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Monika Wenger
Ein guter Erzähler lässt seine Zuhörer mit den Ohren sehen…

Buch-Rezension von Monika Wenger Mai 2020

Im pulsierenden Zentrum von Marrakesch, auf dem Platz Djemaa el Fna, lassen sich jeden Abend Einheimische wie auch Touristen von den Farben, den Gerüchen und den Geschichten bezaubern. Der Halaiqi Abderrahim El Moukouri, einer der letzten Geschichtenerzähler Marrakeschs, ist der Meinung, dass Menschen Geschichten brauchen. So zündet er jeden Abend seine Laterne an und beginnt mit seiner Erzählung.

«Ich werde also ebenso von Menschen erzählen müssen, die andere unterdrückten, um sich selbst gross und wichtig zu fühlen.»

Les Almohades war einst, in seiner Blütezeit, ein berühmtes Grandhotel in Marrakesch. Heute ist es halb verfallen und wird von zwei alten Leuten und einem kleinen Jungen bewohnt. Die beiden Alten hüten ein Geheimnis, und sie sorgen sich um die Zukunft des Jungen. Werden sie lange genug leben, um das alte Familiengeheimnis lüften zu können?

Derweil erzählt der Halaiqi auf dem Platz Djemaa el Fna die Geschichte von der Entstehung des Grandhotels und von Hassan und seiner Familie.

«Aber denke nie an den gesamten Weg, der vor dir liegt, denke nur so weit du ihn absehen kannst, und dann erst denke einen Schritt weiter.»

Aus dem fernen Deutschland treffen Claire, eine begeisterte Köchin und Charlotte, eine begabte Fotografin, in Marrakesch ein. Die beiden Frauen haben sich während des Fluges kennengelernt. Beide kämpfen im Moment mit großen Sorgen und anstehenden Veränderungen. Sie möchten Abstand von ihrem komplizierten Alltag und wollen die Zeit in Marrakesch für eine Verschnaufpause nutzen. Sie sind in einem Riad, einem traditionellen marokkanischen Haus, untergebracht. Der Hausbesitzer, Karim, ist gleichzeitig der Besitzer des alten Grandhotels Les Almohades.

Eintauchen in eine andere Kultur, Beschreibungen wie aus 1001 Nacht: Mit dieser Geschichte nimmt die Autorin den Leser auf einen Trip in einen fremden Kulturkreis und auf eine Reise der Sinne. Dafür ist Marrakesch wie gemacht. Die Liebe der Autorin zu dieser Region und den Menschen ist spürbar, die vielen kleinen und feinen Details zeigen das beim Lesen immer wieder. Da sind die Beschreibungen der Altstadt von Marrakesch und deren Bewohner; da sind die Gepflogenheiten der Nordafrikaner und ihre Familientraditionen; ebenso gibt es Einblicke in die geschichtliche und politische Vergangenheit.

Die vier Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich und es ist schlussendlich spannend, wie sie sich alle im Grandhotel Les Almohades treffen. Denn nach und nach verbinden sich die einzelnen Fäden der Geschichte und jede Figur findet ihren Platz darin. Das Ende ist offengehalten und es ist vorstellbar, dass da eine Fortsetzung geplant sein könnte.

Fazit

Die besondere Atmosphäre Marrakeschs macht den Zauber der Geschichte aus. Jedes Kapitel nimmt sich abwechselnd einem der Protagonisten an und wird dann mit der Erzählung des Halaiqis, des Geschichtenerzählers, verknüpft. So entsteht nach und nach das Gesamtbild. Die vielen Stränge unterbrechen manchmal den Erzählfluss und ziehen die Geschichte etwas in die Länge - zum Ein- und Abtauchen in fremde Welten dennoch eine Empfehlung.

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