Annika Rose und die Logik der Liebe

Erschienen: Dezember 2019

Bibliographische Angaben

- OT: The Girl He used to know

- aus dem Englischen von Corinna Vierkant-Enßlin

- TB, 320 Seiten

Couch-Wertung:

78

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Monika Wenger
Ich denke in Schwarz und Weiß. Konkret, nicht abstrakt. Aber Schach ermöglichte es mir, an etwas teilzuhaben

Buch-Rezension von Monika Wenger Apr 2020

Annika leidet unter einer Autismus-Spektrum-Störung. Für sie ist es nicht einfach, mit Personen Blickkontakt aufzunehmen oder die non-verbale Kommunikation ihres Gegenübers zu verstehen. Das macht ihr Leben schwierig, kompliziert und auf jeden Fall anstrengend.

In ihrer Kindheit wurde Annika von ihren Mitschülern gehänselt und ihr wurden üble Streiche gespielt. Das führte dazu, dass ihre Eltern sie, um sie zu schützen, zu Hause unterrichteten. Als Annika dann an die Uni ging, zog ihre Mutter im Hintergrund ihre Fäden und ergriff entsprechende Maßnahmen, damit ihrer Tochter auch in der Ferne nichts geschehen kann. Dies erfährt Annika aber erst viele Jahre später.

Ihre Zimmergenossin an der Uni, Janice, unterstützt sie auf jede erdenkliche Art und Weise. Das ist für Annika Rückhalt und Erleichterung zugleich.

Sonntags wird im Studentenzentrum Schach gespielt. Dort lernt Annika Jonathan kennen. Die Beiden werden ein Paar und alles scheint sich zum Guten zu entwickeln. Jonathan wirkt wie der perfekte Partner. Doch ein tragischer Vorfall wirft Annika aus der Bahn.

Nach zehn Jahren treffen sie sich zufällig in einem Supermarkt in Chicago wieder…  

«Mein ganzes Leben lang hatte ich auf jemanden gewartet, bei dem ich ganz ich selbst sein konnte. Niemals wäre mir in den Sinn gekommen, dass ich dieser Mensch für einen anderen sein könnte.»

Der Roman von Tracey Garvis Graves nimmt sich dem Thema Autismus an. Er ist gut recherchiert und verständlich geschrieben. Auf zwei Zeitebenen angesiedelt, erzählt er die Geschichte von Annika und Jonathan. In einzelnen Kapiteln berichten die Beiden aus ihrer Sicht von damals vor zehn Jahren und aus der Gegenwart.

Im Jahre 1991 studiert Annika an der Uni. Der Alltag ist eine Herausforderung und sie legt sich verschiedene Überlebensstrategien zurecht. Ihre Autismus-Spektrum-Störung lässt sie nicht immer situationsgerecht handeln. Das bringt die Autorin sprachlich sehr gut zum Ausdruck und zeigt die Schwierigkeiten für Annika. Berührend sind die vielen kleinen Fortschritte, die diese sich hart erkämpft.

Ganz anders ist der Schreibstil, wenn Jonathan aus seiner Sicht erzählt. Das macht die unterschiedlichen Verhaltensweisen sehr gut erkennbar.

Während der ganzen Zeit stellt sich der Leser die Frage, was denn passiert ist, dass Annika so aus der Bahn geworfen wurde. Wieso hat sich dieses scheinbar so perfekte Liebespaar getrennt? Des Rätsels Lösung lässt den Leser mit aller Deutlichkeit erkennen, wie sich die Autismus-Spektrum-Störung auswirkt, welchen Einfluss auf die Persönlichkeit sie hat und wie in einem kurzen Moment sich die mühsam erworbenen Fähigkeiten in Luft auflösen.

Die letzten Kapitel gegen Ende der Geschichte wirken dann leider fast wie Fremdkörper, was schade ist.

Fazit

Eine Liebesgeschichte mit einigen Hindernissen! Die Autorin gewährt interessante Einblicke zum Thema Autismus-Spektrum-Störung. Größtenteils heiter, leicht und flüssig geschrieben, berührt dieser Roman auf ganz besondere Weise. Die letzten Kapitel sind auf jeden Fall äußerst überraschend in Bezug auf Ort und Handlung und wollen nicht ganz zum Rest der Geschichte passen.

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