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Ein lukratives Erbe bringt die Stuttgarter Historikerin Marie und den französischen Journalisten Nicolas in Paris zusammen und stellt beide vor eine schwierige Aufgabe: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie am Ende einem schrecklichen Familiengeheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.

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Letzte Kommentare:
14.10.2019 12:47:32
MeggiHund

Rezension
Bettina Storks / Roman
LEAS SPUREN
Diana Verlag
Seiten: 464

5 Sterne

Zum Inhalt:

Paris 2016. Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.

Dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend – mit großer Erzählkunst verwebt Bettina Storks reale Begebenheiten und Fiktion.

Meine Meinung:

Bereits ab der ersten Seite schaffte es die Autorin mich mit diesem Buch zu fesseln.

Paris 2016, Victor Blanc, der eine wesentliche Rolle spielt, lernen wir gleich zu Beginn kennen.
Er läuft in den Gassen von Paris lang mit nur einem Ziel, er möchte Unrecht wieder gut machen. Wird er es ihm in seinem hohen Alter noch gelingen?

Dieses Buch entführt uns in zwei Zeitebenen.
1940 und 2016.
Der Leser erfährt viel über die Ungerechtigkeiten, die der Zweite Weltkrieg verursacht hat, über den Kunstraub der Nazis und die persönlichen Verstrickungen, die bis in die Gegenwart reichen.
Bettina Storks hat hier mit ihrem einmalig fesselden Schreibstil, einen Roman geschaffen, der Charaktere der einzelnen Protagonisten beschreibt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der Leser wird mit auf die Suche der Gerechtigkeit genommen.
Wir begleiten Marie und Nicolas, die sich erst zaghaft kennen lernen müssen, auf der Suche nach dem verloren gegangenen Bild.
Auf ihrer Suche entdecken sie nicht nur Geheimnisse in die Vergangenheit der Zeitzeugen, sondern müssen sich mit ihren Gefühlen der Gegenwart auseinander setzen.

Die Autorin ließ mich durch ihren sehr bildlichen, ausdrucksstarken Schreibstil als Leser so intensiv an der Suche teilhaben, als wäre ich selbst ein Teil des Buches.

Gekonnte Cliffhänger ließen es nicht zu, das Buch aus den Händen zu legen.

Mein Fazit:
Eine klare Empfehlung.
Nach Bettina Storks Büchern fällt es mir schwer, mich anderen Büchern zuzuwenden.
Das liegt zum einen an ihren historischen Recherchen und zum anderen an ihrem einzigartigen Schreibstil .

13.10.2019 22:53:50
Hajnal Müller

Leas Spuren, ein Roman wie ein Gedicht

Ich hatte das große Glück diesen wundervollen Roman vorab lesen zu dürfen und darf nun endlich meine grenzenlose Begeisterung in die Welt tragen!
Das wahnsinnig schöne Cover, welches mich an den Film Casablanca denken ließ, hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und trug das Versprechen einer epischen Geschichte in sich. Nun, was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sondern noch übertroffen!
Wer Bettina Storks Romane kennt, weiß von der Sogwirkung von der ersten Seite an, die mit ihrer poetischen (jedoch immer in klaren und niemals schwülstigen Worten) bildhaften Sprache eine fühlbare Athmosphäre erschafft und mit einer grandiosen Charakterzeichnung das Gefühl vermittelt, als stünde man tatsächlich an all den Plätzen in Stuttgart oder Paris und sähe sie alle vor sich: Marie, Nicolas, Victor und Charlotte... Kopfkino vom Feinsten!
Werden Marie und Nicolas das Geheimnis um Lea lösen und die Bedingungen des Testaments erfüllen können? Welche Rolle spielen Victor und Charlotte in den 1940ern im besetzen Paris? Fragen über Fragen, die nach und nach in gekonnter Perfektion beantwortet werden.
Durch zahlreiche unerwartete Wendungen ist es der Autorin gelungen einen Spannungsbogen zu erschaffen, der sich durch die ganze Geschichte bis zum authentischen Ende zieht und den Leser ausgesöhnt, verzaubert, aber auch traurig zurücklässt, da man immer weiter lesen möchte und sich persönlich fragt, was man nun im Anschluss denn lesen könnte, da "Leas Spuren" eine verdammt hohe Messlatte setzt.
Mit diesem Werk hat sich Bettina Storks ganz nach oben in den Olymp meiner absoluten Lieblingsautoren katapultiert!
Kauft oder leiht Euch dieses Buch, aber lest es und lasst Euch in eine dramatische Geschichte entführen, die Euer Herz in Stücke reißen und dann wieder heilen wird. Erfahrt mehr über ein kaum bekanntes Thema, nämlich den Kunstraub durch die Nationalsozialisten und was es im Damals und im Heute für eine Bedeutung hatte.
Ich persönlich sehe in "Leas Spuren" den bisherigen Höhepunkt des literarischen Schaffens der Autorin, denn "Leas Spuren" ist so poetisch wie "Das geheime Lächeln" und so spannend wie "Das Haus am Himmelsrand und sollte eine große Leserschaft erreichen!!!
Um ehrlich zu sein, könnte ich noch ewig so weiterschreiben und es wäre immer noch zu wenig gesagt, denn diesen Roman muss man gelesen, gelebt und gefühlt haben, um zu verstehen, wie besonders er ist. Daher wird er bei mir unter vielen Weihnachtsbäumen liegen und solltet Ihr nach dem perfekten Geschenk suchen, kann ich Euch nur hierzu, meinem Lesehighlight 2019, raten