Ein Sonntag mit Elena

Erschienen: August 2020

Bibliographische Angaben

- OT: Una Domenica

- aus dem Italienischen von Verena von Koskull

- HC, 240 Seiten

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"Elena prostete ihm zu: 'Danke', sagte sie, 'Heute Morgen beim Aufwachen hatte ich den Kopf voller Schatten. Alle haben Sie nicht verjagt, aber ein paar schon. Danke dafür, wirklich.'"

Einst reiste er als Ingenieur um die Welt und baute riesige Brücken. Nach dem Tod seiner Frau aber ist es still geworden in der Turiner Wohnung am Fluss. Sein Sohn lebt in Finnland, mit der jüngeren Tochter hat er keinen Kontakt, nur die älteste sieht er ab und zu mit ihrer Familie. An einem Sonntag kocht der ältere Mann ein traditionelles Mittagessen für sie. Doch sie sagt kurzfristig ab. Im Park lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zum Essen zu sich ein. Diese zufällige Begegnung wird alle drei für immer verändern.


Eine Geschichte voller Zuversicht und Wärme, die ein stilles Glück in den Herzen zurücklässt.

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Letzte Kommentare:
05.09.2020 16:38:28
TochterAlice

Wie soll ich ihn nennen, den Protagonisten dieses Romans? Denn im Buch ist er grundsätzlich "mein Vater", denn die Erzählerin ist Giulia, seine iüngere Tochter, das mittlere von drei Kindern und das, mit dem ihn sein sehr emotionales und gleichzeitig schwieriges Verhältnis verbindet. Ich werde ihn also mit Blick auf die Erzählerin als "Giulias Vater" bezeichnen.

Dabei ist sie gar nicht bei allem, was sie uns, den Lesern verrät, zugegen. Aber wie auch immer, sie weiß es und sorgt dafür, dass uns genug Hintergrundwissen über die Familie vermittelt wird.

Eine originelle Konstellation also, aus der ein ausgesprochen atmosphärischer Roman entstanden ist, bei dem der besagte Sonntag nicht ganz so zentral ist, wie es durch den Titel vermittelt wird. Oder vielleicht doch, aber auf andere Art und Weise.

Giulias Vater ist nämlich vor recht kurzer Zeit verwitwet , vor acht Monaten erst, unerwartet noch dazu. Er, der bis vor kurzem als Ingenieur an internationalen Brückenbauten überall in der Welt beteiligt und mehr unterwegs als zu Hause war, sucht nun nach einem neuen Platz, einer neuen Bestimmung im Leben - und findet sich in der Situation einer Hausfrau. Er hat nämlich - zum ersten Mal überhaupt in seinem Leben - für einen Teil seiner Familie gekocht und erwartet sie zum Sonntagsessen, kurzfristig erfolgt eine Absage.

Durch Zufall trifft er Elena, eine junge Frau - nur wenig älter als seine eigenen Kinder - mit ihrem Sohn Gaston im Park, es kommt zu einem gemeinsamen Mahl in seiner Wohnung. Die etwas in jedem der drei Beteiligten anstößt. Auf eine gewissermaßen beiläufige Art, wie es oft so im Leben ist.

Der Autor Fabio Geda macht deutlich, dass sich die Bedeutung dieser gemeinsamen Zeit erst im Nachhinein zeigt. Wie es so oft im Leben der Fall ist. Aber ich habe es noch nie so lebensah dargestellt in einem Roman erlebt. Wenngleich ich die technischen Beschreibungen, wenn es um den Job des Vaters ging, jetzt nicht so spannend fand. Und einiges andere auch nicht. Insgesamt aber ein lebendiger, farbiger Roman über das Leben als solches - und darüber, wie sich gewisse Gemengelagen von einem auf den anderen Moment verschieben, einfach so, bei jedem von uns. Das ist mir im Rahmen dieser Lektüre erst so richtig klar geworden!

06.08.2020 23:29:14
hhal1985

Der Roman ist aus der Sicht einer Tochter, die sich nach dem Tod ihrer Mutter von ihrem Vater entfremdet hat, erzählt und thematisiert die Schwierigkeit, als erwachsenes Kind eine tiefe Beziehung zum Vater aufzubauen.
Durch Begegnungen mit Fremden realisieren sowohl die Tochter als auch der Vater, dass ihnen der Kontakt fehlt und finden so wieder etwas näher zueinander.
Zwar bleiben die Charaktere etwas oberflächlich, sind aber durchaus interessant. Dass die Handlung in Italien spielt gibt dem Roman eine angenehme Atmosphäre und eine besondere Note.
Der Schreibstil ist unaufgeregt und passt zum ganzen Setting des Romans.
Insgesamt eine interessante und lesenswerte Familiengeschichte, die zwar nicht an die ganz großen Vertreter dieses Genres herankommt, aber durchaus über Tiefgang verfügt und zum Nachdenken anregt.

29.07.2020 21:27:43
Echse

Familiengeflecht

„Wenn ich eines begriffen habe, dann, dass Geschichten keine Probleme lösen: Sie erlauben uns lediglich, sie zu erkennen und ihnen einen Namen zu geben.“ (S.135f) Dieser Satz, ziemlich genau in der Mitte des Buches, ist für mich der zentrale Gedanke der Geschichte. Die Erzählerin im Buch berichtet vom Leben ihres Vaters, besonders von einem prägenden Sonntag, aber auch von früheren Erlebnissen und Dingen, die sich in ihrem Leben ereigneten. Diese Erzählperspektive ist ein Aspekt, der das Buch spannend macht. Der Leser bekommt nicht einfach nur das Geschehen geschildert, sondern sie werden durch einen Filter betrachtet, der die Erlebnisse, Gefühle und Gedanken der Erzählerin mit einbezieht.
Ein weiterer spannender Aspekt sind die Beziehungskorrelationen, die geschildert werden – zwischen Vater und Tochter, Vater und Mutter, Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Tochter und Sohn. Dabei ist die Familie keine besondere. Sie ist wie der absolute Großteil aller Familien und genau deswegen rückt die Erzählung näher an den Leser heran, gibt ihm die Chance Parallelen zum eigenen Leben zu ziehen.
Wie im obigen Zitat beschrieben, hilft einem die Geschichte viele Dinge zu begreifen. Bei manchen Erzählabschnitten erschließt sich mir der Hintergedanke des Autors jedoch nicht. Sie sind zwar- wie das gesamte Buch – sehr poetisch erzählt, aber sie lenken mich von anderen Aspekten ab, ohne mir einen Mehrwert zu bieten.
Auch der Erzählstil lenkt mich immer wieder ab. Ich stellte mir häufiger die Frage, wie es der Tochter möglich sein soll, so detailreich die Erlebnisse ihres Vaters zu schildern. Zwar sagt sie immer wieder, er habe es ihr im Nachhinein berichtete, aber so ganz realistisch finde ich das nicht. Doch ich verstehe, warum der Autor diese Perspektive gewählt hat. Sie erlaubt es das Geflecht an Gefühlen, Erlebnissen und Beziehungen innerhalb der Familie zu beschrieben und zu entwirren – die große Stärke des Buches.

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