Sputnik Sweetheart

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • Tokio: -, 1999, Titel: 'Supūtoniku no koibito', Originalsprache
  • Köln: DuMont, 2002, Seiten: 234, Übersetzt: Ursula Gräfe
  • München: btb, 2004, Seiten: 221
  • Köln: DuMont, 2010, Seiten: 234

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Im Frühling ihres zweiundzwanzigsten Lebensjahres verliebte sich Sumire zum allerersten Mal. Heftig und ungezügelt, wie ein Wirbelsturm über eine weite Ebene rast, fegte diese Liebe über sie hinweg.« Sumires Kosename für die siebzehn Jahre ältere Miu ist »Süßer Sputnik«. Auf einer Reise durch Europa verschwindet Miu plötzlich auf geheimnisvolle Weise.

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Letzte Kommentare:
25.01.2015 12:51:47
Senpai Amano

Haruki Murakamis 1999 veröffentlicher Roman "Sputnik Sweetheart" könnte auch als eine "Geschichte ohne Ende" bezeichnet werden. Sicher, das Buch endet, es gibt keine Seiten mehr zu lesen, und dennoch, es bleibt dem Leser überlassen wie er diese Geschichte beendet.

Sputnik Sweetheart ist eine mysteriöse Liebesgeschichte. Auch wenn es eigentlich ein Roman ist der dem Existenzialismus zugeordnet werden könnte, ist, und bleibt, dieses wundervolle Werk, eine Liebesgeschichte.

Haruki Murakami erzählt die Geschichte eines jungen Grundschullehrers der ziemlich heftig in Sumire verliebt ist. Er und Sumire sind ungefähr im gleichen Alter, könnten auf dem ersten Blick aber nicht unterschiedlicher sein. Sumire, Kettenraucherin, mit Schlabberklamotten ausgestattet, brach ihr Studium ab um sich dem Schreiben von Romanen zu widmen. Dies gelingt ihr mehr oder weniger erfolgreich. Als sich beide aber genauer kennenlernen bemerken sie, das sie viele Gemeinsamkeiten haben, besonders was ihr Denken angeht. Sumire lässt jede einzelne ihrer Geschichten von K. lesen und erwartet seine ehrliche Meinung. Für K. wird diese ungleiche Freundschaft jedoch bedeutender. Er verliebt sich in die junge Sumire die aber seine Gefühle nicht erwidert. Doch Sumires komplettes Leben ändert sich als sie die geheimnisvolle Miu trifft. Pech für K., Sumire verliebt sich in Miu. Miu bietet Sumire einen Job an so lange sie noch unentschlossen ist wie es mit ihrer Karriere als Autorin weitergeht. Sumire nimmt das Angebot an und ändert ihren bisher rebellischen Lebensstil komplett. Sie kleidet sich Damenhaft und findet gefallen an ihrem neuen, eleganten Stil. Dabei entfernt sie sich, ohne es wirklich zu wollen, immer mehr von K. der immer noch unsterblich in sie verliebt ist. Miu nimmt Sumire mit auf Reisen. Sie versucht weiterhin Briefkontakt mit K. zu halten. In Griechenland ereignet sich jedoch eine Tragödie, Sumire verschwindet und bleibt verschollen. Miu setzt alle Hoffnungen auf K., der sofort nach Griechenland fliegt um ihrem mysteriösen verschwinden nachzugehen. Das erste Puzzleteil ist dabei Mius rätselhafte Vergangenheit.

Murakami führt uns erstmals recht schnell in eine Geschichte ein. Wir wissen zwar am Anfang noch nicht welche Wendung die Geschichte nehmen wird, bemerken aber schnell das wir es hier nicht mit einer gewöhnlichen Liebesgeschichte dreier Menschen zu tun haben. Ständig zieht uns Murakami mit gewohnt eleganten Worten in eine Traumwelt. Von Seite zu Seite erfahren wir genauer was auf der griechischen Insel, in der Nacht bei Sumires verschwinden, tatsächlich passiert ist.

Am Ende lässt uns Murakami mit einem großen Fragezeichen zurück. Man verspürt nur viel Mitleid mit K., der sich auf eine Odyssee begeben hat die kein Ziel hat. Am Ende ist er der wahre Verlierer in dieser Geschichte und hinterfragt sogar noch die Existenz von Sumire. Murakami bekommt das sogar so gut hin das der Leser den Platz von K. einnimmt.
Die Geschichte endet mit einem seltsamen Telefonanruf der an K. gerichtet ist. Genau an dieser Stelle, die mir einen Schauder über meinen gesamten Körper jagte, beginnt es für den Leser selbst diese Geschichte zu beenden. Und wie immer hat Murakami bewiesen was für ein grandioser Erzähler er doch ist.