Muttersöhnchen

Erschienen: Mai 2020

Bibliographische Angaben

- TB, 240 Seiten

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Sandra Dickhaus
Bei allem, was Sie zwischen diesen beiden Buchdeckeln lesen, handelt es sich um Fake News…

Buch-Rezension von Sandra Dickhaus Jul 2020

So beginnt Maximilian Reich den erfrischenden Roman rund um den von seiner Freundin verlassenen 35-jährigen Emil, der bei seiner Mama Unterschlupf findet, mit einer Widmung an die eigene Mutter. Hierbei behauptet der Autor auch augenzwinkernd, sämtliche Personen seien frei erfunden, Ähnlichkeiten reiner Zufall und genau aus diesem Grund handle es sich hier um ein fiktives Sachbuch. Man gewinnt schon durch diese Sätze einen ganz bestimmten ersten Eindruck: nämlich, dass Reich sich und den Hauptprotagonisten nicht ganz so ernst nimmt. Und diese Handlung erwartet uns dann: Emil, der scheinbar allein an eine lange Beziehung geglaubt hat, wird von seiner Freundin eines besseren belehrt. Er erwischt Ariane mit dem Muskelprotz von nebenan auf dem Küchentisch - und das war‘s dann. So wird er mit Mitte 30 wieder Single, und ihm bleibt zunächst nichts anderes übrig, als in das kleine Zimmer in Mutters Wohnung zu ziehen. Sie überhäuft ihren Liebling nun natürlich mit überlebenswichtigen Ratschlägen, viel Liebe und geringem Verständnis, was sein Junggesellenleben angeht.

Kuppelversuche und die Sorge um die gesunde Darmflora ihres Jungen

Mit viel Humor schildert Emil die Kuppelversuche seiner Mutter, ihre Sorge um seine gesunde Darmflora, die Schaumbäder, die gegen alles helfen sollen, die Begegnung mit Mamas Psychologenfreund und all die anderen schönen Dinge, die man so im „Hotel Mama“ erlebt.

Der Autor hat einen Roman geschrieben, den man nicht typisch geschlechtsspezifisch zuordnen kann. Der beziehungsliebende Ehemann, die humorvolle Ehefrau oder das typische Muttersöhnchen – jeder wird sich hier in einer Art und Weise wiederfinden, sei es im Erkennen verhärteter Vorteile oder beim gelegentlichen Schmunzeln und Lachen angesichts so viel Mutterliebe. Wie würde man selbst reagieren? Ohne erhobenen Zeigefinger schildert Maximilian Reich das zeitweilige Zusammenleben eines erwachsenen Sohnes mit seiner in die Jahre gekommenen Mutter. Dies geschieht zwar aus der Sicht des Sohnes, aber das lässt dennoch zwischen den Zeilen auch die Sicht der Mutter durchblicken. Dabei erscheinen beide eigenwillig, aber liebenswert. Andauerndes Streit- bzw. Diskussionsthema sind z.B. Mutters Kuppelversuche, die Emil teilweise an den Rand des Wahnsinns treiben. Besonders eindrücklich geschildert sind die Gespräche zwischen Mutter und Sohn, die man am liebsten immer weiter verfolgen möchte, weil sie frech und schlagfertig sind. Der flüssige Schreibstil lässt das Geschehen nur so dahinfliegen, ohne dass man es merkt.

Fazit

Ob Emil seine Traumfrau am Ende dann doch noch findet oder ewig bei seiner Mutter wohnen bleibt, das werden nur Diejenigen erfahren, die sich auf das alltäglich-skurrile Abenteuer der beiden Protagonisten einlassen. Der Autor unterhält kurzweilig und in angemessen direkter und einfacher Sprache. Eine Lektüre für jeden Urlaub, ob auf Balkonien, am Strand oder in den Bergen - denn Lachen ist überall gesund.

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