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Ein lukratives Erbe bringt die Stuttgarter Historikerin Marie und den französischen Journalisten Nicolas in Paris zusammen und stellt beide vor eine schwierige Aufgabe: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie am Ende einem schrecklichen Familiengeheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.

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Letzte Kommentare:
13.05.2020 12:29:43
katjuschka

Die deutsche Historikerin Marie und der französische Journalist Nicolas erben zu beider Überraschung von Nicolas Großvater Viktor gemeinsam eine Wohnung in Paris. Aber es gibt eine Voraussetzung um das Erbe anzutreten: Marie und Nicolas müssen ein bestimmtes, verschollenes Bild des jüdischen Malers Jakob Stern finden und ihm, oder einem potenziellen Erben, aushändigen. Woher kennt Viktor Marie überhaupt? Gibt es eine Verbindung von Viktor und Maries früh verstorbener Großtante Charlotte, die zur Zeit des Krieges in Paris gelebt hatte? Nach holprigem Start machen sich die beiden auf die Suche und entdecken Erstaunliches!

In diesem von Beginn an fesselnden Buch wird zuerst von Marie, Nicolas und ihrer Suche nach dem Bild erzählt. In abwechselnden Kapiteln erfährt man dann aber auch immer mehr über Viktor und Charlotte, die sich zur Zeit der deutschen Besatzung in Paris kennen und lieben lernen. Langsam tragen Marie und Nicolas immer mehr Fakten zusammen und in beiden kommt der furchtbare Verdacht auf, Viktor und Charlotte könnten etwas mit dem groß angelegten Kunst-Raubzug der Nazis zu tun haben!

Die ganze Geschichte ist unglaublich spannend und realitätsnah geschrieben. Ich fand besonders die Beschreibungen vom historischen Paris extrem bildhaft und ich hatte quasi durchgängig Kopfkino beim lesen!

Die familiären Verbindungen von Marie zu Charlotte, sowie von Nicolas zu Viktor, schaffen dann irgendwann auch eine emotionale Verbindung von Marie und Nicolas und man hofft auf ein Happy-End für die beiden!
Bei den Protagonisten hat mich sowieso begeistert, dass Marie und Nicolas mit Ü40 endlich einmal die Handlung mit realistischerer Lebenserfahrung tragen als die üblichen Mittzwanziger in ähnlichen Geschichten.

Und ich fand die Entwicklung der zuerst recht naiven Charlotte und dem schüchternen Viktor bemerkenswert. Die Zeichen der Zeit nicht verleugnend werden sie auf ihre Art und Weise aktiv.

Die Autorin hat es geschafft historische Ereignisse und reale Personen in die Geschichte zu integrieren und so noch empathischer zu gestalten. Und dadurch fiebert der Leser am Ende auch unglaublich mit, wenn Marie endlich auf eine Spur der Tochter von Jakob Stern zu stoßen scheint.

Ein spannender Aspekt ist auch das Thema Vergangenheitsbewältigung und/oder Verleugnung. Was haben die Eltern/Großeltern zur Zeit des Krieges und der Verfolgung von Juden oder anderen Verfolgten getan? Wer hat wieviel Schuld auf sich geladen?

"Leas Spuren" ist ein Buch, welches mich mehr als begeistert hat. Die Geschichte hat mich in vielerlei Hinsicht bewegt!

21.11.2019 14:10:35
leseratte1310

Die Stuttgarter Historikerin Marie Bergmann erhält einen Brief von einem Pariser Notar. Nach Rücksprache mit der Familie nimmt sie den genannten Termin mit einem seltsamen Gefühl wahr. Sie erfährt, dass sie die Hälfte einer Pariser Wohnung geerbt hat. Allerdings ist damit eine Bedingung verknüpft. Sie soll gemeinsam mit dem französischen Journalisten Nicolas Blanc, ein Enkel des Erblassers, ein verschollenes Gemälde finden und es an jemanden der jüdischen Familie Stern zurückgeben. Es wird eine schwierige Suche, die sie zurückführt in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Dabei entdecken sie nicht nur Familiengeheimnisse, sondern auch dass sie sich sehr sympathisch sind.
Dieser wundervolle Roman lässt sich sehr angenehm lesen. Er verbindet fiktive Personen mit historischen Hintergründen. Abwechselnd erfahren wir, was zu Kriegszeiten geschehen ist und wie Marie und Nicolas auf Spurensuche sind.
Maries Tante Charlotte lernt 1940 Victor Blanc an der Deutschen Botschaft kennen und lieben. Doch was hat die beiden getrennt? Marie weiß von ihrer Großmutter Fredi nur, dass Charlotte sehr früh in Stuttgart gestorben ist. Aber Auch Nicolas weiß von Victor, mit dem er eng verbunden war, nicht sehr viel. Wird es gelingen, den Auftrag von Victor zu erledigen? Hat jemand der Familie Stern überlebt?
Die Personen sind sehr gut und lebendig dargestellt. Ich mochte sowohl das Paar Charlotte und Victor, als auch Marie und Nicolas. Allerdings war auch hier der Handlungsstrang der Vergangenheit der interessantere. Ein wesentlicher Teil ist hier der Kunstraub der Nazis im besetzten Paris.
Besonders beeindruckt hat mich Olivier Porte, der sein ganzes Leben dem Auffinden von Vermissten aus der Kriegszeit verschrieben hat und der Marie einen Hinweis geben konnte. Es ist so viel Tragisches, was Marie und Nicolas herausfinden und was einem wirklich nahegeht.
Diese tiefgründige Geschichte ist sehr emotional, aber sie ist auch sehr spannend. Für mich ein absolutes Highlight!

14.10.2019 12:47:32
MeggiHund

Rezension
Bettina Storks / Roman
LEAS SPUREN
Diana Verlag
Seiten: 464

5 Sterne

Zum Inhalt:

Paris 2016. Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.

Dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend – mit großer Erzählkunst verwebt Bettina Storks reale Begebenheiten und Fiktion.

Meine Meinung:

Bereits ab der ersten Seite schaffte es die Autorin mich mit diesem Buch zu fesseln.

Paris 2016, Victor Blanc, der eine wesentliche Rolle spielt, lernen wir gleich zu Beginn kennen.
Er läuft in den Gassen von Paris lang mit nur einem Ziel, er möchte Unrecht wieder gut machen. Wird er es ihm in seinem hohen Alter noch gelingen?

Dieses Buch entführt uns in zwei Zeitebenen.
1940 und 2016.
Der Leser erfährt viel über die Ungerechtigkeiten, die der Zweite Weltkrieg verursacht hat, über den Kunstraub der Nazis und die persönlichen Verstrickungen, die bis in die Gegenwart reichen.
Bettina Storks hat hier mit ihrem einmalig fesselden Schreibstil, einen Roman geschaffen, der Charaktere der einzelnen Protagonisten beschreibt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der Leser wird mit auf die Suche der Gerechtigkeit genommen.
Wir begleiten Marie und Nicolas, die sich erst zaghaft kennen lernen müssen, auf der Suche nach dem verloren gegangenen Bild.
Auf ihrer Suche entdecken sie nicht nur Geheimnisse in die Vergangenheit der Zeitzeugen, sondern müssen sich mit ihren Gefühlen der Gegenwart auseinander setzen.

Die Autorin ließ mich durch ihren sehr bildlichen, ausdrucksstarken Schreibstil als Leser so intensiv an der Suche teilhaben, als wäre ich selbst ein Teil des Buches.

Gekonnte Cliffhänger ließen es nicht zu, das Buch aus den Händen zu legen.

Mein Fazit:
Eine klare Empfehlung.
Nach Bettina Storks Büchern fällt es mir schwer, mich anderen Büchern zuzuwenden.
Das liegt zum einen an ihren historischen Recherchen und zum anderen an ihrem einzigartigen Schreibstil .

13.10.2019 22:53:50
Hajnal Müller

Leas Spuren, ein Roman wie ein Gedicht

Ich hatte das große Glück diesen wundervollen Roman vorab lesen zu dürfen und darf nun endlich meine grenzenlose Begeisterung in die Welt tragen!
Das wahnsinnig schöne Cover, welches mich an den Film Casablanca denken ließ, hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und trug das Versprechen einer epischen Geschichte in sich. Nun, was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sondern noch übertroffen!
Wer Bettina Storks Romane kennt, weiß von der Sogwirkung von der ersten Seite an, die mit ihrer poetischen (jedoch immer in klaren und niemals schwülstigen Worten) bildhaften Sprache eine fühlbare Athmosphäre erschafft und mit einer grandiosen Charakterzeichnung das Gefühl vermittelt, als stünde man tatsächlich an all den Plätzen in Stuttgart oder Paris und sähe sie alle vor sich: Marie, Nicolas, Victor und Charlotte... Kopfkino vom Feinsten!
Werden Marie und Nicolas das Geheimnis um Lea lösen und die Bedingungen des Testaments erfüllen können? Welche Rolle spielen Victor und Charlotte in den 1940ern im besetzen Paris? Fragen über Fragen, die nach und nach in gekonnter Perfektion beantwortet werden.
Durch zahlreiche unerwartete Wendungen ist es der Autorin gelungen einen Spannungsbogen zu erschaffen, der sich durch die ganze Geschichte bis zum authentischen Ende zieht und den Leser ausgesöhnt, verzaubert, aber auch traurig zurücklässt, da man immer weiter lesen möchte und sich persönlich fragt, was man nun im Anschluss denn lesen könnte, da "Leas Spuren" eine verdammt hohe Messlatte setzt.
Mit diesem Werk hat sich Bettina Storks ganz nach oben in den Olymp meiner absoluten Lieblingsautoren katapultiert!
Kauft oder leiht Euch dieses Buch, aber lest es und lasst Euch in eine dramatische Geschichte entführen, die Euer Herz in Stücke reißen und dann wieder heilen wird. Erfahrt mehr über ein kaum bekanntes Thema, nämlich den Kunstraub durch die Nationalsozialisten und was es im Damals und im Heute für eine Bedeutung hatte.
Ich persönlich sehe in "Leas Spuren" den bisherigen Höhepunkt des literarischen Schaffens der Autorin, denn "Leas Spuren" ist so poetisch wie "Das geheime Lächeln" und so spannend wie "Das Haus am Himmelsrand und sollte eine große Leserschaft erreichen!!!
Um ehrlich zu sein, könnte ich noch ewig so weiterschreiben und es wäre immer noch zu wenig gesagt, denn diesen Roman muss man gelesen, gelebt und gefühlt haben, um zu verstehen, wie besonders er ist. Daher wird er bei mir unter vielen Weihnachtsbäumen liegen und solltet Ihr nach dem perfekten Geschenk suchen, kann ich Euch nur hierzu, meinem Lesehighlight 2019, raten

Film & Kino:
Emma

Im Frühjahr ist mit „Emma.“ eine neue Adaption eines der Spätwerke der bedeutenden englischen Schriftstellerin Jane Austen in Deutschland angelaufen. Setting der Handlung ist - wie stets bei Austen - das ländliche England mit den Vertretern der „Gentry“, der Schicht des Landadels. Titel-Motiv: © Box Hill Films / Focus Features

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