selbst in einem Dorf lebe, kann ich die Situation die im Buch geschildert ist, nur bestätigen. Der alte Dorfkern stirbt aus und die Neubaugebiete darum herum sind fremd geworden. Dies hat die Autorin hier im Buch perfekt dargestellt. Es fiel mir schwer, von der Geschichte loszukommen, wenn ich nicht gelesen habe, hat mich das Gelesene beschäftigt. Dementsprechend schnell ging das Buch auch zu Ende. Mit Spannung habe ich erwartet ob Marie es tatsächlich schafft, Fritz und Emma miteinander auszusöhnen. Sie leben beiden am jeweils anderen Dorfende und dazwischen liegt eine ganze Welt. Alle Personen sind so liebevoll charakterisiert, dass ich meinte ich würde sie alle schon viele Jahre kennen. So manche Träne habe ich verdrückt und schmunzeln musste ich auch immer wieder. Lieblingspersonen gab es genug und so richtig unsympathisch war nur Heiner, Emmas Ehemann. Zu jeder Zeit konnte ich der Geschichte folgen, die handelnden Charaktere agierten nachvollziehbar und wirken so lebendig. Eine absolut verzaubernde Geschichte die dem Lesenden Schmerz, Leid, Liebe und Hoffnung nahebringt.

02.04.2021 18:14:54
Frechdächsin

In dem Buch geht es, wie der Titel schon verrät, um Fritz und Emma,die beide am selben Tag, im Jahr 1927, zur Welt kommen,sich später verlieben und dann doch auseinander gehen, trotz geplanter Hochzeit. Danach reden sie nie wieder ein Wort miteinander, obwohl sie im selben Dorf wohnen.
2019 kommt ein neuer Pfarrer in das Dorf, seine Frau Marie erfährt von den Beiden und beginnt die Geschichte aufzuarbeiten.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und fasziniert. Ich liebe Geschichten die auf 2 Zeitebenen spielen und das war hier der Fall. Die Schreibweise ist flüssig und überhaupt nicht langweilig, ganz im Gegenteil. Ich habe die Charaktere geliebt, alles war so schön bildlich beschrieben und man wäre selbst gerne in dem Dorf, manchmal auch einfach um Fritz oder auch Emma zu schütteln, sich entlich aufzurappeln, um zum jeweils anderen zu gehen. An manchen Stellen musste ich mir eine Träne verdrücken, so Herz zerreißend war es. Ich kann dieses Buch, mit dem besten Gewissen, nur jedem empfehlen und bin traurig das es schon vorbei ist und ich das Dorf, seine Bewohner und vor allem Fritz und Emma ziehen lassen muss.

01.04.2021 14:22:10
leseratte1310

Fritz und Emma kennen sich seit sie Kind waren, denn sie sind am gleichen Tag in Oberkirchbach geboren. Fritz konnte nicht ohne Marie und Marie nicht ohne Fritz. Doch dann kam der Krieg und am Ende wurde Fritz noch eingezogen. Emma hofft, dass er zurückkehrt. Er kommt tatsächlich zurück, doch der Krieg hat seine Spuren hinterlassen. Fritz ist nicht mehr der Alte. Emma will Fritz helfen, doch dann geschieht etwas, dass die beiden entzweit.
Jakob kommt als Pfarrer nach Oberkirchbach und bringt seine Frau Marie mit. Während Jakob sich auf Anhieb wohlfühlt, vermisst Marie in den kleinen Ort etwas. Sie lernt so nach und nach die Menschen kennen, auch Fritz und Emma, die sich seit zig Jahren aus dem Weg gehen und kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Als Marie erfährt, dass sich die beiden einmal geliebt haben, versucht sie die beiden zu versöhnen.
Dies ist eine wundervolle und ergreifende Geschichte, die lebendig und packend erzählt ist.
Die Bewohner des Ortes sind alle sehr authentisch dargestellt. Fritz ist ein alter Griesgram geworden. Emma kann zwar nicht mehr gut sehen, ist aber schlagfertig. Marie liebt Jakob, aber Oberkirchbach ist ihr zu weit weg vom Leben, und Jakob ist Pfarrer mit Leib und Seele.
Oberkirchbach war einmal ein Ort, wo es alles gab, was man zum Leben brauchte, doch nun wirkt der Ort wie tot. Es gibt ein Oberdorf und ein Unterdorf und nur die Alteingesessenen kennen sich noch. Resignation hat sich breit gemacht. Selbst der 750ste Geburtstag des Ortes scheint sang- und klanglos an den Menschen vorbeizugehen. Was soll man schon machen? Da fegt Marie wie ein Wirbelsturm durch den Ort. Sie lernt die Menschen kennen, erfährt ihre Geschichten und bringt sie zusammen. Wird ihr das auch bei Fritz und Emma gelingen?
Mich hat diese Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Leben sehr berührt.

30.03.2021 13:49:36
Kerstin1975

Buchinhalt:

2019: Marie, die Frau des neuen Pastors in der kleinen pfälzischen Gemeinde, kommt nur schwer mit dem Landleben zurecht. Bei der Organisation der 750-Jahr-Feier lernt sie nach und nach die Bewohner des kleinen Dorfes kennen, unter ihnen auch Fritz und Emma. Die beiden sind 92 Jahre alt und waren einst ein Paar – doch mittlerweile seit über 70 Jahren zerstritten und es herrscht Funkstille. Schließlich wittert Marie hier eine Aufgabe: sie will die Beiden wieder versöhnen und unbedingt wieder zusammenbringen…

Persönlicher Eindruck:

Die Autorin nimmt den Leser in diesem Roman mit auf zwei Zeitebenen in Gegenwart und Nachkriegszeit, in der Fritz und Emma noch jung waren und ihre einstige Liebe zerbrach. Ich war ehrlich gesagt beim Lesen ziemlich verwundert. Anhand der Leseprobe hatte ich etwas ganz anderes erwartet, nämlich einen Roman mit Schwerpunkt Nachkriegszeit, der mich mitnimmt in das Leben von Fritz und Emma, den im Titel propagierten Protagonisten und das Leben in dieser Epoche. Falsch gedacht – es ist ein Gegenwartsroman mit vielen episodischen Rückblenden, der Schwerpunkt liegt eindeutig bei Marie, der Pfarrersfrau.

Genau mit dieser hatte ich ein Problem. Marie ist jung und kommt nur schwer zurecht mit ihrem Leben auf dem Land – sie kann nicht kochen, nicht basteln, nicht singen und hat auch sonst kein Händchen für die Gemeindearbeit ihres Mannes. Einzig die 750-Jahr-Feier des Dorfes, zu deren Organisation sie mehr oder minder gedrängt wird, bringt sie zusammen mit den Bewohnern. Zwei davon sind die 92jährigen Fritz und Emma, einst ein Paar, doch seit über 70 Jahren heillos zerstritten.

An dieser Stelle wittert Marie ihre Chance, etwas zu tun zu bekommen. Und genau hier scheidet sich die Meinung der Autorin von meiner. Marie will unbedingt die Beziehung der beiden Alten kitten, dabei ist doch ihr Mann der Pfarrer und sie nur die Gattin – ich würde es noch akzeptieren, wenn ihr Mann sich in das Leben der beiden einmischen würde, aber Marie geht das schlichtweg überhaupt nichts an. Schon gar nicht ohne irgendeinen Auftrag von Seiten der Betroffenen. Das würde Marie bei mir genau einmal versuchen… Zudem waren beide später mit anderen Partnern verheiratet, haben sogar Kinder und haben mit der Jugendbeziehung schon lange abgeschlossen. Man muss nicht auf Teufel-komm-raus jede längst abgehakte Geschichte wieder neu aufwärmen – so meine Meinung. Zudem wären die beiden alt genug, selbst tätig zu werden. Wenn sie das offensichtlich nicht möchten, hat man das einfach zu akzeptieren.

Ich empfand Maries Bestreben hier mehr als übergriffig. Marie tut das Ganze auch nicht aus christlicher Nächstenliebe – nein, die ganze Aktion dient nur dazu, dass sie ihre eigene Langeweile los wird und endlich was zu tun kriegt.

In Rückblenden nimmt man Teil am Leben von Fritz und Emma, von Kriegstragödie und persönlichem Schicksal. Diese Passagen waren zweifelsohne bewegend, hier hätte die Autorin viel mehr Potential nützen können, hätte sie den Schwerpunkt ganz auf das einstmals verliebte Paar gesetzt. Der Schreibstil selbst ist eingängig und die Geschichte kurzweilig – bietet allerdings an vielen Stellen lediglich altbekannte, triviale Sonntag-Abend-Herzschmerz-Unterhaltung. So wirklich überzeugt bin ich nicht von dem Roman, der leider auch relativ schnell den Grund für das Zerwürfnis zwischen Fritz und Emma preisgibt.

Fazit: ganz nett, aber nicht so herausragend, wie andere, vergleichbare Romane aus Kriegszeit / Gegenwart und leider ohne bleibenden Eindruck. Schade….

25.03.2021 13:50:37
Orange

Marie und Jakob Eichendorf ziehen in das kleine Örtchen Oberkirchbach. Während Jakob als Dorfpfarrer in seiner Gemeinde vollkommen aufgeht, fühlt sich Marie einsam und nutzlos. War sie es früher gewohnt zu tun, was sie wollte ist sie nun nur noch die Frau Pfarrer, wie sie von den meisten Leuten der Einfachheit halber genannt wird. Sie fühlt sich überhaupt nicht wohl, es ist nicht los und sie findet keine Arbeit. Mit dem Angebot des Chores und der Landfrauen kann sie nichts anfangen.
Dann stehen die Feierlichkeiten zum 750jährigen Dorffest an, doch keiner der Oberkirchbacher scheint daran ein wirkliches Interesse zu haben. So nimmt Marie die Sache in die Hand. Nach und nach lernt sie die Dorfbewohner besser kennen und trifft bei den Vorbereitungen auf Fritz und Emma. Die beiden über 90jährigen sind seit Jahrzehnten zerstritten und sprechen kein Wort miteinander, obwohl sie sich einmal geliebt haben und sogar heiraten wollten. Marie will unbedingt herausfinden, was damals vor über siebzig Jahren geschah.
Das Buch wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dabei steht in der Gegenwart Marie im Mittelpunkt, die in Oberkirchbach unglücklich ist und einfach nur noch weg will. Weil sie nichts anderes zu tun hat, kümmert sie sich um die Organisation der Dorffeierlichkeiten, danach will sie nur noch weg.
Marie ist eine sehr sympathische Frau, die weiß was sie will und das Herz am rechten Fleck hat. Mit ihrer Art nimmt sie auch die teilweise sehr spröden Einwohner ein und sorgt so für ordentlich neuen Schwung im Dorfleben.
Auf der anderen Seite steht die Geschichte von Fritz und Emma, die mich sehr berührt hat. Am gleichen Tag geboren ist schon früh klar, dass die beiden füreinander geschaffen sind. Als Fritz nach Kriegsende und Gefangenschaft in sein Heimatdorf zurückgekehrt, scheint zunächst alles gut zu werden. Doch der Krieg hat Fritz verändert. Emma versucht für ihn da zu sein, doch er will nicht über seine Erlebnisse sprechen. Dabei konnte er nur mit den Gedanken an Emma überleben, nur mit ihr konnte er weitermachen, weiterleben und seine Pläne verwirklichen. Hätte er Emma verloren, hätte ihn das umgebracht.
Der Leser erhält Einblicke in die Zeit ab 1947. Es ist interessant zu lesen, wie Fritz und Emma die Nachkriegszeit und die folgenden Jahrzehnte bis heute erlebt haben, wie sich ihre Leben entwickelt haben. Als Leser hofft man die ganze Zeit, dass sich für die beiden alles zum Guten wenden wird. Gerade mit Emma habe ich mitgefühlt. Sie hat in ihren Leben viel durchmachen müssen und hat trotzdem aus jeder Situation versucht das richtige zu machen. Aber auch Fritz ist mir ans Herz gewachsen. Scheint er zunächst ein alter Zausel zu sein, erfährt man nach und nach, wie es in ihn und seinen Herzen wirklich aussieht.
In den Roman stehen aber nicht nur Fritz, Emma und Marie im Mittelpunkt. Auch die Einwohner von Oberkirchbach kommen nicht zu kurz und nehmen einen großen Teil der Handlung an. Manchen von ihnen sind ganz schön schrullig, aber liebenswert und genau wie Marie schließt man mit ihnen Freundschaft und fiebert dem Höhepunkt, der großen Dorffeier entgegen.
„Fritz und Emma“ ist ein wundervoller, berührender und doch auch humorvoller Roman der mir sehr gut gefallen hat und es wird garantiert nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein. Ich hatte mit Fritz, Emma, Marie und all den anderen Oberkirchbachern wundervolle, vergnügliche Lesestunden und daher gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung und 5 hochverdiente Sterne.

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