Das Glück wartet am Wegesrand: Ein Jakobsweg-Roman

Erschienen: Februar 2020

Bibliographische Angaben

- TB, 304 Seiten

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Monika Wenger
Auf der Reise zu sich selbst

Buch-Rezension von Monika Wenger Apr 2020

Diana steckt in einer grossen Lebenskrise: Ihr Freund hat sie betrogen und deshalb ist sie nach drei Jahren Beziehung zurückgekehrt in die Wohnung ihrer Mutter. Dort hängt sie Tag für Tag auf dem Sofa, leidet vor sich hin und guckt fern. Als sie einen Bericht vom Camino Frances, dem Jakobsweg, sieht, entschließt sie sich, diesen zu gehen, verbunden mit der Hoffnung, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen.

«Und jetzt bin ich am eigentlichen Anfang meiner Reise angekommen. Endlich. Schon. Jetzt wird es ernst.»

Diana ist in Saint Jean Pied de Port, im französischen Baskenland, angekommen. Hier soll ihre Pilgerreise beginnen und in Santiago de Compostela enden. Doch trotz der auftauchenden Zweifel will Diana dieses Vorhaben, diese 800 Kilometer auf sich nehmen in der Hoffnung, eine Lösung für ihren weiteren Lebensweg zu finden.

Aller Anfang ist schwer, und zwischendurch verlässt sie beinahe der Mut. Doch sie lernt auf dem Pilgerweg interessante Leute kennen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und es gibt viele Beweggründe, weshalb der Jakobsweg gegangen wird.

«Jede Krise ist schlimm, wenn man drinsteckt. Ihre Schwere ist von außen nicht ermessbar.»

Diana lernt sich selber mit jedem Tag besser kennen, verfällt jedoch hin und wieder in alte Verhaltensmuster. Doch immer mehr gelingt es ihr, nicht nur an sich zu denken, sondern auch das Gegenüber richtig wahrzunehmen und zuzuhören. Manche Tage sind schwerer zu meistern, vor allem wenn der Körper müde von den Anstrengungen ist und der Kopf und das Herz keine Ruhe finden. Und dann kämpfen plötzlich auch noch zwei Männer um ihre Gunst.

«Dass das wirklich Anstrengende am Pilgern nicht das Wandern ist, sondern die persönliche, seelische Arbeit, davon hatte ich zwar gehört. Aber dass es so anstrengend wird, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, solange ich nur gute Wanderausrüstung habe, ist alles gut (…). Aber woher kriegt man bloß die passende Seelen-Ausrüstung?»

Die Motive für eine Pilgerreise sind sehr unterschiedlich. Das muss auch Diana, als verwöhntes Großstadtkind, lernen. Anfänglich noch sehr auf sich bezogen und in ihrem Kummer versunken, lernt sie auf dem «Camino Frances» Leute kennen, welche trotz ihrer Sorgen und ihren Problemen versuchen, zu trösten und zu unterstützen.

Etwas verfrüht und deshalb unpassend scheinen die Flirts gleich mit zwei Männern schon zu Beginn, Kummer hin oder her. Dass diese Beiden dann während der ganzen Reise eine nicht unwesentliche Rolle in der Weiterentwicklung Dianas spielen, mildert den ersten Eindruck.

Dianas allmähliche Veränderung wirkt sich auch auf die sprachlichen Formulierungen im Roman aus. Beim Lesen fällt auf, dass aus der zu Beginn etwas rotzigen Art und Weise nach und nach ein immer stärker werdender Charakter zu Tage tritt. Quasi mit jedem Tag, mit jedem Schritt wird die Hauptfigur erwachsener, verantwortungsvoller und anteilnehmender. Eine schöne Verwandlung.

Fazit

Der Pilgerroman wartet mit schönen Beschreibungen des Jakobsweges auf. Detailliert werden die einzelnen Orte auf dem «Camino Frances» beschrieben und nehmen den Leser mit. Eine schöne Geschichte über Lebenskrisen, Schicksale und persönliche Weiterentwicklungen.

Das Glück wartet am Wegesrand: Ein Jakobsweg-Roman

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