Der Basar des Schicksals

Erschienen: Oktober 2020

Bibliographische Angaben

- OT: Le Bazar de la Charité

- aus dem Französischen von Antoinette Gittinger

- Broschur, 416 Seiten

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Monika Wenger
Verheerendes Feuer

Buch-Rezension von Monika Wenger Okt 2020

Während einer Wohltätigkeitsveranstaltung bricht im Basar ein Feuer aus und verbreitet sich rasend schnell. Da sich die Türen der Holzkonstruktion nur nach innen öffnen lassen, kann sich die eingeschlossene Menschenmenge nicht rasch genug befreien. Unter den Opfern sind besonders viele Frauen, auch die Schwester der Kaiserin Sissi. Für den Polizeipräfekten ist klar, dass Anarchisten eine Bomben gelegt haben und er unternimmt alles, um diese dingfest zu machen ...

Spurensuche

Die junge und ambitionierte Journalistin Lucile ist gerade mit dem Feuerwehrmann Mattéo für eine Reportage auf der Feuerwache, als der Brand im Basar ausbricht. Am Brandort angekommen, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: Das Feuer hat sich rasend schnell verbreitet und alle Bemühungen, die eingeschlossene Menschenmenge zu befreien, erweisen sich als äußerst schwierig. Endlich ist es geschafft, doch über hundert Tote sind die traurige Bilanz. Lucile versucht, gemeinsam mit dem Chef der Sicherheitspolizei, die Ursache für das Feuer zu finden. Im Verlaufe der Ermittlungen finden sie Hinweise, dass nicht Bomben den verheerenden Brand ausgelöst haben. Doch politisch motivierte Persönlichkeiten möchten gerne die Anarchisten als Täter präsentieren.

Gleichzeitig, im Zuge der Identifikation von Toten, packen vier Frauen ihre Chance und versuchen, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben. Der Zeitpunkt scheint nie günstiger gewesen zu sein. Ob ihr Vorhaben gelingt und sie sich von ihren gesellschaftlichen und häuslichen Fesseln befreien können?

Roman und Historie

Die tragische Brandkatastrophe im Mai 1897 in Paris hat die Autorin Odile Bouhier als Grundlage für ihren Roman Der Basar des Schicksals verwendet. Rund um dieses furchtbare Ereignis erzählt sie die Geschichte der jungen Journalistin Lucile und verbindet sie mit den Schicksalen anderer Figuren: Da ist ihr Kollege Hugues, ein ebenfalls leidenschaftlicher Journalist, welcher ein Verhältnis mit einer adeligen Dame eingeht und sein Leben lassen muss; weiter Luciles Patenonkel, der charakterstarke Chef der Sicherheitspolizei, welcher sich nicht manipulieren lässt und die wirklichen Täter aufspüren will; und natürlich die verschiedenen Persönlichkeiten der Pariser Gesellschaft, welche, jeweils ihre eigenen Interessen verfolgend, auch nicht vor Verleumdung und Gewalt zurückschrecken.

Ein leicht zu lesender Roman mit Ungereimtheiten, aber mit interessanten Details zu einem äußerst tragischen Ereignis. Die historischen Begebenheiten und Hintergründe sind spannend erzählt und lassen bildhafte Eindrücke einer vergangenen Epoche zurück. Der Erzählstrang des fiktiven Geschehens ist sehr einfach gehalten und lässt stellenweise eine gewisse sprachliche Geschmeidigkeit vermissen. Dennoch ist die Lektüre unterhaltsam und enthält sowohl spannende wie auch romantische Elemente.

Fazit

Eine tragische Begebenheit hat die Autorin in einen unterhaltsamen Roman gepackt. Ergänzt mit vielen kleinen historischen Details, gespickt mit viel Wissenswertem aus den Bereichen der forensischen Zahnmedizin und der Pyrotechnik ermöglicht die Geschichte einen kleinen Einblick in die französische Gesellschaft des Jahres 1897. Kriminalistische und romantische Einlagen runden das Ganze ab.

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