Die jüdische Souffleuse

Erschienen: März 2020

Bibliographische Angaben

- TB, 208 Seiten

Couch-Wertung:

76

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91-100
0 x 81-90
0 x 71-80
0 x 61-70
0 x 51-60
0 x 41-50
0 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:0
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Monika Wenger
Sie spinnt ihr Netz, wir haben uns längst darin verfangen

Buch-Rezension von Monika Wenger Apr 2020

Als kleines Kind ist Sissele Chaimberg mit ihren Eltern aus Israel nach Deutschland in ein Lager für «Displaced Persons» zurückgekehrt. Die Familie wird auseinandergerissen und Sissele wächst an verschiedenen Orten in verschiedenen Familien auf. Mittlerweile ist sie sechzig Jahre alt und arbeitet im Theater als Souffleuse. Neben der Arbeit sucht sie verzweifelt nach Familienangehörigen.

Im Theater lernt sie Adriana, die Gastregisseurin, kennen - auch sie eine Jüdin. Von ihr hat sie viel gelesen und mit ihr, so hofft Sissele, wird ihre Suche nach Verwandten endlich erfolgreich sein.

«Sie verfolgt mich, das ist eindeutig. Statt den Sängern ihre Partien zuzuflüstern, souffliert sie mir, füllt mich mit ihren Schreckensbildern – als wären meine nicht genug.»

Adriana findet zunächst keinen Zugang zu der Souffleuse. Sie scheint ihr zu aufdringlich, zu sehr in der Vergangenheit, und schon bald entzweien sich die beiden Frauen. Es braucht dann eine gewisse Zeit und besondere Umstände, bis sie sich wieder annähern und miteinander umgehen können. Nach viel Überzeugungsarbeit seitens Sissele machen sich die Frauen auf die Suche nach den möglichen Familienangehörigen. Eine aufwühlende Zeitreise beginnt.

Als Ich-Erzählerin verleiht die Autorin der Geschichte von Sissele und ihrer Familie eine besondere Wirkung und Tiefe. Im Umfeld des Theaters, den Proben und den ganz eigenen Regeln rund um die Inszenierung von Opern verliert die Holocaust-Geschichte etwas von ihrer Schwere und Grausamkeit. Das tut immer wieder gut und lockert das Ganze auf.

Gegen Ende der Geschichte weiß der Leser noch vor Adriana, wie sich das Ganze fügen wird. Das Ende ist irgendwie etwas speziell ausgearbeitet und, im Vergleich zu den ausführlichen Beschreibungen rund um das Theaterleben, kurz und eigenwillig gehalten.

Fazit

Eingebettet in die Welt der Operninszenierungen spielt die Geschichte von Sissele und ihrer jüdischen Familie. Die Einblicke in diesen Mikrokosmos mildern die Beschreibungen des Holocausts und sorgen für eine gewisse Leichtigkeit. Mit Witz und Charme erzählt und gerade deswegen unterhaltsam.

Deine Meinung zu »Die jüdische Souffleuse«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Buch.

Film & Kino:
The Crown - Staffel 3

Die Queen in ihrer vordergründig repräsentativen Rolle ist eine zeitgeschichtliche Ikone, sodass der Erfolg der seit 2016 bei Netflix laufenden Serie „The Crown“ nicht verwundert. Die dritte Staffel markiert allerdings einen Umbruch: Die Royal Family ist in den 60er-Jahren angekommen und viele Rollen werden neu besetzt, da auch die Blaublüter nicht vor dem Altern gefeit sind. Titel-Motiv: © Des Willie / Netflix

zur Film-Kritik