Eine Liebe in Neapel

Erschienen: März 2020

Bibliographische Angaben

- OT: Perduti nei Quartieri Spagnoli

- aus dem Italienischen von Judith Schwaab

- TB, 544 Seiten

Couch-Wertung:

73

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Monika Wenger
Eine große Liebe, doch das Leben ist dazwischengekommen

Buch-Rezension von Monika Wenger Mai 2020

Kennen Sie das historische Zentrum von Neapel? Die engen Gassen, wo keine Sonne hinkommt; die ebenerdigen Wohnungen, die «bassi», wo der Passant das Gefühl hat, direkt durch das Wohnzimmer der Bewohner zu spazieren, sodass nichts verborgen bleibt; die Wäscheleinen, quer über die Gassen gespannt; baufällige Häuser. Genau hier, mitten in der Stadt, im Spanischen Viertel, lernen sich Heddi und Pietro kennen und lieben.

«Du warst mein Adrenalin, meine heisse Schokolade, mein Wollschal, mein Weinvorrat.»

Heddi ist Studentin und lebt in einer WG im Spanischen Viertel von Neapel. Ursprünglich stammt sie aus Washington D.C., lebt aber schon länger hier im Süden. Die Mitbewohner sind ihre Familie, bei ihnen fühlt sie sich aufgehoben und geborgen. Sie liebt ihre Stadt und deren Bewohner sehr. Anlässlich einer Feier lernt sie Pietro kennen, ebenfalls Student. Sie verlieben sich und erleben eine intensive, wunderbare Zeit. Als sich das Studium dem Ende neigt, werden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Doch Pietro, verwurzelt und gefangen in alten Traditionen, fühlt sich seinen Eltern gegenüber verpflichtet und bringt den Mut für Veränderungen nicht auf. Heddi versucht, Pietro bei seinen Abnabelungsversuchen zu unterstützen. Wird es ihr gelingen?

Neapel sehen und …

Der Roman ist in erster Linie eine Liebeserklärung an Neapel! Die Betrachtungen und die Beschreibungen der Stadt sind intensiv und voller Liebe zum Detail. Es wird nichts beschönigt, weder die baufällige Substanz, noch die Kriminalität, noch die Armut. Dennoch ist jeder Satz geprägt von der Liebe und der Verbundenheit zu diesem Ort und seinen Bewohnern. Diese innige Beziehung zu der Stadt ist das Fundament der Geschichte, die Liebe zwischen Heddi und Pietro hingegen nicht ganz einfach und beinahe zweitrangig.

Verwurzelt im Land, geprägt von Traditionen und Erwartungshaltungen, fällt es Pietro außerordentlich schwer, sich von der Familie zu lösen und zu seiner Freundin zu stehen. Heddi dagegen ist ein Freigeist, offen für Neues und damit ein ganz anderer Charakter. Ihre Erwartungen an Pietro werden immer weniger erfüllt und ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt.

Die wachsende Distanz zwischen Heddi und Neapel entbehrt nicht einer gewissen Symbolik. Es gelingt der Autorin, die sich anbahnende Entfremdung zwischen den Liebenden und der Stadt auf eine ganz besondere Art und Weise aufzuzeigen: zuerst ganz sachte und später immer klarer.

Der Roman beschreibt vor allem die Zeit während des Studiums der beiden. Der eingestreute Mailwechsel, eine zweite Zeitebene, lassen den Leser ahnen, dass da eine Trennung stattgefunden haben muss. Unklar bleibt fast bis zum Schluss, ob die Liebe zwischen Heddi und Pietro eine zweite Chance erhält.

Fazit

Die ultimative Liebeserklärung an Neapel. Für Italienfans ein Eintauchen in Kultur und Alltag des Südens. Die Beziehung zwischen Heddi und Pietro spielt eher eine Nebenrolle. Eine schöne, vorhersehbare Liebesgeschichte!

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