Glück hat einen langsamen Takt

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

- HC, 192 Seiten

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Sandra Dickhaus
Was haben Glück, ein Leichenfund und ein Aufenthalt im Ferienlager gemeinsam?

Buch-Rezension von Sandra Dickhaus Apr 2021

Genau dies vereint die Autorin gekonnt in einem Buch. Gerade begonnen zu lesen und schon vorbei: Die Kurzgeschichtensammlung lässt sich wunderbar in einem Rutsch durchlesen, und immer wieder hält man kurz inne, wenn sich eine neue Wendung in der Erzählung ergeben hat. 20 Geschichten schenken einen Einblick die unterschiedlichsten Situationen, bieten reizvolle Momentaufnahmen und regen zum Nachdenken und Schmunzeln an. Es ist kaum möglich, sie zusammenzufassen, und wahrscheinlich soll das auch so sein. Abwechslungsreich begegnen uns Protagonisten, die ganz nah an der Wirklichkeit leben, die der eigene Nachbar oder auch der eigene Freund sein könnte. Da gibt es beispielsweise Lore, die ganz nervös wird, als ihr Grundstück nach der Zwangsversteigerung nach vielen, vielen Jahren umgegraben und eine Leiche entdeckt wird; oder drei Freunde, die eine erschreckende Erfahrung im Ferienlager machen, die sie aber für ihr Leben zusammenschweißt. Das sind nur einige Figuren, die hier eindrücklich geschildert werden.

Die Autorin beweist psychologisches Gespür

Raffiniert und voller Überraschungen gelingt es der Autorin immer wieder, ein neues Bild vor dem inneren Auge aufflackern zu lassen. Sie versetzt sich in das Innenleben der von ihr geschaffenen Protagonisten und zeigt, welch psychologisches und literarisches Gespür sie besitzt. Auch der tiefere Sinn bleibt nicht verborgen; manchmal versteckt er sich sogar direkt im Ungesagten. Gerade das Schreiben eindringlicher, nicht langweiliger Kurzgeschichten ist eine Kunst für sich, die Borrmann augenscheinlich auch beherrscht. Dabei wechseln Erzählperspektiven, Figuren, Orte und Themen, ohne dass dies im Gesamtbild stören würde. Die Beschränkung auf einen zentralen Konflikt, der unmittelbare Beginn, die Herausforderung, zu erkennen, um welche Thematik es sich handelt - all dies erwartet den Leser, der auf keinen Fall enttäuscht wird.

Fazit

In flüssiger, schnörkelloser Sprache erzählt Mechtild Borrmann eindringlich von unterschiedlichsten Menschen in Extremsituationen. Erkennbar ist hier, dass es ihr gelingt, eine vollständige Situation in wenigen Sätzen dennoch teils nachdrücklicher zu erzählen, als so mancher dicker Wälzer es vermag.

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