Boat People

Erschienen: August 2020

Bibliographische Angaben

- OT: The Boat People

- aus dem Englischen von Angelika Arend

- HC, 480 Seiten

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Aufwühlendes Porträt einer der großen humanitären Krisen unserer Zeit

Als ein verrostetes Frachtschiff mit 500 tamilischen Flüchtlingen die Küstengewässer der Vancouver Island erreicht, glaubt Mahindan, dass er und sein sechsjähriger Sohn Sellian ein neues Leben beginnen können. Stattdessen wird Sellian den Armen seines Vaters entrissen, und Mahindan wird zusammen mit den anderen Flüchtlingen ins Gefängnis geworfen. In Regierungskreisen und den Medien kursieren Gerüchte, dass sich unter den Boat-­People Mitglieder einer gefürchteten Terrormiliz eingeschlichen haben. Angesichts zunehmender Verdächtigung und endloser Verhöre muss Mahindan befürchten, dass das, was er notgedrungen und in letzter Verzweiflung tun musste, um zu überleben und aus Sri Lanka zu flüchten, ihm und seinem Sohn jetzt die Aussicht auf Asyl versperrt …


Mit ihrem Roman »Boat People« ist der Autorin ein großartiges und spannendes moralisches Drama gelungen, einfühlsam und tief berührend erzählt. Sie wirft die Frage auf, welchen Preis ein Land zu zahlen bereit ist, wenn es im Namen der öffentlichen Sicherheit das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt, und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.

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Letzte Kommentare:
17.11.2020 19:55:20
Ulrich Noller

Sie werden erwartet. Satellitenbilder haben sie angekündigt. 503 Flüchtlinge aus Sri Lanka sind es, allesamt Tamilen, die auf einem rostigen Kahn nach wochenlanger Irrfahrt vor der kanadischen Küste auftauchen. Überlebende – dieser von Schleppern organisierten Passage, wie auch des Bürgerkriegs zu Hause. Ein Konflikt, in dem "normale Menschen" nur verlieren konnten.
Viele sind traumatisiert, haben engste Angehörige verloren. Kanada ist für sie die letzte Hoffnung. Die einzige. Und – eine trügerische. Denn diese Flüchtlinge sind nicht erwünscht. Möglichst viele von ihnen sollen möglichst schnell wieder abgeschoben werden. Sie werden erstmal eingesperrt, Teile der regierenden Politik wollen ein Exempel statuieren. Es folgt eines zähes juristisches und politisches Ringen in diversen ersten Anhörungen: Wer wird sofort zurück geschickt – und wer hat eine Chance, wenigstens ins Asylverfahren zu kommen? Die Zielvorgabe ist klar ...
Mahindan, Automechaniker und allein erziehender Vater ist der Geflüchtete, der im Zentrum der Geschichte steht. Direkt zu Beginn wird er von seinem Sohn getrennt, denn Kinder dürfen nicht im Gefängnis sein. Dann auch noch abstruse Terrorismus-Vorwürfe, doch wie soll er das Gegenteil beweisen? Seine Entscheiderin ist Grace Nakamura, der Job ist ein Karrieresprungbrett für sie, die Protegé des beinharten Sicherheitsministers ist. Ihr gegenüber Priya Rajasekaran, tamilische Wurzeln, von denen sie aber nicht viel weiß, eine junge Juristin, die mangelnde Erfahrung mit Engagement wettmachen muss. Sie alle eint eines: Ihr so unterschiedlicher Migrationshintergrund.
Sharon Bala leuchtet in ihrem Debütroman die Komplexität der Gemengelage geschickt und souverän aus. Das gelingt, weil der Geschichte eine ausgefuchste Komposition zu Grunde liegt, die die Dimensionen und Dilemmata sehr geschickt nach und nach entblättert. "Boat People" ist souverän komponiert und mit Hirn und Herz im exakt richtigen Verhältnis erzählt. Ein fundamentaler und wichtiger Roman – mit universeller Gültigkeit.

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