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Der Roman einer ganz normal verrückten Kindheit in den Siebzigern - und die Suche nach einer Heimat, die es so nicht mehr gibt.

Sonne, Freiheit, Champagner: In den Siebzigerjahren lassen Stars, Politiker und Industriegrößen des Wirtschaftswunderlands, aber auch viele andere Inselurlauber, den Alltag am Strand hinter sich ― und findige Sylter Unternehmer legen den Grundstein zu sagenhaftem Reichtum.

Für Susanne Matthiessen ist das Sylt ihrer Kindheit ein faszinierender, aber auch gefährlicher Abenteuerspielplatz, bevölkert von außergewöhnlichen Menschen, in vielem typisch für diese Zeit. Von all diesen Begegnungen, aber auch dem schmerzhaften Verlust der Heimat erzählt die Autorin mit großer Leichtigkeit, scharfem Blick und Humor.

Ozelot und Friesennerz: Roman einer Sylter Kindheit

Ozelot und Friesennerz: Roman einer Sylter Kindheit

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Letzte Kommentare:
13.09.2020 20:10:02
Readaholic

Vom Ozelot, der sein Leben für einen Bikini lassen musste

Als ich das Buch entdeckte, dachte ich, endlich einmal ein Sylt-Buch ohne Sommer-Sonne-Strandkorb-Liebe. Auch die Leseprobe hat mich angesprochen, wenngleich ich die Aussage, dass man „als echte Sylterin qua Geburt automatisch etwas Besonderes“ und „automatisch einem Adelsgeschlecht angehört“ doch etwas fragwürdig finde.
In ihrem Buch (das übrigens für mein Empfinden kein Roman, sondern eine Sammlung von Anekdoten und Ereignissen ist) beschreibt Sabine Matthiessen ihre Kindheit und Jugend auf Sylt, einem Sylt, das man – Gottseidank – so heute nicht mehr vorfindet. Der Mief der Sechziger und Siebzigerjahre kroch einem während der Lektüre praktisch in die Knochen.
Die Familien vermieteten die eigenen Schlafzimmer und campierten während der Saison zusammengepfercht im Wohnzimmer. Für die Kinder war keine Zeit, die mussten sich selbst beschäftigen und gut benehmen. Abends gingen die Eltern dann auch gerne noch aus und gaben den Kindern Schlaftabletten, damit sie nicht aufwachten, während die Eltern außer Haus waren. Äußerst befremdlich fand ich, dass die Autorin als Baby im Schlafzimmer mit im Ehebett der Feriengäste schlief und nach deren Syltaufenthalt sogar mit ihnen „in Urlaub“ fuhr.
Die Autorin entstammt einer bekannten Kürschnerfamilie, damals gehörte es wohl dazu, dass die reichen Urlauber mit einem Pelz nach Hause fuhren. Es war eine andere Zeit, Pelz zu tragen war noch nicht verpönt. Trotzdem finde ich es sehr bedenklich, wie unreflektiert Frau Matthiessen gewissen Anekdoten erzählt. Zum Beispiel die Geschichte, in der ein namentlich genannter Bankier für seine junge Gespielin einen Bikini aus Ozelot anfertigen lässt und die Autorin das Fell dieses vom Aussterben bedrohten Tieres als „Wildware“ bezeichnet. Sicher ist dies der Fachbegriff, aber ich empfinde ihn in der heutigen Zeit doch als ausgesprochen zynisch.
Überhaupt erzählt Susanne Matthiessen gerne Klatschgeschichten über bekannte Personen. Will ich wirklich wissen, wie Willy Brandt betrunken vom Balkon fiel oder ein bekannter Verleger ungepflegt mit fettigem Haar im Laden saß? Nein! Wenn ich solche Geschichten lesen will, kaufe ich mir die Zeitung mit den großen Buchstaben.
Es gab Passagen, die ich interessant fand, aber im Großen und Ganzen hat mich das Buch eher gelangweilt. Mir fällt nicht eine Person im gesamten Buch ein, die mir sympathisch war, und der Schreibstil kommt teilweise abgehackt und holprig daher. Für mich war es eine ziemlich enttäuschende Lektüre.

26.07.2020 14:32:27
leseratte1310

Susanne Matthiessen ist gebürtige Sylterin. Mit ihrem Buch „Ozelot und Friesennerz“ lässt sie uns teilhaben an ihrer Kindheit auf der Insel in den siebziger Jahren.
Ihre Eltern sind Kürschner und haben ein Pelzgeschäft in Westerland. Sylt ist angesagt und immer mehr Prominente, seien es Stars, Wirtschaftsbosse oder Politiker, tummeln sich auf der Insel, um ihren Alltag hinter sich zu lassen. Die Sylter freuten sich einerseits, dass dadurch Wohlstand auf die Insel kam, aber es veränderte sich auch das Leben der Inselbewohner. Die Touristen nahmen immer mehr Raum ein, manchmal sogar im Schlafzimmer der Familie. Man wollte es ihnen angenehm machen und die Einkünfte waren ja auch nicht zu verachten. So kam die Autorin schon früh mit vielen Prominenten in Kontakt.
Ich habe keine Beziehung zu Sylt, aber mir hat dieses Buch doch einen guten Einblick in das Leben auf der Insel in jener Zeit verschafft. Dieser Roman ist eine Aneinanderreihung von Episoden und Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Manchen sind witzig und unterhaltsam, andere skurril und verwunderlich.
Man spürt, dass die Autorin immer noch an ihrer Insel hängt, obwohl sie nicht mehr dort lebt.
Das Buch ist unterhaltsam und lässt sich angenehm lesen.

28.06.2020 17:00:24
bücherwurm10

"Kindheit auf Sylt"
"Ozelot und Friesennerz" so nennt Susanne Matthiessen ihren neuen Roman, der im Ullstein Verlag erschienen ist, in dem sie über ihre Kindheit in den 70er Jahren in Westerland auf Sylt erzählt.

Die Eltern führten eine Kürschnerei mit Pelzladen, in dem maßgeschneiderte Pelze hergestellt wurden, zusätzlich hatten sie noch Feriengäste zu bewirten. So zogen damals die Sylter in den Keller, damit auch die Wohnungen an die Gäste vermietet werden konnten. Die Sylter Kinder mussten damals in den Betrieben ihrer Eltern mithelfen, hatten andererseits dann viele Freiheiten, da wenig Zeit für die Kinder vorhanden war.

Die Autorin hat auffallend gut beobachtet und das Erlebte in einer federleichten Schreibweise, versehen mit dem typisch nordischen trockenen Humor, in das Buch gepackt. Unterhaltsam und kurzweilig wird man in das Familienleben und in das damalige Sylter Inselleben geführt.

Die Vielzahl an prominenten Besuchern wie z.B. Willy Brandt, Rudolf Augstein und Gunter Sachs geben zudem einen interessanten Einblick in die Promiwelt der 70er Jahre. Doch auch Nachdenkliches über das Thema Tourimus bringt Susanne Matthiessen zur Sprache.

Beim Lesen ist spürbar, wie sehr das Herz der Autorin an der Insel Sylt hängt. Ein faszinierendes und bemerkenswertes Buch, nicht nur für Sylt-Urlauber!

Diese literarische Reise nach Sylt hat mich begeistert, daher kommt von mir eine eindeutige Kauf- und Leseempfehlung!

16.06.2020 19:12:56
HexeLilli

Ein Muss für jeden Sylt Fan, oder für den, der es werden will.
Gleich am Cover kann man erkennen, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Die Autorin wurde 1963 geboren und erzählt über ihre Kindheit auf Sylt. Damals gehörte die Insel noch den Insulanern. In der Hauptsaison wurde jedes Bett vermietet, die Familie schlief auf der Couch oder im Wohnzimmer auf dem Fußboden. Susannes Eltern besaßen ein Pelzgeschäft, hier gaben sich reiche Persönlichkeiten die Klinke in die Hand. Hier auf der Insel standen schon damals die Frauen ihren Mann, während in der restlichen Republik noch der Mann die Erlaubnis geben musste, wenn die Frau arbeiten wollte. Deshalb wurden die Sylter Kinder sich überwiegend selbst überlassen, oder sie mussten sich schon für das Geschäft einbringen. Die Erwachsenen hatten keine Zeit, sich um deren Tun zu kümmern. Der Leser erfährt auch vom langsamen Ausverkauf der Insel. Hier kaufen sich die Reichen ein, Stars, Politiker und Industriegrößen. Jeder möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Es gibt kein Krankenhaus mehr und wer auf der Insel arbeitet, findet keinen bezahlbaren Wohnraum. Es sind nur noch wenige Sylter Originale erhalten geblieben.
Das Buch hat mich wundervoll unterhalten, vor allem in der Mode und Musikrichtung kam mir alles sehr bekannt vor, bin ich doch in der gleichen Zeit groß geworden. Die Erlebnisse und Anekdoten mit den berühmten Persönlichkeiten haben mir besonders gut gefallen

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