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Kathrin Walther
Inselträume auf Mallorca

Buch-Rezension von Kathrin Walther Jun 2019

Mallorca. Strand, Meer und Party! Ein Vorurteil, denn die schöne Baleareninsel hat abseits der Touristenhochburgen viel mehr zu bieten als schnelle Unterhaltung. Auch wer Erholung und Ruhe sucht, ist auf der spanischen Insel genau richtig. Lange Wanderungen durchs Gebirge oder hin zu unberührten Strände wirken entschleunigend und sind ideal, um den Alltag zu vergessen und über das Leben nachzudenken. Genau das richtige also für Hanna Blumberg, die nach der plötzlichen Trennung von ihrem Freund und dem Gefühl, in einer beruflichen Sackgasse zu stecken, herausfinden möchte, was sie vom Leben erwartet und wie es für sie sowohl privat als auch jobtechnisch weitergehen soll.

Gefangen im Traumjob

So hat sie sich ihr Leben ganz sicher nicht vorgestellt. Hanna Blumberg ist Mitte dreißig und tritt im Job, für den sie rund um die Uhr alles gibt, seit Jahren auf der Stelle. Ihr Traum, in der Modebranche endlich den Durchbruch zu schaffen und nicht mehr nur als Assistentin erfolgreicher Designer tätig zu sein, weicht langsam der Realität. Ein befristeter Vertrag nach dem anderen, Hungerlöhne, mit denen sie gerade eben ihre kleine hellhörige Wohnung in Berlin bezahlen kann und nur wenig Zeit für ihr Privatleben. Als es dann auch noch kommt, wie es kommen muss und ihr Freund Constantin sie ohne Ankündigung verlässt und per Mail mit ihr Schluss macht, fühlt sie sich wie ein Luftballon, in den jemand mit einer Gabel hineingestochen hat und aus dem nun alle Luft entwichen ist.

Tschüss Deutschland. Hola Mallorca!

Ihr ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Ihre Beziehung ist an ihrem Job zerbrochen. An dem Job, der sie schon seit Jahren nicht mehr erfüllt, der sie aber gleichzeitig voll und ganz in Anspruch nimmt. Die WhatsApp-Nachricht von ihrer alten Freundin Lucia aus Mallorca, in der diese von ihrem neueröffneten Café berichtet und Hanna dorthin einlädt, kommt da wie gerufen. Als Kind hat Hanna jede Sommerferien mit ihren inzwischen verstorbenen Eltern auf der schönen Insel verbracht, wo sie vor langer Zeit auch Lucia kennenlernte. Ohne lange zu überlegen beschließt Hanna die Einladung anzunehmen, für unbestimmte Zeit zu Lucia zu fliegen und dort in Ruhe und mit dem notwendigen Abstand darüber nachzudenken, wie sie sich ihr weiteres Leben sowohl beruflich als auch privat vorstellt. Da eine normale Reise ihre finanziellen Möglichkeiten deutlich überschreitet, greift sie gerne auf Lucias Hilfe zurück, die ihr einen Ferienjob als Mädchen für alles in der Pension ihres Freundes Sam vermittelt.

Auch auf Mallorca gibt es nicht nur Sonnenschein

Kaum auf der Insel angekommen geht für Hanna das Abenteuer los. Die verdrängten Erinnerungen an die von ihr schmerzlich vermissten Eltern holen sie ein, das Wiedersehen mit Lucia hält die ein oder andere Überraschung bereit und ihr Job in der Pension verläuft anders als erwartet. Ihr Arbeitgeber Sam, den sie für Lucias Freund hält, macht es ihr nicht gerade einfach. Hinzukommt, dass er mit seiner Attraktivität eine deutliche Anziehungskraft auf Hanna hat, die zusammen mit seiner abweisenden Unnahbarkeit ein professionelles Arbeiten deutlich erschwert. Ruhe und Zeit, um über ihr Leben nachzudenken, bleibt da kaum. Bis sie begreift, dass ihre Träume quasi zum Greifen nah sind, dauert es noch eine Weile, in der sie die ein oder andere Herausforderung meistern und das Vertrauen des geheimnisvollen Sams für sich gewinnen muss.

Fazit:

Anja Saskia Beyers Werk beinhaltet alles, was man von einem typischen Frauenroman erwartet. Eine Protagonistin, deren Leben an einem Wendepunkt steht, private und/oder berufliche Herausforderungen und Männer, die es zu verlassen und/oder zu erobern gilt. Auf Hanna Blumberg treffen alle diese Punkte zu. Sie ist von ihrem Job desillusioniert, ihr langjähriger Freund hat sie verlassen und mit Sam gibt es einen neuen Mann, den sie begehrt. Seine Vergangenheit steht dem Glück jedoch im Weg und muss erst überwunden werden, gleichzeitig gibt es auch für Hanna Neuigkeiten, die neue Fragen aufkommen lassen.

Auch wenn die Idee des Romans damit zwar nicht neu ist, eignet er sich gerade deshalb gut als Urlaubs-, Feierabend- oder Unterhaltungslektüre. Die Figuren sind einem schnell vertraut und sympathisch, sodass es nicht schwer fällt, ganz in die Geschichte einzutauchen. Sprachlich und vom Aufbau her ist die Handlung gut verständlich, es findet nur am Anfang ein kleiner Rückblick statt und auch auf Perspektivwechsel muss sich nicht eingestellt werden. Die Spannung beim Lesen wird durch die vielen Andeutungen bezüglich Sams Vergangenheit aufrechterhalten, die es zu enträtseln gilt. Und auch die Frage, wie Hanna sich am Ende bezüglich ihrer Zukunft entscheidet, bleibt sie auf der Insel, kehrt sie in ihren alten Job und nach Berlin zurück oder hat sie den Mut, komplett neu anzufangen, klärt sich erst ganz am Ende.

Alles in allem ist „Das kleine Café am Meer“ ein netter Unterhaltungsroman, der sich gut zwischendurch lesen lässt. Die Handlung ist zwar sehr vorhersehbar, dennoch gibt es die ein oder andere Überraschung, sodass die Geschichte bis zum Schluss nicht langweilig wird und Überraschungen bereit hält.

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