Erste Person Singular

Erschienen: Februar 2021

Bibliographische Angaben

- aus dem Japanischen von Ursula Gräfe

- 4 Audio-CDs

- ungekürzt gelesen von Frank Arnold

- Gesamtspielzeit: ca. 300 Minuten

Couch-Wertung:

55

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Sandra Dickhaus
Geschichten über die wesentlichen Fragen des Lebens

Buch-Rezension von Sandra Dickhaus Apr 2021

Eine Sammlung von acht Geschichten befindet sich auf dem Hörbuch, die in der Ich-Perspektive schildern, welche Fragen den Erzähler (oder auch den Autor? Man weiß es nicht so genau) umtreiben: Wer bin ich? Wer war ich? Wer werde ich in Zukunft sein? Dabei geht es neben erloschener Liebe um Bücher, Musik, Philosophie und prägende Erinnerungen der Jugend. Die Stimmung wechselt von einem Gemisch aus Tragik und Komik hin zu Melancholie über scharfsinnige Gedanken.

Anderes von Murakami gewohnt

Allerdings gelingt es, wenn man Murakamis vorhergegangene Werke kennt, mit diesen Erzählungen nicht, den Nerv des Zuhörers zu treffen. Der Zugang ist durch das Wirrwarr - ob gewollt oder nicht - zwischen Fiktion und Realität (so taucht auch der Name des Autors zwischendrin mal auf) schwierig; man findet irgendwie keine Schublade, in die man diese Geschichten einordnen soll. Ist es jetzt autobiografisch geprägt? Was ist denn wahr, was nicht? Auch den Zusammenhang zwischen all dem zu finden, ist - trotz großer Mühe - nicht vollständig gelungen. Schon nach dem Hören der ersten Geschichte machte sich Enttäuschung breit, da man doch anderes von Murakami gewohnt ist. Da brauchte es wirklich noch einmal Überwindung, das Hörbuch in den CD-Player zu schieben und weiterzuhören. Es bot sich kein wirklicher Anreiz, keine Spannung, sondern eher das Gefühl der Undurchdringlichkeit und die Frage: Was soll das alles? Das liegt keineswegs an Sprecher Frank Arnold, dessen Stimme man durch diverse Dokumentationen, Kulturmagazine oder bekannte Hörbücher kennt. Sie trägt angenehm durch die Erzählungen - wenn da nicht der Inhalt wäre!

Interessant ist allerdings der Titel des Buches Erste Person Singular, die im Deutschen nicht solch eine Tragweite hat wie im Japanischen. Hier teilt das eigentliche „Ich“ schon eine Menge über den Menschen an sich mit: Ist er ein Mann oder eine Frau? Welche soziale Stellung bekleidet er? Allerdings wird dort wenig Wert auf den Einzelnen gelegt, man nimmt sich nicht so wichtig. Ist das hier im europäischen Kontext einfach anders? Fehlt deswegen der Zugang?

Fazit

Auch wenn das Werk durch das Einbinden autobiografischer Gegebenheiten leben soll, ist es schwierig, diese im Wirrwarr der Fiktion herauszufiltern und adäquat wahrzunehmen. Ein undurchdringlicher Nebel bleibt dann doch - und die Frage danach, was das Ganze eigentlich soll.

Erste Person Singular

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