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Am Gipfel des Kilimandscharo: Hans, ein so zurückhaltender wie weltoffener Hamburger, ist endlich da, wo er schon ein halbes Leben lang hinwollte. Hier, auf dem Dach von Afrika, will er endlich mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen. Doch am Grunde des Kraters steht bereits ein Zelt, und in diesem Zelt hockt der Tscharli, ein Ur-Bayer – respektlos, ohne Benimm und mit unerträglichen Ansichten.

In der Nacht bricht ein Schneesturm herein und schweißt die beiden wider Willen zusammen. Es beginnt eine gemeinsame Reise, unglaublich rasant und authentisch erzählt, wie das nur Politycki kann, gespickt mit absurden und aberwitzigen Abenteuern. Als sich die beiden schließlich die Geschichte ihrer großen Liebe anvertrauen, erkennen sie, dass sie mit dem Leben noch eine Rechnung offen haben. Doch der Tod fährt in Afrika immer mit, und nur einer der beiden wird die Heimreise antreten.

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Letzte Kommentare:
06.03.2020 00:43:11
malin19

So hatte Hans seine Aufarbeitungsreise nach Afrika nicht geplant. In Ruhe am Gipfel des Kilimandscharo mit den Altlasten aus seinem ersten Afrikabesuch abschließen., so hatte er sich es vorgestellt. Aber er trifft auf Tscharlie , der ihm anfangs sehr unsympathisch ist. Sein Aussehen , sein Benehmen , seine Weltanschauung, nein, Hans verbringt nur notgedrungen bei einem Schneesturm eine Nacht in seiner Nähe..Doch oft trügt der erste Schein und Hans entdeckt auch andere Seiten an seinem unliebsamen Reisegefährten.Ausserdem stimmt etwas mit Tscharlies Gesundheit nicht , und Hans ist ein viel zu anständiger Mensch , um den Anderen völlig hängen zu lassen. 
Ein beeindruckender Roman, der viel mitbringt : flüssiger Schreibstil, derber Humor , fein gezeichnete Landschaftsbilder und eine Beschreibung der Situation in Afrika .Doch gibt es auch ernste Szenen, die besonders am Ende mich nachdenklich gestimmt haben. Was also ist " Das kann uns keiner nehmen " genau?Roadmovie, Reisebericht, Freundschaft , Liebe , Dramatik alles dabei! Ein kleiner Minuspunkt für mich : Tscharlies Versuche bei einigen Damen gut anzukommen und Beschreibungen des Flaschen öffnens waren mir zu ausführlich .

04.03.2020 11:36:48
Kamel

Philosophischer Afrika-Erklärer

Die Geschichte im Buch ist anders als ich erwartet habe. Ich hatte damit gerechnet, dass das Buch am Kilimandscharo handelt; davon erzählt, wie sich die Protagonisten den Weg zum Gipfel erkämpfen, gegen Natur und Wetter arbeiten müssen, um den Berg zu bezwingen. Dabei hatte ich Bilder vom letzten Sommer in Erinnerung: Massen von Menschen, die am Mount Everest in einer Warteschlange stehen um den Gipfel zu erklimmen. Zwar spielt das Buch in Afrika und der Kilimandscharo ist nicht ganz so gnadenlos, wie der Mount Everest, aber ich dachte trotzdem das es diese Probleme thematisiert – menschenfeindliche Umgebung, lebensgefährlicher Tourismus.
Tatsächlich geht es im Buch nur indirekt um diese Themen. Sie sind ein dauerhafter Basiston der Erzählung, aber nie dominant im Vordergrund. Die Seiten, die auf dem Kilimandscharo spielen, sind recht schnell abgehandelt, danach sind andere Teile Tansanias Schauplatz des Geschehens – etwa Daressalam, Sansibar oder Moshi. Das Buch ist weniger abenteuerlicher Survival-Thriller, als philosophischer Afrika-Erklärer. Ich war noch nie in dieser Region Afrikas und kann daher nicht beurteilen, ob alles stimmt, was der Autor so berichtet, aber er erzählt sehr viel über die Lebensart, Landschaft, gesellschaftliche und politische Situation Afrikas. Das fand ich sehr spannend, ist es doch eine ganz andere Welt.
Diese Beschreibungen vermischt der Autor mit den Lebensgeschichten seiner beiden Protagonisten und einem Hauch Humor. Der Witz und der Charakter der Geschichte speist sich vor allem aus Wiederholungen und Absurditäten. Die beiden Protagonisten sind keinesfalls Menschen, wie alle anderen. Ich weiß jedoch nicht, ob ich sie sympathisch finden soll. Sie sind mir immer wieder zu extrem, zu aufdringlich, zu stereotyp und zu nervig. Dabei sind sie sich jedoch immer selbst treu und bleiben dem Leser auf jeden Fall in Erinnerung.
Genauso wie mit den Protagonisten geht es mir am Ende mit dem gesamten Buch. Dass ich dabei eine andere Geschichte bekommen habe, als ich erwartet habe, stört mich schließlich kaum.

02.03.2020 17:18:56
leseratte1310

Es hat lange gedauert, aber nun – nach fünfundzwanzig Jahren – ist Hans am Kilimandscharo. Hier will er mit Dingen aus der Vergangenheit abschließen. Aber dann begegnet er Tscharli, einem Bayer mit schlechtem Benehmen, derben Sprüchen und speziellen Ansichten. Tscharli ist schon eine ganze Zeit in Afrika und nun ist er auf Tour, um Abschied zu nehmen. Die unerbittliche Natur zwingt die beiden sehr unterschiedlichen Menschen zusammen. Es beginnt eine gemeinsame Reise, die zwar nicht so geplant war, aber nun stattfindet. Dabei kommen Hans und Tscharli ins Gespräch und die Meinung von Hans über seinen Mitreisenden ändert sich. Eine Freundschaft entsteht, aber nur einer der beiden wird die Heimreise antreten.
Der Schreibstil ist gut zu lesen, auch wenn es für Nichtbayern manchmal nicht einfach ist. Die Ausdrucksweise von Tscharli war derb und direkt, so dass ich doch hin und wieder schlucken musste. Hans hat sich schnell eine Meinung über Tscharli gebildet, was ich sogar fast verstehen konnte. Aber im Laufe der Gespräche muss er seine Einstellung doch überdenken. Aber auch Tscharli verändert sich. Man muss einen anderen Menschen erst einmal kennenlernen, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Langsam setzt sich der Gedanke bei den beiden durch und es entsteht eine Freundschaft.
Die Reise der beiden vermittelt einen sehr atmosphärischen Einblick in Afrika. Nicht alles kann man immer nur schwarz und weiß betrachten.
Es ist eine Geschichte, die nachdenklich stimmt. Sie ist emotional, ein wenig tragisch und voller (speziellem) Humor. Dem Autor gelingt es, bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu erhalten.
Eine interessante Reise durch Afrika. Mir hat sie gefallen.

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