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Monika Wenger
Thematisiert die grundsätzliche Lebensfrage der um die Dreissigjährigen

Buch-Rezension von Monika Wenger Apr 2019

Was tun, wenn das tägliche Einerlei, der Job und die Beziehung einfach keinen Biss mehr haben? Gefangen zwischen Bleiben und Gehen versucht Katja sich über ihren zukünftigen Weg und ihre Gefühle im Klaren zu werden. Doch das erweist sich als eine der grössten Herausforderungen ihres Lebens.

Katja ist Anfang Dreissig und ist nach dem Praktikum beim «Sonntags-Blitz», einer Gratiszeitung, hängen geblieben. Ihre Tage verlaufen eintönig und unaufgeregt. Selbst in der Beziehung mit Jonas fehlt die Würze. Seine verbissene Suche nach dem passenden Eigenheim kann sie nicht nachvollziehen. Seine Vorstellung von Heim und Kindern überfordert Katja. Ihr fehlt die Power um Veränderungen anzugehen. Sie weiss nicht wirklich, was sie will. Wie eine Fremde betrachtet sie ihr Leben. Sie fühlt sich im Bekanntenkreis mit Übermüttern und Künstlern als Aussenstehende, ja als Exotin.

Als Jonas unbedingt mit den gemeinsamen Freunden Inga und Borke zur Veranstaltung «Die lange Nacht der Musterhäuser» fahren will, stellt sich Katja quer. Sie verweigert ihre Teilnahme und besucht stattdessen die Soiree des Künstlers Heinrich. Der Abend verläuft zwar etwas schräg, wie üblich in Künstlerkreisen, doch Katja lernt den Krimiautor Robert Klotzky kennen und kommt mit ihm ins Gespräch. Er scheint, wie sie, auch nicht begeistert von den auftretenden Selbstdarstellern zu sein. Nach diesem Abend regt sich in Katja eine erste, zögerliche Art von Widerstand gegen ihren so grauen Alltag. Doch noch dauert es bis sich wirklich etwas in Katjas Leben ändert.

Die Autorin beschreibt die nicht einfache Lebenssituation der heutigen Frauen um die Dreissig. Einerseits sollen sie selbstbewusst und mutig ihr Leben meistern, stellen dann aber fest, dass sich alles doch immer wieder um die Fragen der Familiengründung und dem damit verbundenen Spagat zwischen Kinder haben und Karriere verfolgen dreht.

Die teils sehr detaillierten Beschreibungen der Szenen im Künstlermilieu, die überspitzten Darstellungen der jungen Mütter, sind einerseits ulkig-komisch und andererseits stark überzeichnet. Der immerwährende Wechsel zwischen den zum Teil tiefschürfenden Gedankengängen Katjas und der sich selber so wichtig nehmenden, doch sehr oberflächlichen Welt der Künstler und der gluckenhaften Neu-Mütter passt nicht immer. Die Nebenschauplätze übernehmen zeitweise zu stark die Hauptrolle und lenken vom Wesentlichen ab.

Dennoch gelingt es der Autorin, ansatzweise die grundsätzliche Lebensfrage der um die Dreissigjährigen zu thematisieren. Denn obwohl die Familiengestaltung nicht mehr den Stellenwert wie noch vor ein paar Jahren hat, scheint das Thema je länger je weniger vom Tisch zu sein.

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

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