Die Strandvilla: Ein Sylt-Roman

Erschienen: März 2020

Bibliographische Angaben

- TB, 464 Seiten

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Monika Wenger
Die Macht der Anderen

Buch-Rezension von Monika Wenger Mai 2020

Moiken Jacobsen lebt mit ihrer kleinen Familie in Keitum auf Sylt im ehemaligen Elternhaus ihrer Schwiegermutter Berta. Im Januar 1913 erhält sie Nachricht, dass ihr Ehemann Peter auf See verstorben ist. Als dann ihre Schwiegermutter Moikens Zuhause verkauft, muss sie für sich und ihre Tochter eine neue Bleibe suchen.

Historisches Sylt

Moiken hat sich nie besonders mit ihrer Schwiegermutter verstanden. Aber dass diese nun ihr Zuhause verkauft, ist doch allerhand. Moiken beschließt, in Hamburg eine Stelle als Konditorin zu suchen und macht sich mit ihrer Tochter Emma auf den Weg. Diese ist vom Vorhaben ihrer Mutter verständlicherweise nicht begeistert. Die Insel verlassen? Das kann sich das junge Mädchen überhaupt nicht vorstellen. Sie versucht mit allen Mitteln, ihre Mutter zum Bleiben zu bewegen.

In Westerland lernt Moiken den Hotelier Theodor von Lengenfeldt kennen und erhält von ihm eine Anstellung als Konditorin in seinem Hotel Strandvilla. Hamburg muss warten und Emma ist überglücklich, auf der Insel bleiben zu können.

Schon bald ist klar, dass der Hotelier sich Hoffnungen auf die junge Witwe macht. Doch Moiken möchte ihre neu gewonnene Freiheit nicht so schnell aufgeben. Zudem hat sie ihre Jugendliebe, Boy Larssen, in Westerland wiedergetroffen und gemerkt, dass noch sehr viele Gefühle für ihn da sind. Und sie hat einen Traum: sie möchte ein eigenes Strandcafé eröffnen. Nun steht Moiken erneut an einem Scheideweg, hin- und hergerissen zwischen zwei Männern und ihrem Traum vom eigenen Café.

«Die Leute waren kleiner als heute – aber sie haben große Geschichte(n) zu erzählen»

Die Strandvilla von Sina Beerwald führt den Leser nach Sylt vor dem ersten Weltkrieg. Die Insel ist bereits ein beliebtes Reiseziel und Treffpunkt vieler berühmter Persönlichkeiten.  Anschaulich erzählt die Autorin von der Entwicklung des Tourismus. Sie ermöglicht Einblicke in das Leben der sehr armen Inselbevölkerung, welches im krassen Gegensatz zum feudalen Alltag der höheren Gesellschaft steht.

Weiter erfährt der Leser interessante Details über die Einführung der neusten technischen Errungenschaften, zum Beispiel der Versorgung mit Strom oder dem Einbau der ersten Fahrstühle in Hotels. Genauso bemerkenswert ist die Beschreibung der Weiterentwicklung der Fotographie sowie der dazugehörenden Apparate und Techniken. Die Autorin hat im Nachwort zusätzliche Ergänzungen und Informationen zu etlichen Themen aufgeführt. Diese Anmerkungen zeigen die großen Veränderungen auf der Insel, die historischen Hintergründe, sowie die Lebensweisen der verschiedenen Gesellschaftsschichten und machen das Ganze für den Leser fassbar.

Ein weiteres Thema im Roman befasst sich mit dem historischen Frauenbild: Die Rolle der Frau im Haus, in der Gesellschaft und ihr Platz an der Seite des Mannes ist klar definiert und scheint unverrückbar zu sein.

Die eigenwilligen Charaktere sind in ihren Handlungsweisen sehr verschieden und durch die Zeit geprägt. Die Darstellung ist der Autorin gut gelungen.

Fazit

Eine interessante Reise zurück in eine politisch hochexplosive und sich rasch verändernde Zeit. Eine einfache Geschichte mit vielen historischen Details zur Insel Sylt und dem Weltgeschehen. Gut zu lesen, mit eigenwilligen Figuren, ist der Roman unterhaltsam, aber nicht mitreißend.

Die Strandvilla: Ein Sylt-Roman

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