Sie haben mich nicht gekriegt

Erschienen: Februar 2021

Bibliographische Angaben

- HC, 512 Seiten

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Eine Buchhändlerin wider Willen und eine Revolutionärin aus guten Gründen: zwei Frauen, deren Lebenswelten kaum unterschiedlicher sein könnten. Marie wächst behütet in Bayern auf und wird schon früh von ihrem Vater dazu bestimmt, eines Tages seine Buchhandlung zu übernehmen. Was sie zunächst als Zwang empfindet, entwickelt sich bald zu einer großen Leidenschaft und nach ihrer Flucht in die USA zur Lebensaufgabe. Tina wird als Arbeiterkind in bitterer Armut in Norditalien geboren und über den Umweg Hollywood zur Fotografin und kommunistischen Revolutionärin. Sie engagiert sich bis zur Erschöpfung, wo auch immer sie die Partei hinschickt: vom spanischen Bürgerkrieg bis ins revolutionäre Mexiko.Welcher Lebensentwurf ist geglückter? Die Revolution zwischen Buchdeckeln oder die mit dem Einsatz von Leib und Leben? Souverän verknüpft Felix Kucher die sehr unterschiedlichen Lebenswege zweier Frauen, die jede auf ihre Art dem Faschismus überzeugend entgegentreten.

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Letzte Kommentare:
26.03.2021 11:54:32
lielo99

Tina Modotti und Mary S. Rosenberg sind die beiden Frauen, welche als Hauptpersonen des Buches „Sie haben mich nicht gekriegt“ dienen. Während die eine in bitterer Armut aufwächst, erlebt die andere ihre Kindheit recht unbeschwert. Beide eint ihre Abscheu gegenüber dem Faschismus, der sich in den 1930er Jahren immer weiter ausbreitet. Der Ruf nach Revolutionen wird auch vorher schon laut, wie etwa in Mexiko oder Spanien. Was Hass und Verfolgung mit den beiden Frauen macht, wird in dem Roman faktenreich beschrieben.

Kein leicht zu lesendes Buch, nein eher anstrengend. Immer wieder schwenkt der Autor Felix Kucher von der einen Hauptperson zur anderen und schreibt im Nachwort, dass über Tina Modotti etliche unterschiedliche Biografien existieren. Dass sie nicht unumstritten war, ist wohl allgemein bekannt. Ob sie allerdings tatsächlich als „femme fatale“ lebte, ist nicht belegt. Die Dialoge der beschriebenen Personen sind lebendig und niemals an den Haaren herbeigezogen. Sie lockern die Sachlichkeit des Romans auf.

Trotz weniger belegter Ereignisse aus dem Leben Frau Modottis gelang Herr Kuchner, ein interessantes Stück aus der Vergangenheit zu schreiben. Es geht nämlich nicht ausschließlich darum, dass das Leben zweier Antifaschistinnen beschrieben wird. Die Situation der Menschen zur damaligen Zeit spielt hier eine wichtige Rolle und deren Darstellung gelang dem Autor gut. Frauen waren noch längst nicht so emanzipiert wie heute und ohne den Kampf einiger starker Persönlichkeiten, gäbe es die Gleichberechtigung bis heute nicht.

05.03.2021 19:23:30
Musteplume

Dieses Buch begleitet zwei Frauen durch das Zwanzigste Jahrhundert.

Marie ist Jüdin und wächst in Bayern auf. Dort wird sie Buchhändlerin. Sie ist absolut unpolitisch,  glaubt nur an bzw. lebt für ihre Bücher.

Tina ist eine italienische Arbeitertochter, später emigriert sie in die USA und wird Mitglied der Kommunistischen Partei,  deren Einsätze sie um die halbe Welt bringen.

Durch die Lebensgeschichten der beiden Frauen werden dem Leser Eindrücke in die Weltgeschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts  vermittelt,  die Räterepublik in Deutschland,  die Machtergreifung der Nationalsozialisten,  die Mexikanische Kulturrevolution, der Putsch in Spanien.
Allerdings ist mir das manchmal zu wenig tiefgreifend erzählt, da fehlt mir mitunter ein wenig das Erleben der Protagonistin. Grade Marie bleibt für mich etwas "blutleer", ich bekomme kein richtiges Bild von ihr.

Im Großen und Ganzen ist der Roman allerdings großartig.  Die Verknüpfung der beiden Hauptfiguren ist fantastisch. Beide lesen zum Beispiel das selbe Gedicht, oder die Überleitung ist "ein blutiges Bett".

Mitunter hatte der Roman so seine Längen,  es ist kein Buch, dass ich in einem Rutsch durchlesen muss, allerdings war es schon so einnehmend,  das keine Gefahr bestand, nicht weiter gelesen zu werden.

Ein einfühlsamer, manchmal drastischer Roman, der zum Denken anregt und auf jeden Fall nicht dümmer macht!

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