Agathe

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

Franziska Hüther (Übersetzung)

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Hatice Acikgöz
Ruhestand auf Abwegen

Buch-Rezension von Hatice Acikgöz Aug 2019

Noch achthundert Gespräche, dann kann der alternde Psychiater endlich seinen Ruhestand antreten. Jeden Tag subtrahiert er die mit Gesprächen verbrachten Stunden von seinem Soll- Konto ab und wünscht sich nichts sehnlicher, als die Praxis für immer zu verlassen. Er kann es nicht mehr ertragen, die endlosen Leiden seiner Patienten zu hören und ertappt sich dabei, wie er diese insgeheim für ihre merkwürdigen Probleme verurteilt. Um seiner Langeweile Einhalt zu gebieten, zeichnet er Vogelskizzen, anstatt sich Notizen über seine Patienten zu machen. Als seine Sekretärin Madame Surrugue ihm dann mitteilt, dass er eine weitere Patientin für den Rest seiner Zeit in der Praxis behandeln soll, ist er außer sich. Das treibt die Zahl doch nur nach oben, das heißt noch mehr Gespräche? Agathe lässt sich jedoch nicht abwimmeln. Sie hat schon einige Ärzte besucht und hat sich genau ihn, aus der Masse der Heilungsversprecher, ausgesucht. Sie will nur reden- weder Medikamente einnehmen, noch in eine Irrenanstalt geschickt werden.

„Sie war, wie erwartet, ernsthaft krank, und ich würde ihr in den wenigen Monaten, die mir noch blieben, unmöglich helfen können. Ich verwünsche meine eigenmächtige Sekretärin; ihretwegen musste ich mich nun mit einer starrköpfigen, geistig verwirrten Frau herumschlagen, die sich anscheinend in den Kopf gesetzt hatte, dass ich derjenige war, der sie von sich selbst erlösen konnte.“

Schweren Herzens willigt er ein, Agathe als Patientin anzunehmen und denkt sich, dass sie sowieso jemand neues finden muss, sobald seine Zeit für den Ruhestand gekommen ist. Doch Agathe dreht den Spieß um und stellt dem Doktor einige unangenehme Fragen und als seine Sekretärin nicht mehr auftaucht, beginnt der Mann mit seiner Vergangenheit aufzuräumen und die Zukunft in die Hand zu nehmen.

Zu empfehlen ist dieses Buch jedem, der gerne philosophiert, psychologische Dinge studiert und sich für Freundschaft und Liebe interessiert. Mit 160 Seiten ist das Buch im Nu durchgelesen und der humorvolle und einfache Schreibstil der Autorin bereiten eine angenehme Leseerfahrung, die einem zum Nachdenken über das eigene Leben bringt.

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