Der Sommer der Islandtöchter

Erschienen: Mai 2020

Bibliographische Angaben

- TB, 368 Seiten

Couch-Wertung:

70
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Monika Wenger
Schicksalhafte Entscheidungen

Buch-Rezension von Monika Wenger Jul 2020

Im Jahr 1978 verbringt Monika gemeinsam mit ihren Eltern, einer Kaufmannsfamilie aus Lüneburg, Ferien bei Freunden auf Island. Monika ist enttäuscht, weil ihr Verlobter Peter aufgrund einer fadenscheinigen Ausrede zu Haus geblieben ist. Auf Island verliebt sie sich Hals über Kopf in Kristjàn, doch Monikas Eltern greifen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ein und spielen Schicksal…

Vierzig Jahre später: Hannah leidet schwer darunter, dass sie ihren Beruf als Musikerin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Dieser Belastungsprobe ist ihre Ehe nicht gewachsen, die mittlerweile vor dem Aus steht. Hannah beschließt, gemeinsam mit ihrem Sohn eine einjährige Auszeit auf Island zu nehmen…

Ein Jahr Auszeit auf Island

2018: In einem Häuschen auf Island richtet sich Hannah mit ihrem kleinen Sohn Max ein. Bereits im Vorfeld hat sie sich Kenntnisse der Sprache angeeignet, sodass der Einstieg in das neue Leben vor Ort leichter fallen soll. Mit der unkomplizierten Vermieterin Freyja freundet sich Hannah rasch an, und da auch der kleine Max sich sehr schnell einlebt, hilft sie im kleinen Café von Freyja aus.

Durch Freyja lernt Hannah Jòn, den Mann für alle Fälle, kennen und verliebt sich in ihn. Doch bevor die Liebesgeschichte zwischen ihnen so richtig beginnen kann, müssen einige Dinge aus der Vergangenheit geklärt werden…

Die Erzählungen über Monika und Hannah finden auf zwei Zeitebenen statt. Die Handlungen werden in abwechselnden Kapiteln erzählt. Beide Stränge nähern sich nach und nach und werden schließlich miteinander verflochten, sodass man das Geheimnis dahinter Stück für Stück entschlüsseln kann. Die Geschichte ist einfach erzählt und die Hauptfiguren hinterlassen einen eher blassen Eindruck.

Eindrücklich und intensiv hingegen gelingt der Autorin die Beschreibung der isländischen Landschaft, des ganz besonderen Wetterverhaltens und der kulturellen Gegebenheiten. Das gibt dem Leser einen tollen Einblick und versöhnt mit der wenig tiefgründigen Handlung.

Fazit

Eine Liebes- und Lebensgeschichte mit wenig Tiefgang, aber mit viel Island-Feeling. Einfach zu lesen und deshalb unterhaltsam.

Der Sommer der Islandtöchter

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