Der Fluss

Erschienen: August 2019

Bibliographische Angaben

- OT: The River

- aus dem Englischen von Matthias Strobel

- HC, 272 Seiten

Couch-Wertung:

60

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Carola Krauße
Ein Kanu-Trip wird zum Albtraum

Buch-Rezension von Carola Krauße Nov 2019

Wynn und Jack sind zwei junge Studenten und echte Naturburschen. Angeln, Reiten, Klettern und Kanufahren beherrschen sie bravourös. Jetzt erfüllen sie sich mit einem mehrwöchigen Kanu-Trip durch die einsame Wildnis Nordkanadas einen Herzenswunsch. Doch der Traum wird zum Albtraum. Sie finden eine halbtote Frau, die umgehend in ärztliche Behandlung muss - aber die nächste Siedlung ist wochenlanges Paddeln entfernt. Auf ihrem Weg verlieren sie den Großteil ihres Gepäcks und ihren kompletten Proviant, müssen vor einem gigantischen Waldbrand fliehen, werden vom Ehemann der Frau bedroht und müssen sich mit zwei anderen Touristen auseinandersetzen, die nicht unbedingt Gutes im Schilde führen.

Dem Autor merkt man die Liebe zur Natur an

Der Amerikaner Peter Heller ist vor allem durch seine Reportagen zu Umweltthemen bekannt geworden. So berichtete er über eine radikale Meeresschutzorganisation und das Abschlachten von Delphinen in einer japanischen Bucht. Seit 2012 schreibt er Romane. Der Fluss ist sein vierter und nach Knopf 2012 der zweite, der ins Deutsche übersetzt wurde.

Dass Heller die Natur liebt, wird bei der Lektüre mehr als deutlich. Penibel genau beschreibt er die kanadische Wildnis, taucht mit dem Leser ein in die Stille des Waldes, das Rauschen des Wassers und die Kälte der Nacht. Die Schönheit der Landschaft wird greifbar, aber auch die Bedrohung allen Lebens durch die Naturgewalten. Mit seinem ausdrucksstarken Schreibstil erschafft Heller einen atmosphärisch dichten Roman, der aber auch streckenweise durch seine manchmal zu ausufernden Beschreibungen sehr monoton wird. So beschreibt er mehrmals das Kanu in allen Einzelheiten und gibt über zwei Seiten eine Packliste der mitgeführten Dinge wieder, was in einem Reiseratgeber angemessen wäre, in einem Roman aber einfach nur langweilig ist.

Ein Abenteuerroman für Erwachsene

Die immer wiederkehrenden Beschreibungen der Natur und des Paddelns werden durch die Gefahren aufgelockert, die das Auffinden der Frau mit sich bringt. Durch den Verlust des Proviants, die Bedrohung durch den Ehemann, den sehr schlechten Gesundheitszustand der Frau und natürlich durch den Waldbrand wird eine Spannung gehalten, die am Ende für die Freunde in einer Katastrophe mündet. Die Herausforderungen, denen die beiden ausgesetzt sind und die sie zum Überleben meistern müssen, machen für einen nicht ganz so Naturbegeisterten die Lektüre erträglich. Kontinuierlich wird der Spannungsbogen in der ansonsten sehr linear verlaufenden Geschichte aufgebaut, die durch die Mischung von Naturbeschreibung und Krimi zum Abenteuerroman für Erwachsene wird. Die vom Autor sehr gut eingeführten Protagonisten fordern beim Leser dann doch Empathie ein und so leidet man mit ihnen, hofft, dass sie durchkommen und ist angemessen entsetzt, wenn das Unheil über sie hereinbricht.

Fazit

Um dieses Buch wirklich genießen zu können, braucht es eine Voraussetzung: Man muss Naturliebhaber mit Hang zu Outdoor-Aktivitäten sein (wer hätte es gedacht?!). Nur dann kann man die langen Passagen der Beschreibung zu würdigen wissen. Wer diese Voraussetzung erfüllt, findet in Der Fluss genau die richtige, mit Spannung durchsetzte Lektüre zum Feierabend. Die anderen aber sollten die Finger von diesem Buch lassen.

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