Meine ferne Schwester

Erschienen: Januar 2021

Bibliographische Angaben

- OT: The Secrets between us

- aus dem Englischen von Mechtild Ciletti

- HC, 496 Seiten

Couch-Wertung:

65

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Monika Wenger
Eine sehr britische Lektüre

Buch-Rezension von Monika Wenger Feb 2021

Am ersten Weihnachtsfeiertag 1937 stirbt der Witwer Hugh Craxton in Glasgow an einer Lungenentzündung. Er hinterlässt zwei Töchter, Rowan und Thea. Rowan ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann London; Thea steht kurz vor dem Schulabschluss und würde gerne später ein Studium beginnen. Doch Hugh Craxton hinterlässt noch eine weitere Ehefrau, Sophie, und zwei gemeinsame Söhne in London …

Doppelleben

Nachdem Sophie Craxtons Ehemann Hugh von einer Geschäftsreise zu Weihnachten nicht nach Hause zurückgekehrt ist, macht sie sich auf Spurensuche. Sie findet heraus, dass Hugh am ersten Weihnachtsfeiertag in Glasgow verstorben ist. Gleichzeitig muss sie feststellen, dass ihr Ehemann ein Doppelleben geführt haben muss: ein Leben in Glasgow als Witwer mit zwei Töchtern, Rowan und Thea, und ein Leben in London als Sophies Ehemann und Vater ihrer beiden Söhne.

Am Tag seiner Beerdigung reist Sophie nach Glasgow. Dort macht sie Bekanntschaft mit Thea und kann mit ihr ein kurzes, belangloses Gespräch führen. Wieder zu Hause, zögert Sophie erst, entschließt sich dann aber, Kontakt mit Hughs Töchtern aufzunehmen und ihnen von ihrer Familie zu erzählen. Gleichzeitig wünscht sie sich, mehr aus Hughs anderem Leben zu erfahren.

Die jüngere der beiden Frauen, Thea, findet rasch und unkompliziert Zugang zu Sophie und den Jungs, während Rowan, mit ihren eigenen Eheproblemen beschäftigt, selber ein Geheimnis mit sich trägt ...

Die Lebenslüge

Judith Lennox erzählt in ihrem Roman Meine ferne Schwester von einer großen Lebenslüge: Nach dem Tod von Hugh Craxton stellt sich heraus, dass dessen Leben ein Verrat an seinen Liebsten gewesen ist. Die Töchter und die Söhne gehen unterschiedlich damit um: Während Rowan wenig Interesse an Sophie und den Jungs zeigt, hält Thea den Kontakt. Trotzdem ist es für alle Beteiligten nicht einfach, und die Verarbeitung sowie die Neuorientierungen werden durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges noch erschwert.

Anschaulich beschreibt die Autorin diese Zeit, als England in den Krieg eintritt, London bombardiert wird und das Leben der Menschen großen Einschränkungen unterliegt. Während es der Oberschicht nicht an Vergnügungen mangelt, leiden und hungern die Ärmsten. Es gelingt Judith Lennox sehr gut, diese Zeit des Krieges, das entbehrungsreiche Leben und die großen und kleinen Überlebenskämpfe zu beschreiben und den Leser an den verschiedenen Lebenswegen teilhaben zu lassen.

Obwohl der Klappentext und der Buchtitel eine Geschichte ausschließlich über die Schwestern Rowan und Thea vermuten lässt, liegt der Fokus eher auf Sophies Leben. Die Autorin verwendet abwechselnd mehrere Erzählstränge, ohne dass sich dabei etwas Verbindendes entwickeln würde; beim Lesen entsteht deshalb der Eindruck, mehrere Geschichten parallel zu verfolgen - das ist schade. Dennoch ist es eine unterhaltsame und sehr britische Lektüre.

Fazit

Eine Familiengeschichte, eingebettet in die Zeit des Zweiten Weltkrieges, die zeigt, dass Geheimnisse trotz größter Vorsicht unverhofft ans Tageslicht kommen können. Sie erzählt auch von tiefer geschwisterlicher Verbundenheit und Zuversicht in einer Welt von Krieg und Verlust. Die Lektüre ist, trotz einiger Längen, flüssig geschrieben und unterhaltsam.

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