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Hubert von Goiserns literarisches Debüt: Ein musikalischer Roman über Liebe, Sehnsucht und das flüchtige Glück.

Maria ist verschwunden. Seit Monaten hat Herwig, mit dem sie seit fast dreißig Jahren verheiratet ist, nichts von ihr gehört. Dass sie ihren Job gekündigt und seinen Volvo mitgenommen hat, lässt zumindest hoffen, dass sie noch am Leben ist. Doch was ist passiert, mit ihrer Ehe, ihrer Liebe, ihrem gemeinsamen Leben? Hubert Achleitner schickt seine Protagonisten auf eine abenteuerliche Reise, die sie von den österreichischen Bergen quer durch Europa bis nach Griechenland führt. Und die für beide doch in erster Linie eine hochemotionale Reise in ihr Inneres bedeutet. Ein weiser und sehr musikalischer Roman über Liebe und Sehnsucht, das Schicksal und das flüchtige Glück … „Flüchtig wie die angezupften Töne der Bouzouki waren die Begegnungen mit diesen Menschen. Dennoch hinterließ jeder von ihnen eine Melodie in meinem Herzen, die weiterschwingt.“

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Letzte Kommentare:
07.06.2020 14:31:27
leseratte1310

Herwig und Maria sind seit vielen Jahren verheiratet. Es ist gekommen wie so häufig. Die Liebe hat sich verflüchtigt und der Alltag bestimmt das gemeinsame Leben. Während Maria wie verrückt ihrem Sport nachgeht, sucht Herwig bei seiner Geliebten das, was er bei Maria vermisst. Glücklich sind sie beide nicht mit ihrem gemeinsamen Leben. Dann geschieht etwas und Maria will, dass Herwig sein Leben frei gestalten kann. Sie verschwindet eines Tages einfach mit Herwigs Volvo, nachdem sie ihren Job gekündigt hat. Herwig aber stellt fest, dass ihm Maria doch nicht so gleichgültig ist, auch wenn es zunächst das Auto ist, das er schmerzlich vermisst.
Dem Autor ist es gut gelungen, die Entwicklung von Herwig und Maria aufzuzeigen. Wir erfahren, wie sie aufgewachsen sind, sich kennen und lieben lernten und wie dann das wahre Leben die Träume und Wünsche einfach verflüchtigte.
Der poetische Schreibstil hat mir sehr gefallen und die Charaktere sind gut gezeichnet. Da aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, kann der Leser alles gut nachvollziehen und doch fehlten mir manchmal noch tiefere Einblicke in das Gefühlsleben. Dabei konnte ich mich eher in Herwig als in Maria hineinversetzen. Es gibt auch eine Reihe von Nebencharakteren, die alle eine eigene Persönlichkeit und ihre eigene Geschichte haben.
Die Musik und Melodien spielen dabei eine große Rolle in dieser Geschichte.
Es ist eine schöne ruhige Geschichte, die mich aber nicht wirklich fesseln konnte.

23.05.2020 23:49:49
TochterAlice

Maria ist weg! Mit großen Teilen des gemeinsamen Geldes und dem Auto ihres Gatten Herwig. Aber ohne jede Nachricht! Ist sie auf der Flucht? Einen Grund dafür hätte sie! Herwig macht sich

Es beginnt eine beziehungsweise gleich zwei Odysseen, die zu meiner Überraschung und großen Freude letztendlich nach Nordgriechenland - einer Region, in der ich über ein Jahr gelebt und gearbeitet habe - führen und bei denen eine ganze Reihe von Akteuren mitmischen, die meisten davon eher flüchtig. Andere Player, wie Marias Eltern, waren bereits vorher durch eine Pilzvergiftung verschieden, sind also auf ihre eigene Art ebenfalls flüchtig. Auf den Titel des Romans wird also immer wieder und auf vielerlei Art und Weise Bezug genommen.

Obwohl Maria und Herwig im Zentrum dieses Romans stehen, kommen hier eine ganze Menge von Figuren vor. Vor allem in der zweiten Hälfte des Romans und zum Schluss hin gipfelt das alles in einem Auftauchen einer ganzen Reihe von vor allem älterer Männer, das aus meiner Sicht in dem Ausmaß nicht unbedingt erforderlich war, sondern eher für Verwirrung sorgte.

Wer liebt hier wen? Und auf welche Art? Auf jeden Fall liebt der Autor Hubert Achleitner, auch bekannt als Musiker Hubert van Goisern, alle seine Charaktere - auf eine gewisse Art. Er streichelt sie gewissermaßen bei ihrer Darstellung, erlaubt ihnen aber auch eine ganze Menge.

Und weil das wirklich bei jedem von ihnen der Fall ist - auch bei den Nebenfiguren, ist aus seinem Erstling ein ziemlich chaotisches Werk geworden - eines, in dem nicht nur Maria flüchtig ist, sondern ziemlich viele Akteure - wenn auch jeder auf seine Art und Weise. Mir war das alles vor allem zum Schluss hin des Guten zu viel; dieses einem-jeden-gerecht-werden-wollen.

Trotzdem habe ich das Buch mit Vergnügen gelesen, denn dem Autor ist ein sehr sanfter und warmherziger, ja zärtlicher Roman gelungen, ein in vieler Hinsicht taktvoller Roman. Denn im Laufe der Lektüre wird klar, dass es dem Autor wichtig ist, im Takt zu bleiben. Allerdings auf eine sehr persönliche und individuelle Art und Weise, in die ich erstmal reinfinden musste. Man kann längst nicht von jedem Autor behaupten, dass er gleich von Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit an seinen ureigenen Stil findet - Hubert Achleitner ist dies aus meiner Sicht bereits gelungen.

Und so freue ich mich jetzt schon auf seinen nächsten Roman, auch wenn ich hoffe, dass der Autor sich darin traut, einige seiner Figuren anderen vorzuziehen und stärker hervorzuheben in Handlung und Beschreibung! Und nicht auch noch zum Ende hin eine ganze Horde neuer Gestalten - wie hier die alten Männer - auftreten zu lassen!

23.05.2020 16:15:49
miss.mesmerized

Nach über dreißig Jahren Ehe ist Maria einfach verschwunden, doch nun meldet sich eine junge Frau, die einen Brief von ihr für Herwig hat. Er lädt sie ein in der Hoffnung zu erfahren, was geschehen war und wo Maria sich aufhält, offenbar lebt sie noch. Doch bevor aufgelöst wird, wo sich die flüchtige Gattin aufhält, folgt zunächst der Blick zurück auf ihr Leben, das schon turbulent begann mit der Geburt in der Seilbahn. Zwischen österreichischen Bergen hat sie gemeinsam mit Herwig ein Leben aufgebaut, das jedoch nach einer Fehlgeburt eine jähe Zäsur erlebte, die sich nicht mehr kitten ließ. Auf unterschiedliche Weise versuchten beide mit der Trauer umzugehen, flüchteten sich in allerlei Ersatzhandlungen, die jedoch die Wunde nicht heilen konnte, die der Verlust verursacht hatte. So flüchtig dieses kurze Glück war, so flüchtig ist letztlich auch das Leben, das einem jederzeit genommen werden kann und in dem jede flüchtige Begegnung zu einer Wegänderung und einem ganz anderen Verlauf führen kann, wie das Beispiel von Maria und Herwig zeigt.

Hubert Achleitner ist ein unter dem Namen „Hubert von Goisern“ bekannter Liedermacher und Komponist, der auch als Erfinder des Alpenrock gilt und dessen Musik und künstlerisches und sonstiges Engagement oft auch politisch ist. „flüchtig“ ist sein erster Roman, der sich kaum in wenigen Worten fassen lässt. Man merkt in jeder Zeile, wie stark die Natur mit all ihrer Gewalt auf ihn gewirkt haben muss, denn nicht wirklich die Figuren, sondern andere Kräfte treiben die Handlung, die mit einer ungemein poetischen Sprache wiedergegeben wird.

Zufälle treiben scheinbar die Handlung an und doch ist nichts zufällig in diesem Roman. Es beginnt bei den Namen: Eva Maria Magdalena – alle traditionellen Vorstellungen von Frauen vereinigt Maria in sich und diese zeigt sie auch. Herwig – die Verbindung von Heer und Kampf, der einerseits um seine Frau kämpft und doch zur Eroberung anderer Frauen zieht. Spiralförmig werden ihre Leben, auch jene der Eltern, sowie die Ereignisse der vergangenen Monate skizziert, die überkreuzen sich immer wieder, schneiden sich sogar ganz scharf und bewegen sich alle wie in einem Strudel auf ein Ziel hin. Immer wieder kommen ihnen Naturgewalten dabei in die Quere und treffen Entscheidungen, die Außenwelt wird oftmals zur Gefahr, sei es in den Bergen oder auf dem Wasser.

Maria ist auf der Flucht vor sich selbst und ihrem Leben, doch die Reise kann keine Antworten liefern, diese findet sie nur in der inneren Einkehr. Flüchtige Begegnungen sind es dabei, die die entscheidenden Akzente setzen und die Gedanken ins Rollen bringen. Vieles, was die Figuren umtreibt, lässt sich leicht nachvollziehen und nimmt einem so mit auf die Reise, die dem Autor vor allem sprachlich überzeugend gelungen ist.

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