Das Wörterbuch des Windes

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

- TB, 576 Seiten

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Wenn das Ende einer Liebe der Anfang eines neuen Lebens ist

In Island, der Insel der Winde, treffen sie am Walfjord aufeinander: die deutsche Touristin Swea, deren Ehe gerade auf der gemeinsamen Reise zerbrochen ist, der ehemalige Lehrer Einar Pálsson und der scheue Jón Árnarsson. In Einars Haus am Meer versucht Swea noch einmal ganz neu anzufangen. Früher hat sie Kunst studiert, wollte malen, Liebhaber sammeln und auch sonst in jeder Hinsicht frei sein. Aber kann man wirklich alles auf Null setzen? Auf der Suche nach Antworten entdeckt Swea das Leben und das Lieben neu und wagt es schließlich, ihre eigenen Geister zurückzulassen und dem Weg des Windes zu folgen.

Das Wörterbuch des Windes

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Letzte Kommentare:
30.11.2020 11:03:45
leseratte1310

Eigentlich sollte die Islandreise von Swea und Henrik Schwarzenberg das Paar wieder näher zusammenbringen. Doch als Swea erkennt, dass ihr Mann sie betrügt, trennt sie sich und findet zunächst Zuflucht bei dem siebzigjährigen Isländer Einar, der selbst gegen seine Dämonen kämpft. Auch sein Untermieter Jón hat schon einiges hinter sich. Jeder von ihnen versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Wird es Swea gelingen, noch einmal von vorne zu beginnen?
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Nina Blazon. Sie hat einen schönen und bildhaften Schreibstil. Die raue Natur in Island wie auch die besondere Kultur prägen auch die Menschen. Das ist gut nachvollziehbar dargestellt.
Swea ist eine sympathische Frau, die erst einmal mit ihren Enttäuschungen fertig werden muss. Ihren Wunsch selbstbestimmt und frei zu leben sowie ihre Träume hat sie irgendwann hinter sich gelassen und nun muss sie zu sich selbst finden. Einar bietet ihr Unterkunft für unbestimmte Zeit an. Mit der Zeit entsteht ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden.
In Island findet Swea Zuflucht und kann ihr Leben wieder ordnen. Sogar die Liebe ist wieder möglich in ihrem Leben.
Es ist voraussehbar, wie die tiefgründige Geschichte enden wird, aber es ist interessant mitzuerleben, wie der Weg dorthin verläuft.
Mit hat dieser ruhige Roman sehr gut gefallen.

25.10.2020 21:40:47
Reader

Atmosphärischer Islandroman

Swea steht am Ende ihrer Ehe; Einar kehrt in seine Heimat zurück. Die eine sieht ihr Leben vor einem Scherbenhaufen, der andere scheint vor etwas zu fliehen. Was die beiden verbindet: der Schauplatz Island.
Der Roman zieht den Lesen sofort in seinen Bann; das ideale Buch für lange Herbst- oder Wintertage, zum Träumen und sich wegtragen lassen ins ferne Island. Das Land dient nicht nur als Kulisse, sondern seine Sagen und Legenden, Eigenheiten und Geschichte tragen einen wesentlichen Teil zur Handlung bei.
Blazon erzählt Sweas und Einars Geschichte im Wechsel, immer spannend und unterhaltsam. Die Sprache saugt einen mitten hinein ins Geschehen und man vergisst beim Lesen die Zeit um einen herum.
Die Charaktere haben mir alle gut gefallen, selbst die unsympathischern waren gut herausgearbeitet. Obwohl der Klappentext schon viel von der Handlung vorgibt, bliebt es bis zuletzt spannend und man möchte unbedingt weiter lesen.
Ein sehr schöner Wohlfühlroman, den ich nur weiterempfehlen kann.

25.10.2020 14:51:25
TochterAlice

Aus der gemeinsamen Islandreise mit ihrem Mann Henrik wird für Swea tatsächlich wie geplant ein Neustart des Lebens, allerdings ganz anders als gedacht: gerade wieder hatten sich die beiden nach einem Jahr Auszeit bedingt durch Henriks Affären wieder zusammengerauft, da wird durch einen Zufall klar, dass der Gute immer noch mehrere Eisen im Feuer hat.

Swea lässt ihn mitten in der Natur stehen und macht mit dem gemeinsamen Mietwagen die Biege. Und landet bei einem zurückhaltenden, fließend deutsch sprechenden alten Herrn namens Einar und dessen Mieter Jón. Der ist noch mehr als zurückhaltend, fast furchtsam. Trotz allem, Einar nimmt sie ohne viel Fragen bei sich auf und ermuntert sie, so lange wie sie möchte, da zu bleiben.

Allmählich kommen sich Einar und Swea näher, verbal natürlich zur und es entwickelt sich eine Art zaghaftes Vertrauensverhältnis, aus dem irgendwann gemeinsame Tangotanzabende in dem stillen Haus werden.

In der Zeit hat sich Swea - eine Bankerin mit dem Herzen einer Künstlerin - bereits einige berufliche Standbeine geschaffen, bei denen es zunächst nur um das Finanzielle geht, bald wir daraus mehr.

Denn Island trifft sie mit seiner ganzen Wucht tief in ihrem Herzen. Auch, wenn sie immer noch um ihre Ehe trauert und sich auch sonst von Familie und Freunden betrogen fühlt, ist sie auf eine gewisse Weise angekommen.

Ob das so bleibt? Um das zu erfahren, ist die Lektüre dieses schönen und warmherzigen Romans unerlässlich. Obwohl ich hier lobende und positive Worte finde, muss ich zugeben - ich bin ein kleines bisschen enttäuscht. Denn Blazons gegenwartsliterarischer Vorgängerroman, der auch im Norden, allerdings in Finnland spielte, hatte mich tief in meinem Inneren getroffen, mit voller Wucht und hatte sich zu einem Leib- und Magenroman entwickelt, wie es nur selten ein Buch schafft. Das ist hier nicht so, dennoch empfehle ich diesen Roman, denn die Autorin schreibt mit Herz und Verstand und bringt zudem viel Spannendes über Island hinein.

10.10.2020 18:18:58
Readaholic

Falle, um zu fliegen
Swea und Henrik sind für ihre zweite Hochzeitsreise nach Island gefahren, doch während eines Ausflugs findet Swea heraus, dass ihr Mann sie betrügt. Sie lässt Henrik am Weg stehen und braust mit dem Mietwagen davon. Dabei hat sie eine Beinahekollision mit einem Pferd und landet im Straßengraben.
Zum Glück passiert der Unfall in der Nähe von Einar Palssons Haus. Einar, der bis vor kurzem als Lehrer in Deutschland gelebt hat, nimmt Swea bei sich auf, denn eine Rückkehr ins Hotel kommt für Swea nicht in Frage. Sie beschließt, vorerst nicht nach Hause zurückzufliegen und erst einmal ihr Leben zu überdenken. Will sie wirklich nach Deutschland zurückkehren und den Rest ihres Lebens als Bankangestellte und Ehefrau des mehr oder weniger erfolgreichen Künstlers Henrik verbringen? Hat sie sich nicht die letzten Jahre selbst verleugnet, immerhin wollte sie selbst als junge Frau Malerin werden und gab ihre Ambitionen auf, damit ihr Mann die seinen ausleben kann.
Von Tag zu Tag verändert sich Swea mehr, sowohl äußerlich als auch in ihrem Denken. Sie genießt die Freiheit, sich so zu geben, wie ihr der Sinn danach steht. Schnell lernt sie Leute kennen und bekommt dank ihrer neuen Freundin Lif Zugang zur Künstlerszene in Reykjavik. Sie beginnt Isländisch zu lernen und findet einen Aushilfsjob, denn sie muss dringend Geld verdienen, da Henrik und ihr Vater die gemeinsamen Konten in Deutschland gesperrt haben, bis Swea wieder zur Vernunft kommt...
„Das Wörterbuch des Windes“ ist ein spannender und einfühlsamer Roman über verschlungene Lebenswege, Entscheidungen und die Möglichkeiten, die das Leben in jedem Lebensalter bietet. Darüber hinaus erfährt der Leser viel über Island und seine Bewohner. Nina Blazon hat es geschafft, mich mit der Handlung immer wieder zu überraschen. Den Mittelteil habe ich als etwas zäh empfunden und ich fand es wenig glaubhaft, dass Swea in solcher Rekordzeit Isländisch gelernt haben soll. Aber alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen.

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